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Vom Nutzen und Frommen bei Küchengeräten

Geschrieben von Reni , 25 Juni 2008 · 412 Aufrufe

Haushalt und Ordnung
Hallo, Ihr Lieben,

ihr könnt euch vorstellen, dass mein Aufräumen und Entrümpeln von der Umgebung beobachtet wird.
Am Sonntag wurde genäht und um die Vorhänge anzubringen das Zimmer meines Mannes halb ausgeräumt. Natürlich kam Besuch. Die Schwiegermutter. Wir verstehen uns gut. Nur was das das haben und nicht haben von Haushaltsgeräten anbelangt, was das Aufheben von Zeug betrifft, da sind wir uns absolut uneins.
Ich habe mich von folgendem getrennt, es geht um Elektrosachen:
Raclettegrill: benutzen wir so gut wie nie. Haben wir den Nachbarn gegeben, die haben 4 Kinder, die das furchtbar gern essen und da reicht ein Grill fast nicht aus.
Eierkocher: wir essen selten gekochte Eier, und wenn, ist es der Ehrgeiz meines Mannes, die punktgenau zu kochen.
Elektro-Dosenöffner: Wir öffnen fast nur Dosen für die Katz. Die meisten Dosen haben Ringpull. Vielleicht benötigen wir einen, wenn wir alt sind und keine Kraft mehr haben. Dann kaufen wir vielleicht einen. Den vorhandenen haben wir auch den Nachbarn geschenkt.
Baguetteschneidemaschine. Der Hit Ende der 80er. Die halbe Küche verkrümelt bei der Benutzung. Geschenk der Schwiegermutter
Jogurtbereiter mit kleinen Gläschen: Nachbarfamilie, die Kinder lieben das. Ich kann Jogurt ohne Gerät zubereiten. Geht total einfach. Habe ich von einer anatolischen Bäuerin gelernt.
Kaffeemaschine: Da hatten wir einen Klotz, der alles konnte. Da nur mein Mann Kaffee trinkt, das Teil aber zum Saubermachen zu uumständlich fand, habe ich es dem Büro gestiftet. Wir haben eine Caffeepress und finden, der Kaffee schmeckt damit auch besser. Gleich nach dem Zubereiten in die Warmhaltekanne.
Toaster: ist vor einer Weile verreckt, bis jetzt hat keiner angemeldet, dass er ihn vermisst.
Milchaufschäumer, ein Geschenk: auch in die Nachbarschaft abgewandert. Sollte ich mal Besuch haben, bei dem das gebraucht wird, weiß ich ja, wo es steht.
Sandwichapparat: Haben wir bei einer tombola für einen guten Zweck gewonnen. Einmal benutzt. Partygag. Ratet mal, wer den jetzt hat.
Friteuse: War schon Jahre nicht im Einsatz, verschenkt. Richtig. An die Nachbarn.
Bei einer Bekannten habe ich letztens einen "Milchkühler" gesehen. Halloooo!?!?! Wozu hat man denn den Kühlschrank? Ihr wisst nicht, was das ist? Seht hierIst ein Zubehörteil für die Kaffeemaschine.

Die Schwiegermutter war jedenfalls entgeistert, was ich so alles weggegeben habe. Sie ist der Auffassung, sowas müsste man für alle Eventualitäten da haben. Ich habe gesagt, dass ich mir ja sowas leihen könnte, wenn ich es bräuchte. Das findet sie aber nicht gut.
Da hilft auch nichts, dass ich Geräte habe, die sie weder hat noch braucht.
Was ich behalten habe:
Fonduetöpfe mit Rechaud (mit Spiritus). Das gibt es bei uns öfter und dazu laden wir dann die Nachbarn ein. Die haben sowas nicht und kommen dann gern zum Essen.
Waffeleisen. Ist bei uns viel im Einsatz. Immer wenn Kinder zu Besuch sind, dürfen die selbst Waffeln backen. Ist der Hit. Wir machen auch gerne Kartoffelwaffeln aus selbstgemachtem Kartoffelbrei.
Brotbackmaschine: wird mindestens einmal pro Woche benutzt.
Wok aus Gusseisen: meine Schwiegermutter sagt, sie isst nicht chinesisch. Wir benutzen den zum kurzbraten von Gemüse und allem möglichen. Der ist mindestens einmal in der Woche im Einsatz. Ist aber kein elektrischer.
Was ich lange Zeit für überflüssig fand: Stabmixer. Aber mittlerweile haben wir so ein Ding und ich brauche es ganz oft. Zum Gemüse pürieren für Soßen. Oder Zum Obts pürieren für Obstquark.
Küchenmaschine ist klar. Sowas gibt man nicht weg. Handmixer ist auch OK.

Was habt ihr denn noch so und wie oft benutzt ihr es?

Jedenfalls habe ich zusätzlich Luft in der Küche. Im Umfang von zwei Bananenkartons.

