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Vampis erste Versuche


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6 Antworten in diesem Thema

#1 vampi sheep

vampi sheep

    Gerade reingestolpert

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Geschrieben 07.07.2011 - 13:27

Hallo Ihr Lieben,

bin ich froh, dieses Forum gefunden zu haben :)

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen bei einem (Anfänger-)Problem?

Soeben ist der Karton mit meiner ersten Handpindel angekommen (freu) und etwa Wolle zum testen. Ich hab mir bei Youtube angeschaut, wie man spinnt und geb mir große Mühe, alles so nachzumachen

Nun mein Problem: "schwangere Regenwürmer" hab ich nur in den ersten 5 Minuten hinbekommen. Inzwischen wird mein Garn beim spinnen so dünn, dass man es schier als Nähgarn hernehmen könnte o.O??? Ich mag doch aber dicke Schafwolle zum stricken spinnen ??? Was mach ich denn falsch, wieso wird das so dünn???


Liebe Grüße

Vampi
...derzeit voller Wollflusen :)

#2 Mallory

Mallory

    Profi

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Geschrieben 07.07.2011 - 19:21

Hallo Vampi,
zunächst wird das Garn natürlich wesentlich dicker, wenn Du es nach dem Spinnen verzwirnst (macht man üblicherweise).
Das verzwirnte Garn wickelst Du dann auf einen Strang, machst es gründlich nass und klopfst es am Badewannenrand oder am Balkongeländer kräftig aus. Dadurch wird es schön plustrig und fluffig und sieht gleich noch ein bisschen dicker aus.
Wenn es Dir dann allerdings immer noch zu dünn ist, dann hast Du wahrscheinlich zu stark ausgezogen beim Spinnen - das ist leider eine typische Spinnerinnen-Krankheit: dünn spinnen ist einfacher als dick spinnen ... Da hilft nur Übung. Nicht so stark ausziehen und nicht so stark drallen lassen.

Viel Erfolg wünscht
Anna

#3 vampi sheep

vampi sheep

    Gerade reingestolpert

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Geschrieben 07.07.2011 - 19:45

Hallo Anna,

vielen lieben Dank für Deine Antwort ;)

Ich denk, dass ich wahrscheinlich zu viel dralle, Abschnittsweise hab ich ogar schon schönes Garn hinbekommen *freu*

Kann es sein, dass Spinnen süchtig macht? Das macht so Spaß, es ist zwar ein heißer Sommerabend aber ich könnt die ganze Zeit auf der Terrasse weiter spinnen, bin schon von oben bis unten voller Merinoflusen (muss ich mir merken>keine schwarzen Sachen anziehen zum spinnen :) )

Freu mich schon drau, wenns ans verzwirnen geht.

We lange spinnst Du schon? Mit Handspindel oder Spinnrad?

Liebe Grüße
Vampi
...die momentan vom Spinnrad erst mal nur träumen kann ;)

#4 Mallory

Mallory

    Profi

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Geschrieben 07.07.2011 - 20:44

Ich kann nur bestätigen, dass Spinnen süchtig macht...

Habe 2007 mit einem ersten (gebrauchten) Spinnrad aus Holland begonnen, inzwischen habe ich drei. Und Handspindeln auch eine ganze Menge ...
Obwohl ich nicht wirklich gut spinnen kann (meine regelmäßigen Krampfanfälle sind in meinem Blog nachzulesen) kann ich es einfach nicht lassen. Ursprünglich habe ich mit Spinnen angefangen, weil ich dachte, dann kaufe ich weniger Wolle. Denkste! Ich horte ganze Schafberge :titanic:

Liebe Grüße von Anna

#5 Herzdame

Herzdame

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Geschrieben 08.07.2011 - 07:09

Also Mallory, wirklich! Eingefügtes Bild
Spinnen macht doch nicht süchtig! So ein Unsinn...

Eingefügtes Bild

Also bei mir (seit letzter Woche hat sich meine Herde um ANNA von Tom Walther vergrößert) hat es dazu geführt, dass ich außer SoWo gar keine Garne mehr kaufe. Das mach ich alles selbst. Und ich hab ne Menge davon... uiuiui. Dazu kommt dann irgendwann das Selbst-färben, das Selbst-mit-Pflanzenfarben-färben, das Die-Wolle-vom-Nachbarschaf-waschen-kardieren-spinnen, die englischen Wollkämme... puh, nein, das ist keine Sucht, dass ist eine Lebensart!

