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wollpoldi



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Das waren wieder drei Tage ...

Geschrieben von wollpoldi , 12 Juni 2007 · 99 Aufrufe

Am Freitag bekamen wir aus einer Betriebsauflösung eine elektrische Riesenhaspel.

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Mit ihr kann man von Konen 6 Stränge gleichzeitig wickeln. Eine echte Erleichterung. Zumal eine Schiene hin- und herläuft, die das Garn gleichmäßig verteilt. Jetzt ist Schluss mit innen engen und außen immer weiter werdenden Strängen. Und ich kann den Durchmesser der Stränge auch noch verändern. Was will denn frau mehr?

Also wir am Freitag losgezogen und die Haspel geholt. Transportieren wollten wir sie mit dem Hänger, weil sie ins Auto nicht reinging. Sie stand in einer relativ großen Halle und sah dort gar nicht sooo groß und vor allem nicht sooo schwer aus.

Der Verkäufer hat sie dann mittels Gabelstapler samt einer Palette auf den Hänger gestellt. Ordentlich festgezurrt, haben wir das gute Stück nach Hause transportiert. Nur wie abladen??? Heben war nicht; die eine Seite schon, aber die Seite mit dem Motor war nicht zu bewegen. Mein lieber Mann hat dann das Teil total zerlegt und die Einzelteile in die Scheune geschleppt, drin wieder zusammengesetzt und dabei gleich sauber gemacht. Und am Abend konnten wir die ersten Stränge wickeln. Es klappte auf Anhieb!!! Sie hat sogar ein Zählwerk!

Am Samstag gings dann richtig los. Ich war alleine und konnte nach Lust und Laune wirtschaften. Erstmal natürlich wieder Stränge gewickelt, diese in 2 x 2 verschiedenen Partien gefärbt (ingesamt ca. 2.400 gr), die dann anschließend zusammengewickelt werden sollen. Dazu aber später mehr. Ist wieder so eine neue Garnidee, die ich aber erstmal mit Industriegarn versuchen möchte, bevor ich an die Sammiwolle gehe.

Gleichzeitig 3 von 6 verschiedenen Partien bunte Wolle gefärbt – soll ein Regenbogenvlies werden :trippel: Krümel ist schuld „hihi“. Und 2 Kilo gemischte Hundewolle (nordische Rassen) gewaschen.

Am Abend kardiert :wink2: Krümel!

Der Sonntag stand auch ganz unter dem Motto „Wolle“. Ca. 6 Kilo braunes Bergschaf fertig gewaschen, etwa die gleiche Menge Coburger Fuchs im heißen Waschwasser vom br. Bergschaf eingeweicht. Stränge gewickelt – oder jetzt wickeln lassen. Die drei anderen Farben fürs Regenbogenvlies gefärbt. 2 Tüten schwarzer Hoverward (Hundewolle) gewaschen. Die ersten drei Farben vom Regenbogenvlies ausgezupft. Gleichzeitig zwischendurch Heu auf Nachbars Wiese gemacht.

Am Abend war ich dann platt. Heute werde ich die ersten drei Farben das erste Mal kardieren. Und ein paar von den bunten Strängen wickeln. Sogar der große Durchmesser passt noch auf die Schirmhaspel. Zum Abwickeln werde ich sie in jedem Fall noch brauchen.

Ach ja zum Färben der Stränge. Ich möchte z.B. 6 Farben auf zwei Stränge verteilen – also in jedem Strang nur drei Farben - und die dann zusammen verstricken. Bin nur am Überlegen, ob ich die beiden Stränge gleich zusammen zum Knäuel wickeln soll, oder lieber nur doppelt verstricken. Beim Zusammenwickeln gibt es doch immerwieder so dumme Schlaufen oder muss das gar nicht sein? Ich sehe halt immer mal wieder diese sog. „Designergarne“ und die finde ich ehrlichgesagt nicht so toll. Später in der Hundewolle stellt sich die Frage nicht mehr, weil ich die einzelnen Fäden verzwirnen werde.

Habt eine schöne Woche! Hier hat es jetzt endlich mal wieder ein bisschen abgekühlt.