Liebe Grüße
Eure Reni




Wasserkocher, Stabmixer, Toaster, Sandwichmaker und so nen Milchshakemixer. Letzterer steht aber in der Abstellkammer, weil er nur im Sommer zum Einsatz kommt (wir lieben Milchshakes).
Die anderen Geräte sind oft in Gebrauch.
Ich überlege, ob ich den Brotbackautomat weggeben soll. Ist ja praktisch und günstig, aber die FORM des Brotes macht mich wahnsinnig: es bleibt immer irre viel übrig. Und dann das riesen Ding in der kleinen Küche! Er steht auch in der Abstellkammer.

Ansonsten: keine Spülmaschine, keine Kaffeemaschine. Wir drücken auch das Pulver vom Wasser weg :wink:

Aber meine Eltern...
Meine Mutter nennt es liebevoll den "Elektrofriedhof"... der Platz ist hier nicht ausreichend für all die Dinger. Immer sind mit Folienschreiber die Stecker mit den Gerätenamen versehen worden, damit man weiß, welchen man im Gewirr ziehen muss.
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_Michaela_
25.06.2008 - 13:11
Ich bin auch sehr für das Minimalistische und habe meine Schwiegermutter einmal düpiert, als ich als Geschenk ein Elektromesser ablehnte. Was man denn damit schneiden solle, fragte ich. Na, gefrorenes Fleisch, meinte sie. Und das mir, wo ich kein Tiefkühlgerät habe. Das putzige Eisfach verdient den Namen nicht.

@Herzdame
"Elektrofriedhof" ist der treffendste Ausdruck. Werde ich unverzüglich meinem Sprachschatz zuführen. Und immerhin verwaltet deine Mutter den Friedhof aufs Vortrefflichste, das nenne ich organisiert!
Ciao
Michaela
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Margrit S.
25.06.2008 - 14:22
Der Brotbackautomat steht hier massiv auf der Abschussliste - ich backe fast nur im Ofen. Der Toaster steht im Schrank und wird nur bei Bedarf rausgeholt, ebenso das Waffeleisen (Uraltmodell). Reiskocher/ Dampfgarer und auch die Küchenmaschine brauche ich permanent aber auch sie sind im Schub unterm Herd verstaut. Der Stabmixer liegt auch da.
Draußen zum tgl. Gebrauch habe ich Kaffeemaschine, Wasserkocher und Mikrowelle. Der Wassersprudler steht auch noch da - aber der ist ja nicht elektrisch. Das wars, außer Herdplatte und Backröhre eigentlich :nixweiss:
lg Margrit

jetzt eh die Arbeitsplatte der Küche putzen geht und in dem Zusammenhang gleich den Brotbackautomaten entsorgen geht.
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Elektrofriedhof! Klasse Wort - muss ich mir merken!
Bei mir flog der Brotbackautomat auch wieder raus, die Kaffeemaschiene ebenso, ich habe meinen Mann einfach zum Teetrinker umgepolt :-) , ich selber mag das Zeug nicht und wenn hier mal jemand Kaffee will, dann haben wir so ein Stempelteil oder mit Filter.
Das Waffeleisen steht halt oben im Schrank und stört nicht und so ganz ab und zu .... :-)
Definitiv brauchen tuen wir: Wasserkocher, Getreidemühle, die kleine Bosch (wobei ich da auch ausser dem grossen Mixbecher das restliche Zubehör wenig vemissen täte), Stabmixer und Eierkocher. Doch den brauche ich gerne, denn ich muss häufiger mal nur ein oder zwei Eier kochen und dann finde ich es Energieverschwendung einen ganzen Topf Wasser heiss zu machen.
Der Toaster steht auf dem Esstisch und wird gerne benutzt - eben weil er da steht.

Gruss aponette
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laß mal denken, liebe Reni :kopfkratz:
Küchenmaschine (große Bosch) griffbereit im Küchenschrank, genauso wie der kleine Mixer. Wird beides oft gebraucht.
Senseo - muß sein
Wasserkocher - muß sein
Stabmixer - unbedingt
Brotschneidemaschine- muß sein sonst tät ich mich vermutlich mit dem Messer umbringen ;)
Toaster - wird täglich beim Frühstück gebraucht
Raclettegrill, Fondue,Wok (auch nicht elektrisch, aber auf dem E-Herd zu nutzen) warten im Keller auf die gelegentlichen Einsätze
Eierkocher - kaputt, entsorgt, nicht ersetzt
Reiskocher - fast verschenkt :wink2:
Brotbackmaschine - verschenkt
Fritöse - steht geputzt und eingemottet im Keller

Das mit dem Joghurt tät mich mal interessieren!?

