Samstag morgen komme ich hinter in den Schafstall und sehe, dass eine meiner Mädels anfängt zu lammen. Mit Problemen rechnete ich, weil sie viel zu dick gefressen, furchtbar scheu und es das erste mal bei ihr ist.
In einem abgetrennten Teil des Schafstalls halte ich meine drei Gänse. Die sind so frech, dass sie auch zu den Schafen durchschlupfen und denen mit Gezwicke und Mordsgezeter das Körnerfutter abspenstig machen. Um dem trächtigen und übernervösen Schaf die lästigen Gänse vom Hals zu halten, wollte ich sie ins Freie lassen. Muss dafür jedoch durch den Schafstall, weil ich die Tür von draußen nicht öffnen kann. Dadurch fühlte sich das Mutterschaf gestört und hatte keine Lust mehr, ihr Kleines auf die Welt zu bringen. Schafe können die Geburt um Stunden verzögern. Was auch zu Komplikationen führen kann. Vor allem beim ersten Mal. Gut, Gänse raus, Schafe alle beieinander, Ruhe war eingekehrt.
Von da ab bin jede ½ Stunde hinter in den Stall und habe nachgesehen, ob alles in Ordnung ist. Das ging bis ca. 16.00 Uhr. Dann lag Mama Schaf und hatte die ersten Wehen. Das dauerte und dauerte, ich war schon fast so weit, den Tierarzt zu holen. Dann auf einmal kam das Köpfchen auf den Vorderfüßchen zum Vorschein und kurz drauf erblickte das kleine Lämmchen das Licht der Welt. Bilderbuchgeburt. Und die Mama: interessiert sich nicht die Bohne für ihr Kleines. Hab dem Kleinen dann die Nase freigemacht und der Mama vor die Schnauze gelegt zum Trockenschlecken. Nichts. Interessiert sich nicht für ihr Kind. Habe dann das Kleine mit Stroh trockengerubbelt, ein schönes Heubett gebaut und reingelegt. Vorsichtig die Mutter zu ihrem Kleinen getrieben. Was macht die: die frisst das Heubett!!! Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon wieder alle paar Stunden mit der Milchflasche laufen. Gerüstet für solche Fälle bin ich immer. Wie das Heu dann weggefressen war, fand sie ihr Kind und schleckt es. Das war die halbe Miete. Sie verstößt es nicht! Habe die beiden dann in Ruhe gelassen und erst nach einiger Zeit wieder nach ihnen gesehen. Sie lagen aneinandergekuschelt, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass das kleine schon getrunken hätte. Gerade die erste Milch ist überlebensnotwendig. Erst dann macht Flaschenfütterung Sinn. Ich natürlich wieder allein zu Haus.
Also Mamaschaf gefangen – gar nicht so einfach, weil groß, widerspenstig und saumäßig schwer. Auf den Hintern gesetzt. Gleichzeitig mit der anderen Hand nach dem Lämmchen gefischt und dem kleinen erstmal gezeigt, wie fein so eine Milchbar ist. Das Kleine hatte den Dreh auch recht schnell raus. Mama blieb eingeklemmt zwischen meinen Beinen notgedrungen sitzen. Mein Muskelkater nach Monaten des Faulenzens ist beispiellos.
Bevor ich dann ins Bett bin gabs noch eine Spritze (ins Maul) mit Traubenzuckerlösung für das Kleine. Am Sonntag morgen stand es dann schon bei Mama und die kümmert sich rührend um ihren Nachwuchs. Alles noch mal gutgegangen.
Nicht gut ausgegangen ist ein Autounfall, den mein Mann zur gleichen Zeit aufnehmen musste. Auf der A 7 fuhr ein Angetrunkener mit ca. 180 Stundenkilometern. Hinten zwei kleine Kinder im Auto. Der kam wohl irgendwie ins Schleudern, traf die Mittelschutzleitplanke. Die bricht und fliegt in den Gegenverkehr. Dort durchbohrt sie ein entgegenkommendes Auto und trifft den Fahrer tödlich. Mit in diesem Auto: Frau und Kind. Der Unfallverursacher hatte nicht eine Schramme. Die Kinder gottseidank auch nicht.
Mit meiner Meinung dazu halte ich mich hier lieber zurück.
Gestern war dann die Nachfeier zum 85. meiner Mutter. Es war ein richtig gemütlicher Nachmittag mit lieben Verwandten. Am Abend haben wir uns dann wieder von Peter bekochen lassen. Der das für 7 Personen mal wieder mit Bravour gemeistert hat!!!
Allzu spät wurde es nicht, weil unsere Gäste noch eine lange Heimfahrt hatten und Nadine heute auch wieder arbeiten musste. Wir zwei haben dann den Abend gemütlich vor der Glotze ausklingen lassen.
Wolltechnisch bin ich nur am Samstag zwei Sammispulen weitergekommen. Hoffe bis zum Wochenende mit der weißen fertig zu werden, die ich dann gleich noch mal mit dem silbernen Lurex durchlassen werden. Dann geht’s mit der grauen weiter, die ich dann nach und nach mit der weißen zwirnen möchte.
Zwei Hundewollekardieraufträge stehen an. Ich brauch im Moment so lange zum Heizen, bis der Raum einigermaßen Maschinenwohlfühltemperatur hat. Meist schaffe ich das am Nachmittag nicht. So kann es evtl. Wochenende werden, bis wir kardieren können. Man wird sehen ...
