Stricken im Zug?
#1
Geschrieben 05.04.2006 - 09:43
in den Stricktagebüchern lese ich öfter, dass einige von euch im Zug stricken. Verstehen kann ich das, allerdings wollte ich an dieser Stelle drauf hinweisen, dass das aus Sicherheitsgründen eigentlich verboten ist.
Wenn im Zug in meiner Nähe jemand sitzt, der strickt, setze ich mich möglichst weit weg, denn wenn der Zug doch mal aus irgendwelchen Gründen eine Vollbremsung machen muss oder sonstwas passiert, möchte ich ungern eine Stricknadel im Auge (oder sonstwo) stecken habe.
Gruß
Martina
#2
Geschrieben 05.04.2006 - 13:17
obwohl ich deine Befürchtung nachvollziehen kann:
Was tust du, wenn jemand schreibt? Einen Bleistift oder einen Kugelschreiber im Auge oder sonstwo zu haben tut auch ziemlich weh. Oder wenn ein Kind einen Lolli ist? Oder jemand einen scharfkantigen Aktenkoffer dabei hat oder einen Regenschirm mit scharfer Spitze?
Ich denke mal, wenn der Zug eine Vollbremsung macht, dann kann so viel herumfliegen und Verletzungen verursachen, das es ein großer Zufall wäre eine Stricknadel abzubekommen. Außerdem hängen die Stricknadeln im Gestrick und das mitsamt Knäuel fliegt auch noch mit und das verlangsamt dann auch.
Also grundsätzlich möchte ich die Verletzungsgefahr nicht abstreiten, aber der Zufall wäre doch sehr groß. Übrigens ist Stricken im Zug nicht verboten!
Viele Grüße Luna
#3
Geschrieben 05.04.2006 - 14:16
Oh, dann hat sich da in den letzten Jahren was geändert. Dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil.Übrigens ist Stricken im Zug nicht verboten!
Gruß
Martina
#4
Geschrieben 06.04.2006 - 09:52
obs verboten ist weiß ich nicht, allerdings hat noch nie ein schaffner einen ton gesagt wenn er zur fahrkartenkontrolle kam. ein entsprechendes schild hab ich auch noch nie gesehen und in den beförderungsbedingungen ist es mir auch nicht untergekommen <grübel>die verletzungsgefahr halte ich wirklich für minimal und darum bleibe ich einfach undeutsch regellos im zug bestrickend
#5
Geschrieben 08.04.2006 - 14:52
#6
Geschrieben 10.05.2006 - 20:04
Ich fahre fast täglich S-Bahn und meistens sogar mit Rad (den Weg von der Arbeit zurück radle ich).
Ich stricke eigentlich immer und sogar zur Not im Stehen und auch mit Nadelspiel, weil Socken am wenigsten Platz wegnehmen.
Ich halte die Verletzungsgefahr für nicht größer als durch andere Dinge (Regenschirme, Stifte)
Viele Grüße
Nadia
#7
Geschrieben 10.05.2006 - 20:50
Nehme eigentlich, seit ich endlich Socken stricken kann (Dank dafür an Sylvia), mein Strickzeug immer mit. Werde zwar manches Mal ziemlich komisch angeschaut, aber das stört mich nicht sonderlich.
Verletzungsgefahr, finde ich, geht eigentlich von allem aus. Es ist daher doch egal ob jemand im Zug etc. strickt oder ob man zum Beispiel mit Kinderwagen im Fahrradabteil ist und da sich ein Rad selbstständig macht.
Ich werd auf jeden Fall weiterhin in den öffentlichen Verkehrmitteln stricken. Egal ob jemand darüber vielleicht sauer oder so ist. Vielleicht hat dann ja der "Nörgler" grad nen Regenschirm dabei...
#8
Geschrieben 10.05.2006 - 22:12
liebe Grüße
Lehrling
#9
Geschrieben 11.05.2006 - 07:52
Da kam nämlich tatsächlich mal ein Kontrolleur in unseren Vorortbus, als ich auf dem Weg zur Schule war (der einzige in 9 Jahren!!!). Er hat mir sofort gesagt, dass Stricken im Bus verboten ist und ich das Strickzeug wegpacken muss. Das habe ich artig getan, er stieg an der nächsten Haltestelle aus und - schwupps - war das Strickzeug wieder zwischen meinen Fingern.
#10
Geschrieben 11.05.2006 - 12:51
liebe Grüße
Lehrling
#11
Geschrieben 11.05.2006 - 18:16
#12
Geschrieben 13.05.2006 - 16:06
also ich selber hab letztens in einem Forum gelesen, dass jemand zu den Nadeln greift bei längeren Autofahrten.
Kurz danach hab ich dann im Stau gestanden mit Schatzi und selbst zu den Nadeln gegriffen.
Dabei hab ich dann aber überlegt, was wäre, wenn das Auto fährt...
Und ich finde es ein ziemlich großes Risiko.
