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Miss Ellie



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Miss Ellie als Skinhead

Geschrieben von Miss Ellie , 02 Oktober 2009 · 176 Aufrufe

Nu isses soweit, sie sind ab. Nachdem ich seit Tagen morgens beim Kämmen Haarbüschel in der Hand hatte, habe ich meine Resthaare scheren und die Perücke anpassen lassen. Morgens beim Waschen sehe ich meinen bis auf kleine Stoppeln kahlen Kopf im Spiegel. Ja, da ist die ganze Schönheit meiner Ohren zu ahnen. Und nun wirds aber sowas von Zeit, endlich an die erste Mütze zu gehen! Heute abend fange ich an.

Übrigens muss ich die Beine trotzdem noch rasieren, ich fasse es nicht. Wenns nach mir gegangen wäre, dann wären die Haare verschwunden in dieser Reihenfolge:
Nasenhaare,
Oberlippenbart,
Haare am unteren hinteren Ende,
Haare am unteren vorderen Ende,
Achselhaare,
sonstige Körperhaare,
Kopfhaare,
Augenbrauen,
Wimpern.


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Zeitnot aber gute Laune

Geschrieben von Miss Ellie , 01 Oktober 2009 · 186 Aufrufe

Da ich am letzten Donnerstag beschlossen hatte, gesund genug zum Arbeiten zu sein, bin ich am Freitag ins Büro zurückgekehrt. Anfänglich hat sich kaum einer getraut, mir mit Arbeit zu kommen, alle fragten wiederholterweise, ob ich mich auch wirklich stark genug fühle ... aber nun ist die Normalität wieder da und ich habe reichlich zu tun. Also gehabterweise morgens aus dem Haus, abends nach sieben heim. Gestrickt habe ich nicht so sehr viel, ich bin beim quer angestrickten Taillenbund meiner orange Jacke, und ich habe einen groben Fehler gemacht, nämlich nicht von der linken, sondern von der rechten Seite angestrickt, drum sieht es unmöglich wulstig aus, was mir nicht gefällt, aber zum Ribbeln habe ich null Lust *humpf*. Sollte wirklich besser erstmal eine Mütze stricken.
:roll:


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Fair Isle

Geschrieben von Miss Ellie , 25 September 2009 · 128 Aufrufe

Zwar kann ich nicht mehrfarbig stricken, das hindert einen aber nicht daran, soch über das Thema zu belesen, zum beispiel hier:
http://www.amazon.de...x_ya_oh_product

... kam ich nicht dran vorbei ... kommt im November *freu*


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Orange Jacke / aus fehlern lernen

Geschrieben von Miss Ellie , 24 September 2009 · 145 Aufrufe

*freu* der Cardigan wird was, macht sich gut. Ich habe schon in Rumpf und Ärmel geteilt. Und da hatte ich angesichts der langen Ödnis von umzig Reihen rechtsverschränkt-linksglatt-Gestricktem eine ganz, ganz tolle Idee. Ich machte Zöpfchen unter die Achseln und ein allerliebstes Müsterlein auf den Rücken. So ein Einzelmustermotiv. Wo findet man Einzelmustermotive mit verschränkten Maschen, die nett und originell aussehen? Ha! Ganz einfach! In "Bäuerliches Stricken" gibts die zuhauf. Ich habe einfach einen Strumpfzwickel zweckentfremdet. Ist das genial oder ist das genial? Dochja, in aller Bescheidenheit. Also mit Feuereifer losgestrickt. Verschränkte und verkreuzte Maschen. Jede reihe zu mustern. Ich verkreuzte auf den Rückreihen, und wendete und schaute nochmal auf die Vorderseite, und verfranste mich zuerst ein wenig, dann hoffnungslos, sodass aus dem Zwickel eine Zwickelvariante wurde, und sah ein, dass Elizabeth Zimmermann mit ihrem Ausspruch: wenn dir dein Verstand lieb ist, zopfe nie auf der Rückseite der Arbeit! Recht hatte.
Humpf.
Trotzdem eine schöne Jacke.
Meine Blutwerte sind in Ordnung, nun darf ich wieder in die weite Welt hinaus :3dance:


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neuer kürbisfarbener Cardigan