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Bambusvliese

Geschrieben von wollpoldi , 06 Juni 2007 · 89 Aufrufe

Gestern lief die Kardiermaschine heiß :ventilator: ; nein nur im übertragenen Sinne, ich habe sie nicht gequält.

Nach wochenlanger Vorarbeit – „wochenlang“ stimmt wirklich – sind gestern die ersten bunten Bambusvliese fertiggeworden. Einmal habe ich die Wolle in Schichten kardiert und einmal in Streifen aufgelegt.

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Inspiriert zu dieser Mischung hat mich ein Pulli von „Britt am Nachmittag“. Diese Sendungen nerven mich tödlich, aber beim Rumzappen stach mir der Pulli von ihr ins Auge. Ich persönlich würde die Farben mit weißem Bambus verzwirnen.

Jetzt werde ich aus dem Rest noch Melange-Vliese produzieren. Heute aber nicht mehr. Evtl. morgen, bevor wir die neue Heulieferung bekommen. Danach bin ich wahrscheinlich platt und nur noch fürs Sofa zu gebrauchen.

In den Bambusvliesen steckt richtig Zeit und Arbeit. Die Texelwolle war wie beschrieben total verdreckt – vor allem Stroh und ähnliches. Erst habe sie grob ausgezupft, dann gewaschen und in 4 Farben gefärbt. Nach dem Trocknen wieder ausgezupft. Und da ich da noch immer erst einen Bruchteil der Einstreu raus hatte, habe ich zweimal gewolft und zweimal kardiert. Vorher allerdings noch mit Bambus gemischt. Dann hatte ich alle Farben extra, die Einstreu ziemlich raus. Anschließend habe ich sie ein drittes Mal über die Maschine gejagt und dabei die Farben gemischt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ob ich mir den Rest der Rohwolle allerdings noch antue, weiß ich nicht. Im Moment habe ich Nase davon gestrichen voll.

Hat jemand eine Idee, wie ich braunes Bergschaf aufpeppen könnte – oder pur kardieren??? Bitte um Ideen!!! :kopfkratz:

Gestern habe ich zwei pralle Säcke Hoverward-Hundewolle bekommen. Überwiegend schwarz. Die werde ich wohl als nächstes Waschen. Evtl. Donnerstag. Vorher komme ich bestimmt nicht dazu.

Während meine Mama heute unter dem Messer liegt, schau ich mal wieder bei meiner Lieblings-Secondhändlerin vorbei. Huhu Erdweibchen – schon anprobiert???

Ich war nicht nur bei ihr sondern auch bei einem Wollverarbeiter, der aufhört. Und habe mit:

Kardenband weiß - superweich - Merino
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Und Garn aus Merinowolle - zweifach - für etwa Nadelstärke 3 - 3,5
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Sobald ich alles in der Milchkammer verstaut habe, auf der Homepage zum Schnäppchenpreis zu finden :pfeif:

Bis demnächstens!


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Toll wars ...

Geschrieben von wollpoldi , 04 Juni 2007 · 424 Aufrufe

am Samstag in Heilbronn auf dem Stricknetztreffen bei Annie! Nach ziemlich genau zwei Stunden befand ich mich schon im Landeanflug :ventilator: auf Heilbronn. Ich war ja schon einmal vor ein paar Jahren bei Annie, damals allerdings nur als Beifahrer und habe nicht sehr auf den Weg geachtet, aber wir waren seinerzeit stundenlang unterwegs.

Da ich ja nicht oft von Zuhause wegkomme, war es toll, nun endlich auch einmal viele liebe Leute persönlich kennenzulernen :wink2: :wink2: :wink2:

Vor ein paar Jahren habe ich in Welzheim auf dem „Tag der Wolle“ der erste Mal ein Gurtwebgerät gesehen; was mich auf Anhieb faszinierte. Zum einen weil es für mich keinen Sinn macht, große Stücke zu weben – ich kann überhaupt nicht nähen – und weil ich damit irgendwann einmal, kleine feine Schals weben möchte. Waltraud hat sich am Samstag geopfert, mir die ersten Schritte des Gurtwebens zu erklären. Wir haben eine Kette geschert, diese eingefädelt und erste Webversuche unternommen. Leider hatte ich nicht die passende Wolle dabei um wirklich weben zu können. Aber egal, die Grundschritte habe ich begriffen, jetzt ist üben angesagt. Richtig damit beschäftigen werde ich mich aber erst im Herbst/Winter, weil ich jetzt noch zu sehr mit Waschen/Färben/Kardieren beschäftigt bin. Ganz lieben Dank an dieser Stelle an Waltraud - für Deine Geduld!!!