Ich hab gerade herrlich weiches Alpaka (21 mic) auf den Nadeln. Von einem Hengst aus der Zucht "Alpakas des Westens" namens Ikarus. Dreifach gezwirnt und sehr dünn. Daraus mach ich den Dunes aus der Knitty...

He, Vampi, wenn du schon soooo schnell über das Schwangere-Regenwürmer-Stadium raus bist, dann hast du einen herrliche Spinnerkariere vor dir. Ist echt ein tolles Hobby... und wenn du spindeln kannst, dann kommst du auch mit einem Rad zurecht. Wo wohnst du denn? Bei dir in der Nähe gibts doch sicher auch eine Spinngruppe, die sich regelmäßig trifft. Mir hat das damals riesig geholfen!

LG;
Dags

#6 Hummelbrummel

Hummelbrummel

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Geschrieben 08.07.2011 - 11:52

Hallo Ihr,

als "Lebensart" gefällt mir wesentlich besser, als Sucht, denn "süchtig" hat für mich nach wie vor etwas sehr negatives und ich wundere mich oft, wie unbedacht (aus meiner Sicht) dieser Begriff im Zusammenhang mit kreativer Begeisterung benutzt wird.

(Habe im Herbst mit dem Handspindeln begonnen und sein ca 3 Wochen 1 - nein mittlerweile 2 Spinnräder, das 2. war unbedingt nötig, weil meine Tochter (11) und ich dann gemeinsam vor uns hinspinnen können.)

Wie der Auszug sein muss, damit das Garn eine bestimmte Dicke erhält, habe ich auch noch nicht ganz raus. Erst wollte ich auf dem Rad immer ganz dünn spinnen. Nun, das fertig gezwirnte Garn werde ich wohl mit ultradünnen Eingefügtes Bild 4-5mm Nadeln dicht verstricken können, so wie es aussieht.

Gestern dachte ich dann: Gut, dann plane ich jetzt gleich, das nächste Garn dick zu spinnen und für eine gestrickfilzte Handtasche zu verwenden. Und siehe da, jetzt wird es plötzlich wirklich ultradünn und ich muss mir ein anderes Projekt für meine jetzige Wolle ausdenken.
Ich glaube fast, Wolle hat ein Eigenleben und wird einfach so, wie sie will. Nun, Übung macht wohl auch hier den Meister.

Vielleicht helfen Dir aber meine gegenwärtigen Anfänger-Beobachtungen auch noch ein bisschen:

Man kann eher mehrere Wollfasern (sollte dickerer Faden werden) ausziehen und mit VIEL Drall sehr dünn spinnen, also so, dass der Single dünn aussieht. Zwirnt man das dann, drehen sich die Fasern wieder zurück und auseinander und der Single ist im verzwirnten Zustand plötzlich wieder viel dicker. Da kommt dann natürlich noch der andere Single dazu, der es noch dicker macht. Ich glaube, deshalb ist mein dünn gesponnenes Garn am Ende so dick geworden.
Vielleicht entpuppt sich Dein Garn auch noch als dicker, als Du denkst?

Viele Grüße und viel Spaß beim Spinnen

Hummelbrummel

Bearbeitet von Hummelbrummel, 08.07.2011 - 11:54.


#7 gabypsilon

gabypsilon

    Newbie

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Geschrieben 10.07.2011 - 09:52

Hallo Ihr,

als "Lebensart" gefällt mir wesentlich besser, als Sucht, denn "süchtig" hat für mich nach wie vor etwas sehr negatives und ich wundere mich oft, wie unbedacht (aus meiner Sicht) dieser Begriff im Zusammenhang mit kreativer Begeisterung benutzt wird.


Ja, wenn Du erst mal das Spinnen angefangen hast, dann wirst Du eine rasante Zunahme Deiner Hobbies erleben, färben mit allem möglichen und irgendwie muss die ganze Wolle ja verarbeitet werden, ich fange jetzt mit weben an, das ist ein Selbstläufer. Und es macht soooooooo viel Spaß, wenn man Wolle bei der Schur direkt am Schaf abholt und dann weiter verarbeitet, man hat dann den Vorbesitzer seines Pullovers ja persönlich gekannt :biggrin::biggrin:




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