Nachdem rings um mich das Webfieber ausgebrochen ist und ich mich weigere, damit auch noch anzufangen (akuter Zeitmangel), ist mir einmal mehr in den Sinn gekommen, dass ich doch mit den Strickmaschinen auch weben bzw. webstricken kann.
Einfache, gerade Stücke habe ich damit zwar schon probiert, aber so richtig was mit Passform, nein, da habe ich mich die ganze Zeit nicht ran getraut und für einen Pulli sind mir die Sachen einfach zu dick.
So ganz langsam ist dann die Idee mit der Jacke gereift. Tailliert mit Reverskragen sollte es werden. Wie schon erwähnt habe ich hier mit Wolle probiert und dort versucht, bis mir diese Kombination gefiel und mit Big Brother auch zu verarbeiten war.
Die
Basiswolle ist auberginfarbene Schurwolle, die ich vor Jahren mal bei
Traub mitgenommen habe. Als Pulli absolut nicht zu tragen, das sie recht kratzig ist - und wenn ich das sage, will es was heissen

Verwebt habe ich handgesponnenes Babycamelvlies, das mich bei
Gabi mal angesprungen hat und aus welchen Gründen auch immer einen Drall entwickelt hat, sobald ich es normal verstrickt habe. Merkwürdigerweise war der Strang gänzlich ausgewogen
Die Blenden habe ich kraus rechts von Hand angestrickt, Ärmel und untere Kante mit Krebsmaschen umhäkelt.
Insgesamt wiegt die Jacke 900 g, wobei der größere Anteil am Schurwollgarn hängt. Genau sagen kann ich die Aufteilung allerdings nicht mehr, da der ganzen Geschichte einige Proben vorausgegangen sind.
Noch wirkt sie etwas steif und bockig, aber von der Maschenprobe weiss ich, dass sich das legen wird

Ausnahmsweise musste mal der Selbstauslöser herhalten.
Mit Friedolin und im Freien kann man die Farben besser erkennen.
Ich hoffe, man kann Farben usw. erkennen.
Jetzt überlege ich, ob ich noch einen Gürtel krausrechts dazu stricke