Der Alltag hat mich wieder.
Geschrieben von
wollpoldi
,
01 Juni 2007
·
101 Aufrufe
Nach zwei herrlich sonnigen Wochen Urlaub zu Hause begann gestern wieder mit heftigsten Regenschauern der Ernst des Lebens.
Passiert ist allerhand.
Die erste Woche war ich Chef über Haus und Hof *grins*; mein lieber Mann konnte kurz vor knapp doch noch in den Angelurlaub fahren, weil wir am Tag zuvor das neue Auto überraschenderweise bekommen haben. Das hieß für mich früh aus den Federn, die Kükens in die Sonne gebracht, Wollköpfe raus und dann in die Wolle. Gegen 22.00 Uhr habe ich dann meist die Maschinen ausgemacht und bin hundemüde in die Kiste gefallen. Da ich meist zu faul bin, mir selber was richtiges zu Essen zu machen, wenn ich alleine bin, fiel das recht sparsam aus. Wirklich aufgefallen ist mir das erst, wie ich die rappelvolle Spülmaschine ausgeräumt habe; es waren eigentlich fast ausschließlich Kaffeepötte und Eisbehälter (Marzipan mit Schokolade – lecker) drin ...
Die Küken: Deren Zahl ist mittlerweile auf ca. 50 Stück gestiegen. Alle sind wohlauf. Eine Annie
sammelt schon wieder, d.h. sie versucht es. Wir nehmen die Eier jetzt weg. Will ja schließlich keine Hühnerfarm betreiben.
Wolle:
Gewaschen - braunes Bergschaf, weiße Texel, hellgraue Wolle.
Gefärbt - Texel?wolle in orange, gelb, blau und braun. Bis auf braun wird alles mit 30% Bambus gemischt und ca. 3 x kardiert. Zweimal um die Strohfitzel rauszubringen und das dritte mal um die einzelnen Farben zusammenzubringen. Wie?, weiß ich allerdings noch nicht genau. Schwanke zwischen Schichten in ca. 100 gr-Partien oder willkürlich. In Schichten habe ich es neulich mit Babykamel, Sheepcashmere und braunem Yak versucht. Das kam toll raus. War aber nur eine Portion von ca. 500 gr – nicht der Rede wert.
Wenn die Wolle nicht so herrlich weich wäre, würde ich mir die Schinderei mit dem Waschen und mehrmaligen Kardieren nie antun. Die ist dermaßen verstroht – kein Spaß mehr.
Außerdem bin ich an WollLama gelangt. Auch voller Stroh und Staub. Da die Maschine eh ziemlich verdreckt war, habe ich die Wolle ungewaschen über die Maschine gejagt. Der Staub!!!, Ihr macht Euch keine Vorstellungen. Ohne Mundschutz war es im Raum nicht auszuhalten. Gleich über die ersten Walzen habe ich den Staubsauger gehalten, um wenigsten einen Teil des Drecks aufzufangen. Es waren nur ca. 2,5 Kilo. In größeren Mengen und im Auftrag würde ich das NIEmals machen. Ich habe sie dann noch ein zweites Mal durchgelassen und dann großzügig meinem Männe überlassen. Der hat sie vor ein paar Tagen mit unserer Putzwolle (überwiegend Edelfusseln der letzten Kardieraktionen) gemischt. Wenn auch nach anfänglichem Murren, weil man doch keine bunte Wolle in braun mischen kann – öhem, wer sagt denn so was?
Krümel. Auf jeden Fall entstand so eine kuschlig weiche Mischung in Herbstfarben.
Anschließend war zwei Tage Maschine zerlegen und Putzen angesagt.
Auch kardiert und in der Spinnwarteschleife: Weißer Sammi mit kleinen Tupfen braunem Kaschmir.
Gesponnen: Fertig ist die neue SammiMischung „Himmel über Bayern“ (weißer Sammi, z.T. dunkelblau gefärbt und verzwirnt mit einem hauchdünnen Industriegarn, in dem goldener Lurex eingearbeitet ist. 982 gr hängen jetzt beim Trocknen. Die Färbeaktion war die aufwändigste bisher, weil ich diesmal eine ganz genaue Vorstellung hatte, wie ich die Farben im Garn haben möchte
Margrit!
Die gesamte versponnene Wolle habe ich in zwei rel. gleiche Stränge gewickelt. Dann jeden extra gefärbt, in dem ich einen Teil in die Färbebrühe gehalten habe. Dabei darauf geachtet, dass der zweite Strang etwas mehr Farbe abbekommt. Dann gespült, zu Knäuel gewickelt und mit dem Industriefaden dreifach gezwirnt. Dann richtig gewaschen. Ein Mordsakt, aber die Wolle kann sich sehen lassen. Bin gespannt, wie sie verstrickt aussehen wird. Ein Muster nadle ich in jedem Fall davon. Die Wolle selber werde ich anbieten.
Angesponnen: „HundundKatz“ (weißer Sammi, grauer Husky und bunte Perserkatze).