Einige neue Ideen habe ich auch mit nach Hause genommen. Z.B. einen Strang mit einem Riiiiieeeesendurchmesser zu wickeln. Aber ich werde ihn nicht durchs ganze Haus spannen winke zu Kathrin und Annie! Das muss auch anders gehen: z.B. von unserer zu Nachbars Haustür.

Gegen 21 Uhr traf ich dann wieder wohlbehalten zu Hause ein.

Der Sonntag verlief dann recht ruhig. Musste erst einmal die ganzen wunderschönen Eindrücke verdauen. Habe dann noch den Monatsabschluss gemacht und mich dann irgendwann aufs Sofa gelegt.

Heute geht’s wieder volle Kraft voraus. Erst Getreide kaufen fürs Viechzeug. Dann an die Kardiermaschine. Nachdem mich die Maschine am Donnerstag ziemlich geärgert hat; wollte einfach nicht wie ich. Warum? verstehe ich nicht wirklich. Ich wollte die gleiche Wolle, die ich schon Tage zuvor mehrmals kardiert hatte, weiter durchlassen. Sie blieb auf der zweiten Walze hängen und bewegte sich kein Stück weiter.

Wir haben dann drüber spekuliert, was denn der Grund gewesen sein könnte. Mit der Begründung: „Maschinen sind auch nur Menschen“ kann und WILL ich mich NICHT abfinden :fluch: . Die Tage zuvor hatte ich die Tür zum Kardierraum eine Weile offen, weil ich gleichzeitig draußen gewolft hatte und das Fenster auf Kippe. Am Donnerstag war die Tür und das Fenster zu. Kann das die Luftfeuchtigkeit im Raum so verändern, dass die Walzen feucht sind und damit die Wolle hängen bleibt??? Ich will heute auf jeden Fall meine BambusWolle-Schichtvliese fertig kriegen.

Morgen bekomme ich wieder Wollfarben – mal sehen, ob eine neue dabei ist. Und evtl. wieder Garne und Viskose (als Faser). Was ich damit allerdings mache, weiß ich noch nicht wirklich.

Morgen um 14.00 Uhr hat meine Mama ihren ersten Augen-OP-Termin. Grauer Star. Bitte Daumen halten, dass alles gut geht! Sie ist ja nicht mehr die jüngste und ich würde mich riesig freuen, wenn ihr die OP etwas mehr Lebensqualität bringen würde.

Habt einen schönen Tag!


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Der Alltag hat mich wieder.

Geschrieben von wollpoldi , 01 Juni 2007 · 101 Aufrufe

Nach zwei herrlich sonnigen Wochen Urlaub zu Hause begann gestern wieder mit heftigsten Regenschauern der Ernst des Lebens.

Passiert ist allerhand.

Die erste Woche war ich Chef über Haus und Hof *grins*; mein lieber Mann konnte kurz vor knapp doch noch in den Angelurlaub fahren, weil wir am Tag zuvor das neue Auto überraschenderweise bekommen haben. Das hieß für mich früh aus den Federn, die Kükens in die Sonne gebracht, Wollköpfe raus und dann in die Wolle. Gegen 22.00 Uhr habe ich dann meist die Maschinen ausgemacht und bin hundemüde in die Kiste gefallen. Da ich meist zu faul bin, mir selber was richtiges zu Essen zu machen, wenn ich alleine bin, fiel das recht sparsam aus. Wirklich aufgefallen ist mir das erst, wie ich die rappelvolle Spülmaschine ausgeräumt habe; es waren eigentlich fast ausschließlich Kaffeepötte und Eisbehälter (Marzipan mit Schokolade – lecker) drin ...

