Hallo Ihr,
als "Lebensart" gefällt mir wesentlich besser, als Sucht, denn "süchtig" hat für mich nach wie vor etwas sehr negatives und ich wundere mich oft, wie unbedacht (aus meiner Sicht) dieser Begriff im Zusammenhang mit kreativer Begeisterung benutzt wird.
(Habe im Herbst mit dem Handspindeln begonnen und sein ca 3 Wochen 1 - nein mittlerweile 2 Spinnräder, das 2. war unbedingt nötig, weil meine Tochter (11) und ich dann gemeinsam vor uns hinspinnen können.)
Wie der Auszug sein muss, damit das Garn eine bestimmte Dicke erhält, habe ich auch noch nicht ganz raus. Erst wollte ich auf dem Rad immer ganz dünn spinnen. Nun, das fertig gezwirnte Garn werde ich wohl mit ultradünnen

4-5mm Nadeln dicht verstricken können, so wie es aussieht.
Gestern dachte ich dann: Gut, dann plane ich jetzt gleich, das nächste Garn dick zu spinnen und für eine gestrickfilzte Handtasche zu verwenden. Und siehe da, jetzt wird es plötzlich wirklich ultradünn und ich muss mir ein anderes Projekt für meine jetzige Wolle ausdenken.
Ich glaube fast, Wolle hat ein Eigenleben und wird einfach so, wie sie will. Nun, Übung macht wohl auch hier den Meister.
Vielleicht helfen Dir aber meine gegenwärtigen Anfänger-Beobachtungen auch noch ein bisschen:
Man kann eher mehrere Wollfasern (sollte dickerer Faden werden) ausziehen und mit VIEL Drall sehr dünn spinnen, also so, dass der Single dünn aussieht. Zwirnt man das dann, drehen sich die Fasern wieder zurück und auseinander und der Single ist im verzwirnten Zustand plötzlich wieder viel dicker. Da kommt dann natürlich noch der andere Single dazu, der es noch dicker macht. Ich glaube, deshalb ist mein dünn gesponnenes Garn am Ende so dick geworden.
Vielleicht entpuppt sich Dein Garn auch noch als dicker, als Du denkst?
Viele Grüße und viel Spaß beim Spinnen
Hummelbrummel
Bearbeitet von Hummelbrummel, 08.07.2011 - 11:54.