Habt eine schöne Woche!!!
In einem abgetrennten Teil des Schafstalls halte ich meine drei Gänse. Die sind so frech, dass sie auch zu den Schafen durchschlupfen und denen mit Gezwicke und Mordsgezeter das Körnerfutter abspenstig machen. Um dem trächtigen und übernervösen Schaf die lästigen Gänse vom Hals zu halten, wollte ich sie ins Freie lassen. Muss dafür jedoch durch den Schafstall, weil ich die Tür von draußen nicht öffnen kann. Dadurch fühlte sich das Mutterschaf gestört und hatte keine Lust mehr, ihr Kleines auf die Welt zu bringen. Schafe können die Geburt um Stunden verzögern. Was auch zu Komplikationen führen kann. Vor allem beim ersten Mal. Gut, Gänse raus, Schafe alle beieinander, Ruhe war eingekehrt.
Von da ab bin jede ½ Stunde hinter in den Stall und habe nachgesehen, ob alles in Ordnung ist. Das ging bis ca. 16.00 Uhr. Dann lag Mama Schaf und hatte die ersten Wehen. Das dauerte und dauerte, ich war schon fast so weit, den Tierarzt zu holen. Dann auf einmal kam das Köpfchen auf den Vorderfüßchen zum Vorschein und kurz drauf erblickte das kleine Lämmchen das Licht der Welt. Bilderbuchgeburt. Und die Mama: interessiert sich nicht die Bohne für ihr Kleines. Hab dem Kleinen dann die Nase freigemacht und der Mama vor die Schnauze gelegt zum Trockenschlecken. Nichts. Interessiert sich nicht für ihr Kind. Habe dann das Kleine mit Stroh trockengerubbelt, ein schönes Heubett gebaut und reingelegt. Vorsichtig die Mutter zu ihrem Kleinen getrieben. Was macht die: die frisst das Heubett!!! Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon wieder alle paar Stunden mit der Milchflasche laufen. Gerüstet für solche Fälle bin ich immer. Wie das Heu dann weggefressen war, fand sie ihr Kind und schleckt es. Das war die halbe Miete. Sie verstößt es nicht! Habe die beiden dann in Ruhe gelassen und erst nach einiger Zeit wieder nach ihnen gesehen. Sie lagen aneinandergekuschelt, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass das kleine schon getrunken hätte. Gerade die erste Milch ist überlebensnotwendig. Erst dann macht Flaschenfütterung Sinn. Ich natürlich wieder allein zu Haus.
Also Mamaschaf gefangen – gar nicht so einfach, weil groß, widerspenstig und saumäßig schwer. Auf den Hintern gesetzt. Gleichzeitig mit der anderen Hand nach dem Lämmchen gefischt und dem kleinen erstmal gezeigt, wie fein so eine Milchbar ist. Das Kleine hatte den Dreh auch recht schnell raus. Mama blieb eingeklemmt zwischen meinen Beinen notgedrungen sitzen. Mein Muskelkater nach Monaten des Faulenzens ist beispiellos.
Bevor ich dann ins Bett bin gabs noch eine Spritze (ins Maul) mit Traubenzuckerlösung für das Kleine. Am Sonntag morgen stand es dann schon bei Mama und die kümmert sich rührend um ihren Nachwuchs. Alles noch mal gutgegangen.
Nicht gut ausgegangen ist ein Autounfall, den mein Mann zur gleichen Zeit aufnehmen musste. Auf der A 7 fuhr ein Angetrunkener mit ca. 180 Stundenkilometern. Hinten zwei kleine Kinder im Auto. Der kam wohl irgendwie ins Schleudern, traf die Mittelschutzleitplanke. Die bricht und fliegt in den Gegenverkehr. Dort durchbohrt sie ein entgegenkommendes Auto und trifft den Fahrer tödlich. Mit in diesem Auto: Frau und Kind. Der Unfallverursacher hatte nicht eine Schramme. Die Kinder gottseidank auch nicht.
Mit meiner Meinung dazu halte ich mich hier lieber zurück.
Gestern war dann die Nachfeier zum 85. meiner Mutter. Es war ein richtig gemütlicher Nachmittag mit lieben Verwandten. Am Abend haben wir uns dann wieder von Peter bekochen lassen. Der das für 7 Personen mal wieder mit Bravour gemeistert hat!!!
Allzu spät wurde es nicht, weil unsere Gäste noch eine lange Heimfahrt hatten und Nadine heute auch wieder arbeiten musste. Wir zwei haben dann den Abend gemütlich vor der Glotze ausklingen lassen.
Wolltechnisch bin ich nur am Samstag zwei Sammispulen weitergekommen. Hoffe bis zum Wochenende mit der weißen fertig zu werden, die ich dann gleich noch mal mit dem silbernen Lurex durchlassen werden. Dann geht’s mit der grauen weiter, die ich dann nach und nach mit der weißen zwirnen möchte.
Zwei Hundewollekardieraufträge stehen an. Ich brauch im Moment so lange zum Heizen, bis der Raum einigermaßen Maschinenwohlfühltemperatur hat. Meist schaffe ich das am Nachmittag nicht. So kann es evtl. Wochenende werden, bis wir kardieren können. Man wird sehen ...
Habt eine schöne Woche!!!