Die Küken: Deren Zahl ist mittlerweile auf ca. 50 Stück gestiegen. Alle sind wohlauf. Eine Annie

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sammelt schon wieder, d.h. sie versucht es. Wir nehmen die Eier jetzt weg. Will ja schließlich keine Hühnerfarm betreiben.

Wolle:
Gewaschen - braunes Bergschaf, weiße Texel, hellgraue Wolle.
Gefärbt - Texel?wolle in orange, gelb, blau und braun. Bis auf braun wird alles mit 30% Bambus gemischt und ca. 3 x kardiert. Zweimal um die Strohfitzel rauszubringen und das dritte mal um die einzelnen Farben zusammenzubringen. Wie?, weiß ich allerdings noch nicht genau. Schwanke zwischen Schichten in ca. 100 gr-Partien oder willkürlich. In Schichten habe ich es neulich mit Babykamel, Sheepcashmere und braunem Yak versucht. Das kam toll raus. War aber nur eine Portion von ca. 500 gr – nicht der Rede wert.

Wenn die Wolle nicht so herrlich weich wäre, würde ich mir die Schinderei mit dem Waschen und mehrmaligen Kardieren nie antun. Die ist dermaßen verstroht – kein Spaß mehr.

Außerdem bin ich an WollLama gelangt. Auch voller Stroh und Staub. Da die Maschine eh ziemlich verdreckt war, habe ich die Wolle ungewaschen über die Maschine gejagt. Der Staub!!!, Ihr macht Euch keine Vorstellungen. Ohne Mundschutz war es im Raum nicht auszuhalten. Gleich über die ersten Walzen habe ich den Staubsauger gehalten, um wenigsten einen Teil des Drecks aufzufangen. Es waren nur ca. 2,5 Kilo. In größeren Mengen und im Auftrag würde ich das NIEmals machen. Ich habe sie dann noch ein zweites Mal durchgelassen und dann großzügig meinem Männe überlassen. Der hat sie vor ein paar Tagen mit unserer Putzwolle (überwiegend Edelfusseln der letzten Kardieraktionen) gemischt. Wenn auch nach anfänglichem Murren, weil man doch keine bunte Wolle in braun mischen kann – öhem, wer sagt denn so was? :wink2: Krümel. Auf jeden Fall entstand so eine kuschlig weiche Mischung in Herbstfarben.

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Anschließend war zwei Tage Maschine zerlegen und Putzen angesagt.

Auch kardiert und in der Spinnwarteschleife: Weißer Sammi mit kleinen Tupfen braunem Kaschmir.

Gesponnen: Fertig ist die neue SammiMischung „Himmel über Bayern“ (weißer Sammi, z.T. dunkelblau gefärbt und verzwirnt mit einem hauchdünnen Industriegarn, in dem goldener Lurex eingearbeitet ist. 982 gr hängen jetzt beim Trocknen. Die Färbeaktion war die aufwändigste bisher, weil ich diesmal eine ganz genaue Vorstellung hatte, wie ich die Farben im Garn haben möchte :wink2: Margrit!

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Die gesamte versponnene Wolle habe ich in zwei rel. gleiche Stränge gewickelt. Dann jeden extra gefärbt, in dem ich einen Teil in die Färbebrühe gehalten habe. Dabei darauf geachtet, dass der zweite Strang etwas mehr Farbe abbekommt. Dann gespült, zu Knäuel gewickelt und mit dem Industriefaden dreifach gezwirnt. Dann richtig gewaschen. Ein Mordsakt, aber die Wolle kann sich sehen lassen. Bin gespannt, wie sie verstrickt aussehen wird. Ein Muster nadle ich in jedem Fall davon. Die Wolle selber werde ich anbieten.

Angesponnen: „HundundKatz“ (weißer Sammi, grauer Husky und bunte Perserkatze).

In der zweiten Urlaubswoche kam dann ganz lieber Besuch: :wink2: ins Rheinland zum Erdweibchen! Die Zeit verging wieder wie im Flug.

Und kommenden Samstag bin ich auf Reisen :ventilator: Heilbronn – ich komme! Und lerne: Gurtweben!!!

