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Die verstrickte Dienstagsfrage 10/2010

Geschrieben von das-wollschaf , 09 März 2010 · 972 Aufrufe

Viele von uns (ich auch) leben mit einer Konfektionsgröße jenseits der 42. Die Strick-Anleitungen für Übergewichtige sind nicht gerade üppig.
Meine Frage zielt zwar auf "Menschen mit größerem Format" ab, aber auch die Antworten von Normalgroßen und -gewichtigen sind interessant, man kann die Antworten auch auf Teilbereiche beschränken. Natürlich geht es da auch ins Persönliche, aber ich habe bereits festgestellt, dass es ein großes Interesse gibt, darüber zu sprechen.

Sollen Übergewichtige Strickkleidung tragen oder darauf verzichten?
Als Betroffene ( r ): Strickst du für dich Pullis und Jacken oder lieber nur Tücher, Socken oder Accessoires?
Welche Schnitte sind vorteilhaft? Welche Garne?
Welche sind abzulehnen?
Änderst du herkömmliche Anleitungen auf deine Figur ab oder entwirfst du eigene Designs?
Wo gibt es geeignete Anleitungen oder Stricktipps für die stärkere Figur? (Bücher, Hefte, Websites, welche?)
Bitte auch welche in deutscher Sprache.

Herzlichen Dank an Reni für die heutige Frage!




Guten morgen zusammen,

die Frage find ich gut!
Ehrlich gesagt, wenn ich so manches Foto bei Ravelry sehe, dann frag ich mich schon, ob sich manche StrickerIn mit dem dargestellten Modell einen Gefallen getan haben - dicht gefolgt von der Einsicht, dass sie sich aber mit ihren Rundungen offensichtlich besser arrangiert haben als ich. Also, warum sollte man sich in Säcke hüllen, wenn es doch durchaus Schnitte, Muster und Farben gibt, die uns zumindest optisch ein paar Pfunde verschlanken? Aber die Modelle muss mir erstmal einer in einer Strickzeitschrift zeigen. Eine Freundin sagte mal: "Wenn ich mir ein Modell in einer Zeitschift aussuche denke ich irgendwie, ich stricke mir die Figur gleich mit..." Schön wär's. Jedenfalls ist das ein Grund, warum ich keine Strickzeitschrift aboniert habe. Statt dessen hab ich mir den Strickrechner gekauft, um mit meinen selbstgesponnenen Garnen passende Pullover oder Jacken zu stricken. Das Problem ist, dass man seine Maße am besten an einem gut sitzenden Teil messen sollte. Ich hab kein "gut sitzendes Teil". Wenn ich beim einkaufen endlich mal was gefunden habe, dass nicht wie ein nasser Sack bis zu den Knien schlabbert, dann spannt es spätestens an der Oberweite. Mir ist es einfach ein Rätsel, warum Designer, die doch so oft männlichen Geschlechts sind, unsere Brüste vergessen. Eingefügtes Bild
Da wünscht Frau sich manchmal doch die 80er Jahre zurück; da war der weite Labberlook chick. Anyway, ich versuche, das Beste daraus zu machen und beschränke mich nicht auf Socken und Tücher. Ich glaube aber, dass das superdicke Garn, das derzeit in ist, meiner Erscheinung nicht zuträglich ist. Lange Rede, kurzer Sinn: wenns mal ne Zeitschrift mit Modellen gibt, die nicht bei 42 aufhören und trotzdem was anderes als die A-Linie zeigt, dann bin ich die erste am Kiosk. Eingefügtes Bild
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Guten Morgen,

meine Antwort ist auch online. Kann aber nicht aus Erfahrung schreiben, aber eine Meinung habe ich dennoch dazu.

Schöne Woche euch allen und hoffentlich bald wieder wärmeres Wetter!:reicht: mit Schnee!!!

LG Martina
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xminatorclaud
09.03.2010 - 08:31
Guten Morgen,

mal direkt eine Frage für mich, da ich auch sehr "gewichtig" bin.

