Die hatte sich wunderschöne Wolle in einem Superblau mitgebracht, aus einem Urlaub in der Schweiz. Die hat sie gesponnen und sich daraus eine Jacke gestrickt.
Als das Tochterkind der Frau die Jacke entdeckt hat und für ein Fotoshooting auch anprobieren durfte, hat sich diese darin verliebt. Die Tochter bettelte um die Jacke und weil die Mutter die Tochter lieb hat, hat sie ihr die Jacke abgetreten. Schließlich konnte sie sich eine neue stricken, zwar nicht aus der gleichen Wolle, aber irgendwas in der Art, so dachte sie, würde ihr sicher über den Weg laufen.
Es ergab sich, dass die Frau bei einem Wollhändler auf Wolle stieß, die genau die Farbe hatte und auch in etwa die gleich Stärke war, so dachte sie, und nahm die Wolle mit. Wie sich daheim herausstellte war dem doch nicht so und die Wolle wurde lange Zeit eingelagert, bis der Frau eine passende Jackenanleitung in die Hände fiel. Schnell wurde die Jacke gestrickt und für die ersten kühlen Tage aufgehoben.
Endlich, nach einigen Wochen des Wartens, war der Tag gekommen, an dem die Jacke das erste Mal ausgeführt wurde. Zum Lüften wurde sie nach draußen gehängt.
Es ergab sich, dass an dem Tag eine liebe Freundin zu Besuch kam und die Jacke sah. Sie bat darum, diese anprobieren zu dürfen, was ihr selbstverständlich gewährt wurde. Die Freundin der Frau verliebte sich, wie das Tochterkind zuvor, in die neue blaue Jacke. Und weil die Frau auch die Freundin lieb hat, hat sie auch diese Jacke abgetreten.
Die Moral von der Geschicht: Ich stricke mir keine Jacke mehr in dieserFarbe!
















