Die verstrickte Dienstagsfrage 28/2010
Geschrieben von
das-wollschaf
,
13 Juli 2010
·
1.451 Aufrufe
Man findet immer mehr Anleitungen für Tiere, auch Phantasietiere oder Amigurumis, die aber wohl öfter gehäkelt werden.
Mittlerweile kann man sogar gestrickte Bakterien oder Viren anfertigen. Und die Anleitungen für ganz abstrakte Sachen
werden beispielsweise von Mochimochiland angeboten.
- Hast du auch schon einmal Tiere, Amigurumis o. ä. angefertigt? Welche?
- Welche faszinieren dich am meisten?
- Fertigst du sie regelmäßig an? - Für dich oder als Geschenk?
- Wieviel Zeit investierst du in so ein "Kleinteil"?
- Ist das für dich eine Art Resteverwertung oder kaufst du das Garn dafür separat?
- Entwirfst du selbst oder strickst du nach?
Herzlichen Dank an Michaela für die heutige Frage!
Mittlerweile kann man sogar gestrickte Bakterien oder Viren anfertigen. Und die Anleitungen für ganz abstrakte Sachen
werden beispielsweise von Mochimochiland angeboten.
- Hast du auch schon einmal Tiere, Amigurumis o. ä. angefertigt? Welche?
- Welche faszinieren dich am meisten?
- Fertigst du sie regelmäßig an? - Für dich oder als Geschenk?
- Wieviel Zeit investierst du in so ein "Kleinteil"?
- Ist das für dich eine Art Resteverwertung oder kaufst du das Garn dafür separat?
- Entwirfst du selbst oder strickst du nach?
Herzlichen Dank an Michaela für die heutige Frage!









Ich gebe zu, die Frage ist wieder ganz umfassend, aber die vielen Aspekte einer Frage drängen sich mir immer auf, tut mir Leid!
- Ich habe gerade zwei Drachen fertiggestellt, aber auch schon Sachen von Mochimochiland. Und auch Teddybären, wobei man sich fragt, ob die als Amigurumi gelten. Und da taucht auch schon die nächste Frage auf: wie ist ein Amigurumi eigentlich definiert?
Als Kind und Pflegekinder im Kindergarten und in der Schule waren habe ich Hunderte (dokumentiert!) von Schafen, Schweinen, Pferden, Kühen, Entchen, Hühnern, Häschen, Zwergen, Katzen und Puppen (hab ich was vergessen?) gestrickt, für Kindergarten und Schulbasare. Und ich habe es auch einigen Elterngenerationen beigebracht, die Teile zu machen.
- Mich faszinieren die Entwürfe von Hansigurumi und da habe ich mir auch das Buch gekauft. Auch einige Sachen von Alan Dart sind bemerkenswert, insbesondere aufgrund ihrer präzisen und umfassenden Anleitung. Hier ist jedoch die Grenze zum Kitsch fließend.
Solche einfachen Knollen mit Augen und Tentakeln oder Häkelamigurumis gefallen mir überhaupt nicht. Das soll keine Abwertung sein, sondern sie sind eben nicht mein Geschmack. Bei Mochimochi ist oft noch ein Witz dabei, der mir bei anderen Amigurumis fehlt. Ihre Lemminge beispielsweise geben geradezu präzise meinen Eindruck von einem Knitalong wieder. Aber gut, Interpretationen führen hier zu weit.
- Ich fertige immer wieder mal etwas an, was mir besonders gut als Geschenk geeignet erscheint. Ich bin nicht der Schnickschnack-Typ, der Kleinkram sammelt oder sich für Plüschtiere interessiert. Mein Sammeltrieb ist mit zwei Käthe-Kruse-Puppen absolut ausgelastet.
- Der Zeitbedarf für diese Teile ist gewaltig. "Preditor and Prey..." von Mochimochi dürfte noch am wenigsten Zeit gebraucht haben, weil wenig genäht werden musste. Die Teddys konnte ich teilweise mit der Maschine arbeiten, aber auch die Stopf- und Näharbeit war gewaltig. Die Katze von Alan Dart verlangte auch einige Frickelarbeit, aber beim Drachen, den ich gerade am Sonntag fertigstellte, war der Zeitanteil für das Konfektionieren fast genauso hoch, wie die Strickzeit. Vom Fädenvernähen wollen wir gar nicht reden. Offen gesagt: in der gleichen Zeit hätte ich einen halben Pullover gestrickt.
- Resteverwertung. Ich habe auch eine Stickgarnsammlung und da kann ich aus einem Fundus verschiedenfarbiger Garne schöpfen, viel braucht man ja meistens nicht, als Stashbuster kann man Amigurumis sicher nicht bezeichnen.
- Bei Amigurumis bin ich reine Nachstrickerin
Ciao
Michaela