Meine Antwort findet ihr hier:

http://xminatorclaud...gsfrage-102010/

Liebe Grüße
claud
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Bin dabei :-)

Hobbyatelier
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Guten Tag
Ich finde Frau kann auch in Grossen Grössen Strick tragen.
Mich stört eher dass das Stricken so viel länger dauert und das ich es noch nicht geschafft habe eine gute Passform hinzukriegen. Aber es wird nicht aufgegeben, irgendwann wird's schon noch passen.
Schlimm ist auch wenn man wie ich JOJO macht. Teile bei Tiefstand anfängt und bei Höchststand fertig werden oder umgekehrt. Alles nicht so einfach. :nein1:
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Sockentrudchen
09.03.2010 - 11:31
Wenn sich derjenige oder diejenige wohl fühlt, ist das doch völlig okay. Das trifft ja nicht nur auf gestrickte oder handgearbeitete Sachen zu. Dann müßten ja sehr viele ihre “Anzugsordnung” überdenken. Es gibt tolle große Modelle!

Ich selbst stricke fast ausschließlich Socken und muß da nichts umrechnen Eingefügtes Bild
Grüße von Uta
http://sockentrudchen.wordpress.com/
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schaf-sache
09.03.2010 - 11:40
Hallo.
Meine antwort ist online: klick
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Miss Ellie
09.03.2010 - 16:45
Hallo allesamt,
die Größe allein ist doch nicht das Entscheidende, eher die Form. Es gibt Dicke mit Taille und Dicke ohne Taille und Dünne mit Busen und Dünne ohne Busen, und Frauen mit Kartoffelform in Größe 44 und Frauen mit Sanduhrform in 44 und Frauen mit Dreiecksform in 34 - 40 undsoweiter ....
Ich litt jahrelang unter meinen Schultern. Jacken, die in der Taille passten, waren obenherum zu eng. Jacken, die in den Schultern passten, waren um die Hüften 20 Zentimeter zu weit. Selber nähen hielt ich für eine Lösung, musste aber anhand der Burdaschnitte feststellen, dass ich nicht nur Nähkenntnisse, sondern auch noch Kentnisse in Schnitttechnik benötigte, denn bei Burda sind die Oberteile alle berechnet für Frauen mit schmalen Schultern, breitem Hals, dicken Oberarmen .... irgendwann habe ich das aufgegeben. Die Armlöcher zu tief, die Taille sackig ... es haute einfach hinten und vorne nicht hin. Wenn ich etwas trug, das von den Schultern lose herunterwallte, sah ich aus wie eine Schrankwand. Als ich heranwuchs, waren alle Schnitte für Schmalschultrige, Mädchenhafte Figuren. Das hat meiner Seele tiefe Kerben geschlagen. Zudem konnte man damals, Ende der 60er, noch nirgends Kleider kaufen, ohne dass sich einem ein Drachen von Verkäuferin zugesellte, in den unpassendsten Momenten den Kabinenvorhang aufriss, einem Kleidungsstücke aufzuschwatzen versuchte, die einfach schaurig waren, und sehr pampige Bemerkungen machte, wenn man anzudeuten wagte, dass einem etwas gar nicht gefiel. Ich wünschte, ich hätte fünf Euro für jedes mal, das eine von der terrorostischen Verkäufergilde zu mir "Die breiten Schultern haben Sie nun mal!" gesagt hat. Ja freilich hatte ich die breiten Schultern, aber wenn die Ärmel gepasst hätten, wäre das gar kein Problem gewesen. Nähen gelernt habe ich schon deswegen, um kompetent dagegen halten zu können.
Ich rechne ALLE Pullovergrößen aus und nach. Egal, ob es für meine Tochter ist, meinen BLAGVA, meine Söhne oder für mich.
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MaschenSilke
09.03.2010 - 18:17
Danke Reni, die Frage ist ja sowas von klasse!! Meine Antwort kann man wie immer hier lesen.

Schönen Abend wünsche ich noch.