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Lebenszeichen ...

Geschrieben von wollpoldi , 12 Mai 2007 · 97 Aufrufe

(Dieser Eintrag ist schon ein paar Tage alt; komme leider erst heute dazu, ihn hochzuladen :haudrauf: ... )

Es geht rund. Im Moment schaffe ich nur das Nötigste. Diese Woche noch, dann habe ich zwei Wochen Urlaub!!!

Küken: Von 36 geschlüpften Küken sind uns 33 geblieben. Sie sind topfit. Im Moment habe ich sie im Wohnzimmer untergebracht, weil es draußen wieder ziemlich kalt geworden ist.

Enten: 5 Entenküken sind geschlüpft und putzmunter. Auch diese Kiste steht momentan im Wohnzimmer.

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Den Weg aus dem Wohnzimmer – ja so was gibt’s auch – hat der Russische Terrier gefunden. Nach wochenlanger Quälerei – Vergnügen war die Spinnerei wirklich nicht – habe ich gestern die letzten Spulen verzwirnt. Fertig sind jetzt genau 780 gr. Es fiel eine Menge an Fusseln raus, weil die Haare so drahtig sind, dass sie sich einfach nicht bändigen lassen wollten. Dreifach gezwirnt gab es jedoch ein recht reißfestes Garn. So schnell, muss ich das allerdings nicht wieder haben.

Angefangen zu verspinnen habe ich wieder weißen Samojeden. Der soll später zu einem dreifädigen Garn mit weißer Tussah verzwirnt und anschließend gefärbt werden (in orange, hellgelb, hellblau, türkis und dunkelbraun). Die Seide dazu ist schon fertig.

Kardiert. Oh weh, kann ich nur sagen. Letzte Woche habe ich ja die Maschine mit einem Knubbel Tussah zum Stillstand gebracht. Nichts!!! ging mehr – sehr zu Freude meines Mannes. Er hat sie dann nach stundenlangem Putzen wieder zum Laufen gebracht. Aber: die dritte Walze nahm die Wolle nicht von der zweiten. Das heißt, es wickelte sich die ganze Wolle um die zweite Walze und blieb hängen. Diagnose: Walzen hat es durch den Knubbel verstellt, also wieder neu justieren ...

Gestern kam mein lieber Mann endlich dazu, das zu richten. Gleich anschließend habe ich besagte Tussahmischung das zweite Mal durchgelassen. Immer unter dem wachsamen Auge meines Mannes ... Fertig geworden sind ca. 3 Kilo Texelwolle (als solche habe ich sie gekauft), kuschelweich, mit 30% Tussah.

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Heute werde ich noch einen Auftrag fertigmachen. Bambusmischung. Habe ich gestern nicht mehr geschafft und mich anschließend wieder ans Spinnrad setzen.

Lebensretter in Sachen „weißes Huhn“ waren wir am Donnerstag. Unsere 3 Gänse waren auf Nachbars Grundstück unterwegs. Auf einmal gibt’s ein ziemliches Gezeter. Ich schau rüber und sehe (soweit mir das ohne Brille möglich ist) ein ziemlich großes Vieh zwischen den Gänsen durchlaufen, etwas weißes im Maul, in der baufälligen Scheune beim Nachbarn verschwinden. Ich meinem Peter gerufen. Der ist von der anderen Seite in die Scheune und hat nachgesehen. Ich stand noch auf der anderen. Aufgescheucht kam dann dieses Vieh – ein Riesenfuchs – genau da wieder raus, wo er rein ist, marschiert über Nachbarswiese und holt sich beim Nachbarn dahinter das nächste Huhn!!! Am helllichten Tag!!!

Mittlerweile hat Peter das weiße Huhn gefunden. Es lebte noch, war nur ziemlich lädiert. Offene Fleischwunde bis auf den Knochen. Wir haben sie dann mit zu unseren Hühnern. Etwas traumatisiert stand sie dann rum. Mittlerweile geht sie mit unseren Hühnern in den Freilauf. Freiheit für meine Hühner ist jetzt erstmal vorbei. Ich brauche jetzt auch nicht mehr drüber rätseln, wo meine beiden Entenwitwer abgeblieben sind.