LG Annie
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Hallo, Ihr Lieben,

bei eurer Aufzählung sind mir auch noch die Sachen "Wassersprudler" und natürlich "Wasserkocher" eingefallen :oops: . Das wird natürlich täglich benutzt. Unser Wassersprudler ist noch erste Generation von Sodastream, der muss jetzt um die 15 Jahre alt sein. Die Flaschen haben wir aber erneuert. Der Wasserkocher ist 12 Jahre alt. Beide Anschaffungen waren also sinnvoll.

@Aponette, Margrit und Herzdame
Für uns ist Brotbacken im Backofen stromintensiv, weil ich nur ein Brot pro Woche backen würde (mangels Tiefkühler). Es stimmt, dass es Backautomaten mit extrem blöder Brotformung gibt. Die Brote lassen sich nicht schneiden und wenn es Vollkorn ist, zerfallen sie in eine Quintillion Brösel.
Bei Backmischungen habe ich einen Trick. Die enthalten meist zuviel Hefe, da gebe ich noch Körner, 2 Esslöffel Mehl oder Kartoffelmehl dazu, das macht sie kompakter.
Außerdem nutze ich den Backautomaten zum Hefeteig kneten und gehen lassen, für Hefekuchen, Dampfnudeln oder Pizzas.

Reiskocher. Mit so einem Teil hatte ich mal geliebäugelt. Dann habe ich in einem Wohnheim mal ein halbes Dutzend rumstehen sehen. Eins vergeimter als das andere. Das hat mir die Lust drauf verleidet.
Mikrowelle wäre was, das wir nicht nutzen würden. Vielleicht mal, wenn wir "Essen auf Rädern" wieder aufwärmen müssen.

Nun das Jogurtrezept. Es ist so primitiv, dass es in einem Satz gesagt ist.
Milch auf 43 Grad erwärmen, in eine Thermoskanne und mit einem Esslöffel Jogurt "Impfen", und 6-8 Stunden ruhen lassen. Soweit das Prinzip.
Nun hole ich noch etwas aus.
Ich nehme nur Jogurt, der uns auch schmeckt, da gibt es unterschiedliche Sorten. Man kann auch Jogurtkulturen im Reformhaus holen oder im Bioladen.
Wir mögen am liebsten stichfesten Jogurt, da tue ich einen Löffel Milchpulver dazu, das verdickt. Milch ist übrigens egal, es geht alles. Rohmilch oder haltbare, kein Problem. Man sollte auch da nach dem eigenen Geschmack gehen. Wenn der selbergemachte Jogurt nicht schmeckt, liegt es an der Milchsorte oder weil man selber immer eine bestimmte Sorte kauft und gewöhnt ist. Einfach experimentieren und notfalls Früchte rein, wenn er einem pur nicht schmeckt.
Und nun das Gefäß. Thermoskanne nur als Beispiel, dass die Temperatur gehalten wird. Ist ja sonst unpraktisch, es sei denn, man will Trinkjogurt.
Wir hatten mal so ein Plastikteil, zylinderförmig, das stellte man in eine Box mit Styropor. Wichtig ist einfach, dass die Temperatur eine Weile gehalten wird, damit sich die Jogurtbakterien tüchtig vermehren.
Ich bilde mir ein, Jogurt aus Plastikbechern schmeckt auch nach Plastik, daher mache ich ihn immer entweder in den großen Jogurthalbliter-Gläsern oder in diesen Weckgläsern, die runden flachen mit Plastikdeckel.
Ich habe mir aus Styroporteilen und einer Kunststoffdose ein Teil wie eine Kochkiste gebastelt. Auf den Boden eine Scheibe Styropor und ringsrum an den Wänden auch. Dann noch eine Scheibe als Deckel. Die Schicht 2-3cm dick. In meine Kiste passen 2-3 Halblitergläser rein, hoch oder flach, Styropordeckel drauf und dann kann auch noch der Dosendeckel drauf.
Wichtig: Milchtemperatur muss mindestens 42 Grad haben, darf aber nicht mehr als 44 Grad sein. Dieses wirklich mit Thermometer ausmessen.
Und wenn möglich, die ganzen 6-8 Stunden in Ruhe lassen, nicht immerzu gucken, ob der Jogurt schon fertig ist. Auch nicht rütteln. Wenn man also gerade den Presslufthammer am arbeiten hat, keinen Jogurt zubereiten.
Da könnte man jetzt noch viel über Zubereitungsarten in einigen Ländern schreiben oder über die verschiedenen Bakterien.
Es ist wirklich Geschmackssache, also einfach ausprobieren. Kostet ja nicht viel.

Liebe Grüße und viel Spaß
Eure Reni, die heute Abend ein Zertifikat aus der Hand des Bürgermeisters entgegennehmen darf. OK. Stricken wär mir lieber.
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dankeschön :) Das werde ich doch nächste Woche gleich mal probieren, in dieser reicht es mir leider nimmer :(

LG und dir ein angenehmes Wochenende
Annie
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