In der zweiten Urlaubswoche kam dann ganz lieber Besuch:
ins Rheinland zum Erdweibchen! Die Zeit verging wieder wie im Flug.
Und kommenden Samstag bin ich auf Reisen
Heilbronn – ich komme! Und lerne: Gurtweben!!!
Passiert ist allerhand.
Die erste Woche war ich Chef über Haus und Hof *grins*; mein lieber Mann konnte kurz vor knapp doch noch in den Angelurlaub fahren, weil wir am Tag zuvor das neue Auto überraschenderweise bekommen haben. Das hieß für mich früh aus den Federn, die Kükens in die Sonne gebracht, Wollköpfe raus und dann in die Wolle. Gegen 22.00 Uhr habe ich dann meist die Maschinen ausgemacht und bin hundemüde in die Kiste gefallen. Da ich meist zu faul bin, mir selber was richtiges zu Essen zu machen, wenn ich alleine bin, fiel das recht sparsam aus. Wirklich aufgefallen ist mir das erst, wie ich die rappelvolle Spülmaschine ausgeräumt habe; es waren eigentlich fast ausschließlich Kaffeepötte und Eisbehälter (Marzipan mit Schokolade – lecker) drin ...
Die Küken: Deren Zahl ist mittlerweile auf ca. 50 Stück gestiegen. Alle sind wohlauf. Eine Annie
sammelt schon wieder, d.h. sie versucht es. Wir nehmen die Eier jetzt weg. Will ja schließlich keine Hühnerfarm betreiben.
Wolle:
Gewaschen - braunes Bergschaf, weiße Texel, hellgraue Wolle.
Gefärbt - Texel?wolle in orange, gelb, blau und braun. Bis auf braun wird alles mit 30% Bambus gemischt und ca. 3 x kardiert. Zweimal um die Strohfitzel rauszubringen und das dritte mal um die einzelnen Farben zusammenzubringen. Wie?, weiß ich allerdings noch nicht genau. Schwanke zwischen Schichten in ca. 100 gr-Partien oder willkürlich. In Schichten habe ich es neulich mit Babykamel, Sheepcashmere und braunem Yak versucht. Das kam toll raus. War aber nur eine Portion von ca. 500 gr – nicht der Rede wert.
Wenn die Wolle nicht so herrlich weich wäre, würde ich mir die Schinderei mit dem Waschen und mehrmaligen Kardieren nie antun. Die ist dermaßen verstroht – kein Spaß mehr.
Außerdem bin ich an WollLama gelangt. Auch voller Stroh und Staub. Da die Maschine eh ziemlich verdreckt war, habe ich die Wolle ungewaschen über die Maschine gejagt. Der Staub!!!, Ihr macht Euch keine Vorstellungen. Ohne Mundschutz war es im Raum nicht auszuhalten. Gleich über die ersten Walzen habe ich den Staubsauger gehalten, um wenigsten einen Teil des Drecks aufzufangen. Es waren nur ca. 2,5 Kilo. In größeren Mengen und im Auftrag würde ich das NIEmals machen. Ich habe sie dann noch ein zweites Mal durchgelassen und dann großzügig meinem Männe überlassen. Der hat sie vor ein paar Tagen mit unserer Putzwolle (überwiegend Edelfusseln der letzten Kardieraktionen) gemischt. Wenn auch nach anfänglichem Murren, weil man doch keine bunte Wolle in braun mischen kann – öhem, wer sagt denn so was?
Anschließend war zwei Tage Maschine zerlegen und Putzen angesagt.
Auch kardiert und in der Spinnwarteschleife: Weißer Sammi mit kleinen Tupfen braunem Kaschmir.
Gesponnen: Fertig ist die neue SammiMischung „Himmel über Bayern“ (weißer Sammi, z.T. dunkelblau gefärbt und verzwirnt mit einem hauchdünnen Industriegarn, in dem goldener Lurex eingearbeitet ist. 982 gr hängen jetzt beim Trocknen. Die Färbeaktion war die aufwändigste bisher, weil ich diesmal eine ganz genaue Vorstellung hatte, wie ich die Farben im Garn haben möchte
Die gesamte versponnene Wolle habe ich in zwei rel. gleiche Stränge gewickelt. Dann jeden extra gefärbt, in dem ich einen Teil in die Färbebrühe gehalten habe. Dabei darauf geachtet, dass der zweite Strang etwas mehr Farbe abbekommt. Dann gespült, zu Knäuel gewickelt und mit dem Industriefaden dreifach gezwirnt. Dann richtig gewaschen. Ein Mordsakt, aber die Wolle kann sich sehen lassen. Bin gespannt, wie sie verstrickt aussehen wird. Ein Muster nadle ich in jedem Fall davon. Die Wolle selber werde ich anbieten.
Angesponnen: „HundundKatz“ (weißer Sammi, grauer Husky und bunte Perserkatze).
In der zweiten Urlaubswoche kam dann ganz lieber Besuch:
Und kommenden Samstag bin ich auf Reisen