Lieben Gruß
Silke
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Kerstin_strickt
09.03.2010 - 19:43
Guten Abend, heute bin ich auch wieder mal dabei. Die Frage finde ich prima. Meine Antwort ist in meinem Weblog nachzulesen. :-)

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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Diese Frage ist eigentlich längst mal überfällig!
Danke Reni, für´s Ansprechen!
Einkaufen ist ein echtes Problem, wenn man nicht mehr 20 mit Kleidergröße 38 ist!

Ja, ich stricke auch Kleidungsstücke, obwohl ich 44/46 habe!
Dauert halt!
Mehr dazu in meinem blog!

liebe Grüße, angi
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Hallo,

meine Konfektionsgröße ist die 42 bei einer Körpergröße von 172 cm.
Meine diversen Abweichungen von der Norm sind, wie schon Dags ausführte, eine ausführlichere Buserie
und lange Affenarme.
Konfektion spannt in der Oberweite oder klafft auf und die Ärmel sehen aus wie rausgewachsen.
Deshalb stricke ich und nähe ich auch.

Von Anleitungen oder Abbildungen lasse ich mich inspirieren, entwickle und rechne das Modell aber
immer nach meinen Vorstellungen aus.

Ob Frauen, die einfach fraulichere Formen haben, Stricksachen tragen sollen oder nicht, hängt sicher
vom eigenen Empfinden ab. Solange Frau sich wohl und gut angezogen fühlt, ist doch alles in Ordnung.
Eine Freundin von mir ist klein und fast so breit wie hoch. Sie trägt ihre Stricksachen mit einer Grandezza,
dass man gar nicht auf die Idee kommt, es könnte ihr nicht stehen.

Ich persönlich finde mich zu dick und mag keine Pullover tragen. Ausgenommen die selbst gestrickten
Sommerpullis, die leger sitzen und durch die taillierte Form nicht so dick machen.
Deshalb stricke ich in der Hauptsache Jacken. Die kann ich vorne offen lassen, das streckt und dann
trage ich gerne einen Longschal dazu, der dann auch wieder die "Breitseite" optisch unterbricht.

Außerdem habe ich festgestellt, dass mir Stricksachen aus Wollen, die mit stärkeren Nadeln als 4
gestrickt werden, an mir nicht gefallen.

Zur Zeit stricke ich (natürlich) eine Jacke mit Nadel 7. Ich komme mir darin vor wie ein Elefant.
Obwohl der Körper komplett fertig ist, würde ich das Teil am liebsten wegschmeißen.

Vielen Dank für die Frage.

LG, Inge
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Wenn auch eine Woche zu spät, aber irgendwie musste ich meinen Senf hier auch noch dazugeben. Zu lesen in meinem Blog.
Liebe verspätete Grüße von der betroffenen Monika
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Wie mache ich mit beim Wollschaf

Da immer wieder gefragt wird, wie man denn beim Wollschaf mitmacht - hier die Antwort:

Du kopierst einfach den Text der Frage in deinen Blog und schreibst deine Antwort darunter. Ein Link untendrunter zur Wollschafseite ist obligatorisch Wenn Du Deinen Eintrag fertig hast, dann hinterlässt Du einen Kommentar hier im Blog unter der Frage, damit die anderen Deine Antwort auch finden können.

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Das war schon alles! Viel Spaß!

Euer Wollschaf!

Über

Inzwischen gibt es neben den unzähligen englischsprachigen eine Vielfalt an deutschen Stricktagebüchern. Ich bin ein neugieriges Schaf, und darum möchte ich Euch ein mal pro Woche eine Frage stellen. Ich freue mich darauf, die Antworten darauf in Euren Stricktagebüchern zu lesen.

Die Regeln sind ganz einfach:

1. Die Frage im eigenen Strickblog beantworten.
2. Kommentar bei der entsprechenden Frage hinterlassen, damit andere Deine Antwort auch finden.

Es grüßt,
das neugierige Wollschaf

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