Geschrieben von Miss Ellie , 21 September 2009 · 207 Aufrufe

Es gibt einen Pullover, den ich so oft getragen habe, dass er ganz verfilzt und verpillt ist. Ich finde ihn schön, aber wenn man genau hinguckt, sind da mehrerere Fehler drin. Erstens ein Partiewechsel, das Rückenteil hat eine andere Farbe, und bei den Wäschen hat sich das nicht angeglichen, sondern es ist weiter ausdifferenziert. Zweitens, der Pullover hat Seitennähte, die sich schief ziehen. Drittens, die Passe sitzt suboptimal. Wie auch immer, ich will ihn nochmal stricken und hatte dafür vor einem jahr schon Garn gekauft. Und dann war mir die Vorstellung, ein Teil einfach nachstricken zu sollen, so öde, dass ich es gelassen habe. Nee, ich mag nicht noch einen solchen Pullover stricken. Stattdessen habe ich ein Variante des orangen Lieblingspullovers als Cardigan begonnen. Schnell ausgerechnet, mit Feuereifer losgelegt, hey super, Nadelstärke 5, machte Spaß. Nach drei Tagen und nachdem jeder, der die begonnene Passe zu gesicht kriegte, vorsichtig fragte: sitzt das denn? Das sieht aber eng aus .... musste ich einsehen, dass ich mich bei meinen Berechnungen verkalkuliert hatte, aber komplett. Also habe ich gestern geribbelt. Und nun stricke ich nach den neuen, soliden und hoffentlich richtigen Berechnungen. Abenteuer Design ......
Mein Myrtle Leaf Schal aus dem Victorian Lace Buch ist fertig gestrickt, ich hatte am Donnerstag die erste Chemo, saß 4 1/2 Stunden lang an Tröpfen und konnte mithin 4 1/2 Stunden lang stricken. Nun muss ich den Schal noch spannen. Ich war die Einzige in der Onkologischen Ambulanz, die strickte. Verstehe ich nicht.


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vielenDank

Geschrieben von Miss Ellie , 16 September 2009 · 135 Aufrufe

veilen Dank an alle für die guten Wünsche und die Teilnahme! Ich schreibe noch mehr über das Thema, muss das aber noch tippen, was ich gesammelt habe. Jetzt mache ich mich auf den Weg zur Klinik wg. Port setzen.
Vorab: ich habe alle UNtersuchungen wahrgenommen, und den Knoten habe ich selbst gefunden, er saß recht weit außen und war berührungsempfindlich.
Der Braune Schal geht dem Ende zu. Es wird auch allmählich öde. Und die orange Jacke habe ich angefangen.
LG Miss Ellie


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Sommerarbeit und Neues vom Tage/ rosa Schleife

Geschrieben von Miss Ellie , 09 September 2009 · 416 Aufrufe

Schrob ich schon, dass ich einen Schal aus "Victorian lace Today" stricke? Myrtle Leaf heißt er. Ich bin bei der Randborte, etwa zur Hälfte. Außerdem strickte ich im Urlaub eine kleine rosa Jacke für die Tochter von Bekannten. Es war heiß an der Adria, das reduzierte die Schaffenslust. Und die Laune war nicht so gut, wie man es im Urlaub erwarten könnte, ich hatte einen Knoten in der Brust und erst nach dem Urlaub einen Termin für die Gewebeuntersuchung bekommen. Tja, es ist Brustkrebs. Ich war zweimal in der Klinik, nach dem ersten mal musste noch nachgeschnitten werden. Sonst haben sie nichts gefunden, möge es so bleiben. Wenn die OP-Wunden verheilt sind, geht es weiter mit Chemo und Antikörpertherapie und Bestrahlung, Freitag weiß ich mehr über die Termine etc. Ja, alles nicht so schön, hätte aber andererseits auch schlimmer kommen können.
Nach der Botschaft, dass sie noch ein zweites mal schneiden/ operieren müssen, war ich ziemlich angefressen, und musste leider dringend in den karstadt gehen und 800 Gramm DIANDRA in Dunkelbraun kaufen, es war ein Sonderangebot und sowieso und überhaupt. Ich war auch gehörig angefressen über die Aussicht auf drei Monate Chemo, naja, was solls. Drei Monate keine Beine, Achseln etc rasieren! Keine Augenbrauen zupfen! keine Nasenhaare schneiden! Keine Matscherei mit Henna auf dem Kopf! Es heißt, da gehts einem schlecht. Na, ich habe mir die Chemopatientinnen auf dem Kliniksgelände angesehen, also abgemagert sehen die nicht aus, es kann ihnen doch wohl nicht die ganze zeit schlecht gehen. Wie auch immer, ich brauche Anleitungen für Chemohelme und -Käppis.
Den großen schwarzen Männerpullover habe ich fertig und abgeliefert! Nun denke ich über eine orange Wolljacke aus gebunkertem Merino Extra Big nach.


