Hallo Ihr Lieben,
wirklich spannend, Eure vielseitigen Reflektionen zu lesen. Fast alles, was Ihr so
erzählt, kommt mir auch sehr bekannt vor.
Wie ich das
Stricken erlebe, hat sich das in meinen 45 Jahren Praxis immer wieder
gewandelt - genauso wie ich selbst. Auch die
Motivation war in verschiedenen
Lebensphasen immer wieder eine andere.
"Haben wollen" denke ich, ist sicherlich ein Grundmotor. Aber wenn nicht irgend eine
Art "guter Gefühle", sprich Wohlbehagen beim Stricken selbst dazu kommt, wird
man/frau früher oder später es sein lassen.
Oft habe ich Frauen erlebt, die damit gerungen haben "Strickerinnen" zu werden,
aber keinen emotionalen Bezug dazu bekamen und immer wieder den Frust eines
nicht beendeten Strickprojektes erleben mußten. Am Schlimmsten fand ich jedoch
immer, daß diese Frauen sich auch noch dafür "doof fanden" und als Versagerinnen
sahen.
Ich meine, "Stricken antesten"- unbedingt, wie möglichst Vieles im Leben, aber wenn
es keinen Spaß macht und sich anschickt langfristig zu einem finsteren Erlebnis zu
werden - unbedingt aufhören und etwas machen, was besser zu einem paßt.
Klug ist doch der Mensch, der das "Passende" im Leben für sich findet, meine ich.
Ich friere z.B. seit ein paar Jahren noch mehr als sonst, deshalb bin ich logischerweise
hochmotiviert mir ganz, ganz warme Jacken zu stricken. So simpel kann`s auch
manchmal sein.
Lieben Gruß, Woll-E
Bearbeitet von Woll-E, 01.05.2009 - 00:15.