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Zweiter Tag im Leben eines Kükens

Geschrieben von wollpoldi , 28 April 2007 · 96 Aufrufe

Heute nur zwei Fotos. Das Küken von gestern hat die Nacht – eingehüllt in ein Handtuch – prima überstanden.

Heute morgen sah es im Brutapparat so aus:

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Man sieht den Kleinen die Strapazen der Nacht an. Sich aus dem Ei zu pellen ist Schwerstarbeit für so einen kleinen Kerl.

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Das sind die jetzt schon trockenen und flauschigen Küken.

Und es werden immer mehr ...


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Es piept im Karton.

Geschrieben von wollpoldi , 27 April 2007 · 103 Aufrufe

Das erste kleine Annie hat das Licht der Welt erblickt. Und wartet sehnsüchtig auf Kameraden.

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Hier sieht man schon angeklopfte Eier. Oben rechts wird wohl in den nächsten ein/zwei Stunden schlüpfen.

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Und das ist die zweite Station in ein glückliches Hühnerleben. Futter (gemahlenes Getreide und Wasser). Und außenrum ein zusammengerolltes Handtuch zum Einkuscheln.

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Das ganze steht im Wohnzimmer – sehr zu Freude meines Mannes :haudrauf: . Aber ich weiß jetzt echt nicht wohin damit. Wenn dann mal mehrere geschlüpft sind, kuscheln sie sich aneinander und wärmen sich damit. Das kleine musste aus dem Brutapparat jetzt raus, weil ich die Lüftung noch nicht aufmachen kann. Dann wird’s den anderen Eiern zu kalt. Und wenn ich zu lasse, könnte das kleine ersticken.

Naja, morgen sieht das alles schon viel freundlicher aus.


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Es ist Leben ...

Geschrieben von wollpoldi , 26 April 2007 · 95 Aufrufe

... in den Brutkasten-Eiern. Heute morgen habe ich mir ein paar Eier ans Ohr gehalten und das erste Mal Geräusche aus den Eier vernommen. Heute Abend oder morgen werden die ersten sicher schon piepen. Das ist dann der Moment, Kontakt mit den Kleinen aufzunehmen. Die antworten wirklich! Auch die MamaHenne redet mit ihren Kleinen durch die Schale. So erkennen sie die Mutter und folgen ihr später auf Schritt und Tritt. Nicht lachen!, meine Brutapparat-Küken laufen mir hinterher. Wenn sie etwas größer sind, marschieren wir zusammen zum Misthaufen und graben nach dicken fetten Würmern. Da haben sich Nachbarn schon kaputtgelacht. Aber woher sollen sie denn sonst wissen, wo es lecker Eiweißfutter gibt? Ich hoffe nur, nie als Regenwurm wiedergeboren zu werden!

Den ersten Tag nach dem Schlupf passiert noch nicht viel. Sie haben Proviant für ca. zwei Tage dabei. Am zweiten Tage üben wir fressen und saufen, indem ich mit dem Finger in das Futter „picke“. Auf dem Speiseplan stehen Wasser mit Traubenzucker und hartgekochte kleingehackte Eier mit Brennesseln. Dazu fein gemahlenes Hühnerfutter. hmmm, ein Festmahl für kleine Annies.

Männo, ich freu mich schon! Muss unbedingt noch ein Vorherfoto machen. Und dann wieder eins, wenn die ersten aus der Schale kommen. Hoffentlich schaffen es alle. Helfen darf man da leider nicht, so groß die Versuchung auch ist. Wer nicht alleine aus der Schale kommt, hat später kaum eine Chance zu überleben. Man kann nur das Luftloch etwas größer machen, dass sie sich beim Rauspellen etwas leichter tun. Mehr ist nicht. Die feine Haut zwischen Schale und Küken klebt am Küken. Wenn man da reißt verblutet das Kleine. Auch der Dottersack muss von alleine abgeben, sonst kommen Keime und Bakterien rein. Das Ende für so ein kleines Wesen.