Was ist, wenn einer hinten drauf brettert?
Was ist, wenn der Fahrer scharf bremsen muss?
Eigentlich wäre nix passiert und dann steckt ne Stricknadel im Körper.
Stricknadeln sind nunmal scharf, ob es uns passt, oder nicht....
Im Zug passiert ja nun nicht jeden Tag was, ich finde, das Risiko ist verdammt gering.
Aber im Bus oder Auto sieht es anders aus...
Ich möchte hier nicht dene Moralapostel spielen, aber vielleicht sollte da mal der ein oder andere im eigenen Interesse drüber nachdenken.
Ich für mich habe beschlossen, dass ich im Auto nicht stricke....
Liebe Grüße,
Tanu
#13
Geschrieben 13.07.2006 - 23:22
ich hab auch mal im Zug gestrickt... und einmal hab ich dann von einem süßen jungen Schaffner (ich war 20, er etwas älter) eine Karte mit handy-nr und dem Satz "Du bist süß" zugesteckt bekommen. Das hat gut getan! *selbstbewusstseinaufgepusht*
Wie die Leute geguckt haben... also doch nicht mehr so Oma-Like.
Übrigens wäre es sicher mal ganz lustig euch mal im Auto oder gar auf dem FAHRRAD stricken zu sehen
hahahahahahahahaha
also ICH könnt das ja nicht... ich würd die Autobahnausfahrt verpassen
Tschaui
#14
Geschrieben 18.12.2006 - 20:53
Gruß
Kanzaki
#15
Geschrieben 20.12.2006 - 15:25
Und immer Socken, also mit 5 Nadeln.
#16
Geschrieben 03.01.2007 - 20:22
Man kann diesen Gedanken unendlich weiterspinnen: was, wenn sich einer mit dem Taschenmesser gerade ein Brot abschneidet oder schmiert?
Statistisch betrachtet gibt es übrigens beim Busfahren die wenigsten Toten und Verletzten.
Ich habe gerade meinen Mann (Physiker) gefragt, was von der Verletzungsgefahr in Verkehrsmitteln durch Stricken zu halten ist. Nachdem er sich die Lachtränen aus den Augen gewischt hatte, machte er den Vorschlag, man könne doch mal bei Llloyds oder der Münchner Rückversicherung nachfragen, da seien vermutlich alle Versicherungsfälle aufgelistet, auch diejenigen im Zusammenhang mit Stricknadeln. Statistisch werden Unfälle mit Stricknadeln vermutlich nicht ins Gewicht fallen.
Aber letztlich muss jeder selbst entscheiden, welchem "Risiko" man sich aussetzt.
Ciao
Michaela
#17
Geschrieben 01.02.2007 - 19:08
also im Bus und im Auto wird mir schlecht, wenn ich lese oder stricke.
Aber in der Bahn wird hemmungslos gestrickt, was die Nadeln hergeben - gesagt hat noch nie einer was. Außer vielleicht nach der Anleitung gefragt oder was es werden soll.
Wenn es allerdings sehr eng oder voll ist, würde ich meine Nadeln lieber in der Tasche lassen, falls es doch mal brenzlig wird.
Lieben Gruß
Gesche Johanna
#18
Geschrieben 01.02.2007 - 22:36
also ich stricke generell im Zug und auch beim Mitfahren im Auto. Und ich stricke mit Rundstricknadeln oder auch Socken mit 5 Nadeln. Im Auto bevorzuge ich aber Rundstricknadeln. Es sei denn eine Socke muss schnell fertig werden, dann mit Bambusnadel Stärke 2. Und damit sitze ich lieber hinten. Vorn habe ich mit 5 Nadeln zu viel Respekt vor dem Airbag.
Im Zug finde ich eine Tasche, die aus dem Gepäcknetz fällt gefährlicher als Stricknadeln. Und wenn der Zug wirklich mal scharf bremst, besteht eher die Gefahr, dass ich mein Gegenüber erdrücke.
#19
Geschrieben 03.02.2007 - 15:58
Ich denke also auch, daß die Verletzungsgefahr nicht größer ist, als mit Kugelschreiber, Füller oder Regenschirm oder Bleistift oder vielleicht sogar PDA-Stift. Ich habe auch schon in der Bahn gestrickt und keiner hat sich aufgeregt. Wir sollten wohl nicht zu ängstlich sein.
MartinaK
#20
Geschrieben 03.02.2007 - 18:54
Also. ich habe mein Strickzeug auch immer dabei. Ob Auto, Zug oder Flugzeug. Es hat noch nie jemand reklamiert. Sogar in der scharf kontrollierten Zeit in Amerika, wo sie das Handgepäck 2-3 kontrolliert haben und meine Socken oben lagen, hat niemand was gesagt oder die Nadeln konfisziert. Dies werde ich auch weiterhin so halten und meine Sachen dabei haben, da ich ansonsten nur ein halber Mensch bin.
Viele Grüsse Vera










