von 9.00 bis 16.00 Uhr abzüglich einer Spaghetti-Pause. Und...??
Naja, ich weiss doch was:
Also noch ein Handwerk, dass mir zwar gefällt, was ich aber wohl nie wirklich können werde, ich weiss nicht, ich weiss nicht.
Und ich habe ein Rad mit nach Hause genommen, nein nicht gekauft, gemietet! Und heute frage ich mich schon, warum nur?
Vorläufig mach ich jedenfalls einen grossen Bogen drumherum und red mir ein, keine Zeit zu haben. Aber leider spukt es dauern durchs Hirn.
Wolle ist auch noch mit nach Hause gekommen. Nein nicht zum Spinnen, richtige fertige Wolle. Wegen einem anderen Spuk der durchs Hirn geistert. Die Idee für Elias und seinen Grossvater (meinem Bruder) je den gleichen Pullunder zu stricken, auf der Strickmaschine. Allerdings habe ich da auch mehr Zweifel als Mut. V-Auschnitt hab ich noch nie gemacht und Intarsien sollen es sein, hab ich aber auch noch nicht gemacht und dann bis Weihnachten?
Und auf dem Heimweg musste ich auch noch schnell wo vorbei fahren, weil ich im I-net einen Laden entdeckt habe, den ich noch nicht kannte, der aber in der Nähe liegt und der auch Kurse in Patchwork anbietet. Und was soll ich sagen, ich steh auf der Kursliste.
Naja, ich weiss doch was:
- es hat mir gefallen
- ich habe das Prinzip noch nicht wirklich erfasst
- ich hatte am Schluss das kleinste Knäuel von allen 12 Spinnerinnen
- ich habe es nicht geschafft das Rad so langsam zu bewegen damit meine Hände nachkamen
Also noch ein Handwerk, dass mir zwar gefällt, was ich aber wohl nie wirklich können werde, ich weiss nicht, ich weiss nicht.
Und ich habe ein Rad mit nach Hause genommen, nein nicht gekauft, gemietet! Und heute frage ich mich schon, warum nur?
Vorläufig mach ich jedenfalls einen grossen Bogen drumherum und red mir ein, keine Zeit zu haben. Aber leider spukt es dauern durchs Hirn.
Wolle ist auch noch mit nach Hause gekommen. Nein nicht zum Spinnen, richtige fertige Wolle. Wegen einem anderen Spuk der durchs Hirn geistert. Die Idee für Elias und seinen Grossvater (meinem Bruder) je den gleichen Pullunder zu stricken, auf der Strickmaschine. Allerdings habe ich da auch mehr Zweifel als Mut. V-Auschnitt hab ich noch nie gemacht und Intarsien sollen es sein, hab ich aber auch noch nicht gemacht und dann bis Weihnachten?
Und auf dem Heimweg musste ich auch noch schnell wo vorbei fahren, weil ich im I-net einen Laden entdeckt habe, den ich noch nicht kannte, der aber in der Nähe liegt und der auch Kurse in Patchwork anbietet. Und was soll ich sagen, ich steh auf der Kursliste.









ich möchte da folgendes zu sagen:
Ich spinne.
Meine Mom strickt.
Meine Mom strickt besonders gern meine gesponnene Wolle.
Irgendwann legte sie mir mal wieder einen herrlich gefärbten Zopf von Ester vor die Nase mit den Worten: "Kannste mir den bitte so in 4-fach-SoWo-Stärke spinnen?!". Und weil das nicht das erste Mal war und ich eh genervt war, sagte ich: "Spinn ihn dir gefälligst selbst!". Dann hab ich meine Mom genommen, hab sie vor mein altes Spinnrad gehockt, hab ihr Wolle in die Hand gedrückt und hab gesagt: MACH!
Meine Mom machte.
Und es klappte überhaupt nicht.
Am nächsten Tag machte sie wieder und es klappte noch immer nicht. Sie schimpfte und warf die Wolle durch die Gegend und verdrehte die Augen und motzte und trat gegen das Rad und schwörte bei Gott, dass sie ganz sicher NIEMALS das Spinnen lernen werde und überhaupt vermutlich viel zu doof dazu sei.
Am dritten Tag hockte sie sich wieder hin und schimpfte und ärgerte sich und motzte und alle waren schuld: die Wolle, das Rad, ich, die Kontinentalverschiebung, die Dinosaurier, die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes von 1972...
Ich kürze die Erzählung hier ab und springe in der Zeit zwei Wochen vor:
Meine Mom hat es einfach auch mal zwei Tage nicht versucht und ihrem Hirn Zeit gelassen, die neue Hand-Auge-Fuß-Koordination zu lernen. Und dann? Sie fabrizierte einen Faden! Dick, wurstig, krumm, dünn, knubbelig... ungefähr so sah der aus. aber: jeden tag wurde er ebenmäßiger. Wisse: nicht die DÜNNE ist entscheidend, sondern die Gleichmäßigkeit. Dünn wirds von ganz allein... Das war im Mai, glaub ich.
Inzwischen hat sie ihr eigenes Spinnrad (kam letzte Woche an) und spinnt Fäden von der Stärke eines Nähgarns. Einfach so. Ohne hinzugucken. Sie kann inzwischen gar nicht mehr so viel stricken wie sie schon Garn produziert hat. Mir gehts übrigens auch so. Wenn ich nicht mindestens 6 Kilo selbstgesponnenes Garn daheim habe... puh...
Fazit: deine Probleme sind vollkommen normal, echt. Später wirst du Kurse besuchen müssen, um absichtlich so ein Garn zu produzieren wie du es jetzt gerade machst, glaub mir! Wirf das bloß nicht weg!!! Gleichmäßig und dünn wird das irgendwann von ganz allein; bis dahin muss dein Hirn einfach viel lernen, aber das geht ganz schnell, du wirst sehn. Glaub einfach mir und allen anderen Spinnern hier im Forum: das Schlimmste hast du bereits hinter dir, ich versprechs!
LG,
Dags
*die auf eine Faserlieferung aus England wartet