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leider

Geschrieben von Miss Ellie , 18 August 2009 · 131 Aufrufe

Übrigens war ich bis Sonntag drei Wochen lang im Urlaub, und ab morgen bin ich wieder nicht da. Im Krankenhaus. Leider!


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Anzahl Angefangener/ ORDNUNG im Leben

Geschrieben von Miss Ellie , 18 August 2009 · 190 Aufrufe

Welche maximale Zahl an angefangenen Projekten hattet Ihr je oder habt Ihr derzeit in Arbeit? Ab welcher Anzahl Projekte fühlt Ihr Euch dabei unbehaglich?

Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage!


Ich denke darüber nach, wann die Einsicht, dass Angesammeltes aufgeräumt werden muss, zuerst in mein Leben trat. Jetzt mal nicht bezüglich der Strickwerke, sondern allgemein und überhaupt. Ob ich da schon acht war oder jünger. Wahrscheinlich jünger. Puppenkleidchen in einem Korb, die sich ineinander knäuelten. Bildchen aus Wundertüten, bei denen ich nicht sicher war, ob ich sie sammeln sollte oder nicht. Ich hatte einen Schrank mit einer Kleiderstange links und Fächern rechts. Eins der Fächer hatte eine Klappe, die die schlimmste Unordnung verbarg. Eins befand sich ganz tief unten auf Bodenniveau. Dinge, über deren Status ich nicht entscheiden mochte oder konnte, stopfte ich in eines der beiden Fächer. Von dem Schrank habe ich oft geträumt. In dem unteren Fach lagen Bilder, die ich geschenkt bekommen hatte, Sammlungen von Streichholzschachteldeckeln oder Ähnlichem. Eine liebe Verwandte hatte sie mitgebracht, mit der Bemerkung " die Kinder müssen doch was sammeln". Ich konnte damit gar nichts anfangen, aber wegwerfen ging nicht wegen persönlicher Sympathie und Tante-nicht-kränken-wollen. Also fühlte ich mich schuldig, weil ich nicht das Kind war, das sie erwartet hatte.
Mittlerweile weiß ich, dass die verknäuelten Zustände Lebensphasen markieren. Dass auch die vollständige Ordnung in allen Bereichen allenfalls eine Phase ist, nämlich Aufbruch. Ich hatte früher eine Kollegin, die auf alles eine Antwort parat hatte, und egal, worüber die Rede ging, sie hatte die betreffende Frage am allerbesten gelöst. Über alles hatte sie nachgedacht und ein Konzept entworfen, geprüft und gestempelt. Bei ihr herrschte Ordnung von der totalitären Sorte. Leben wurde sequentiell abgewickelt, eins nach dem anderen. Zur Phase "Familie und Kinder" ist sie, wohl auch aus diesem Grunde, nicht gekommen.
"Erst mache ich das Angefangene fertig, bevor ich was neues beginne", das häte meine Exkollegin sicher unterschrieben. Im Prinzip ist da ja auch was dran. In der Praxis sind ungeplant hereinbrechende neue Interessen aber leben live. Immer nur Pflichten erledigen macht mürrisch und faltig. Immerhin habe ich es aber zu dem grundsatz gebracht, Maschenproben sofort fertigzustricken und abzuketten, sie nicht auf den Nadeln zu lassen.
Was ich derzeit in Arbeit habe .... ein schwarzer Herrenpullover, bei dem Fäden vernäht werden müssen. Ein weißer Rock, an den ich ein Oberteil dranstricke. Ein brauner Schal. Ein apricotfarbener Schal für unterwegs. Gar nicht mal soviel, wie? Der Rest ist Maschenprobe cum Skizze.


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Fast!

Geschrieben von Miss Ellie , 22 Juli 2009 · 178 Aufrufe

Potzblitz! Schockschwerenot! Nicht mehr lange, und das schwarze Loch liegt hinter mir. Letzte Chance, darüber zu jammern, wie furchtbar ich mich damit gequält habe. Also. Jetzt.

Schwarze Strickstücke zusammennähen ist noch viel widerwärtiger und anstrengender als sie zu stricken!

Aber ich habe beide Ärmel zusammengenäht und einen davon eingenäht, ehe mir die Augen weh taten und ich müde wurde. Heute abend den Rest. Zweiten Ärmel einnähen, Halsbündchen abketten, paar Fäden vernähen.
es grüßt Miss Ellie, Heldin der Arbeit






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