Ich habe die Eier jetzt über fast 30 Tage dreimal am Tag gewendet. Immer wieder für die richtige Temperatur gesorgt und die Enteneier zwischendurch gebadet, weil sich ja die MamaEnte naß auf die Eier setzt. Die EntenEier brauchen zu richtigen Entwicklung Feuchtigkeit. Deshalb das Baden der Eier in lauwarmen Wasser. Bin gespannt, ob das diesmal geklappt hat. Bisher hatte ich noch nie Enten- und Hühnereier gleichzeitig im Apparat. Hühnereier brauchen sehr viel weniger Feuchtigkeit. Für Hühnereier reicht es, ein Schüsselchen mit Wasser mit in den Apparatur zu stellen.

Puh, das war jetzt eine ganze Abhandlung über die Kunstbrut. Hoffentlich langweile ich niemanden. Die „Poldis“ beschäftigen sich halt nicht nur mit „Wolle“.


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Weiauwei ... sagen die Rheinländer *winke*

Geschrieben von wollpoldi , 23 April 2007 · 71 Aufrufe

Die beiden AnnieNester (im alten Hühnerstall und im Öleimer) werden seit Samstag bebrütet. Im einen sind auf jeden Fall mind. 14 Eier und im anderen 7 Eier.

Kommenden Samstag müssten die Annies aus dem Brutapparat schlüpfen (etwa 50). Eine Woche später die Enten.

Peter ist grade dabei, das zweite Treibhaus aufzubauen. Dann können wir es heuer doch schon bepflanzen.

Ansonsten verlief das Wochenende - wie eigentlich jedes Wochenende oder Nachmittag im Sommer - mit Waschen, Färben, Kardieren. Ein paar neue Kreationen gibt’s auf der HP.

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Frühlingswoche.


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Seidenmischung

Geschrieben von wollpoldi , 20 April 2007 · 83 Aufrufe

Die WolleSeidenmischung ist fertig und es hat sogar auf zwei Partien gereicht. Einmal hellgraues Schaf mit hellblauer :3dance: Maulbeerseide

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und einmal natur, sprich: hellgraues Schaf mit weißer Maulbeerseide :wink2: Margrit.

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Doch, bei der Mischung werde ich bleiben. Sie hat einen Anteil von 20% Seide. Das klingt jetzt vom Gewicht her gar nicht sehr viel. Aber dadurch, dass Seide ein Leichtgewicht ist, ist das eine ganze Menge. Der Griff der Wolle ist einmalig. Kuschelweich mit Glanz – mein „liebster Wollhändler“ würde jetzt sagen mit „Lüster“. Musste sie allerdings mehrmals kardieren, damit sich die Seide relativ gleichmäßig im Vlies verteilte. Total erstaunt bin ich immerwieder darüber, was es beim mehrmaligen Kardieren an Einstreu rauswirft. Der Boden unter der Maschine ist übersät von Heu- und Strohgefitzel. Wobei ich doch schon vor und beim Waschen ordentlich auszupfe. Den Rest zupfe ich dann noch vom Vlies während es aufwickelt. Ein Wahnsinnsaufwand, aber er lohnt.

Wir sind am Überlegen, ob wir unsere zweite Kardiermaschine nicht hinter die erste stellen und zusammenschalten sollten. Im Moment verwenden wir nur die Pelztrommel davon. Das wäre dann allerdings eine Arbeit für den Winter. Das geht nicht von heute auf morgen. Der Aufwand wäre enorm. Das geht schon mit dem Abbauen der ersten Maschine los, dann müssten von der zweiten ein paar Teile weg und die beiden Maschinen dann zusammenfügen. Dann kommt die Stromversorgung für beide und und und. Ein Rattenschwanz, der immer wieder was anderes nachzieht. Im Moment kann ich mir einen Stillstand der Kardiermaschine nicht leisten.

Gestern habe ich noch eine recht große Tüte Perserkatzenhaare bekommen. Die werde ich diesmal mit Hund kombinieren. Wahrscheinlich Sammi und Malamut. Kann aber noch ein bisschen dauern, weil ich dafür die Maschine umbauen und vor allem putzen muß.






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