Die Bezahlung, wenn man für Geld strickt, ist allgemein sehr gering, ebenso wenn man Selbstgestricktes verkauft: Der Lohn, umgerechnet auf die Stunde ist lächerlich. Gesetzt den Fall, man würde für das Stricken anständig bezahlt werden - würdest Du dann Deinen Beruf wechseln und professionelle Auftragsstrickerin werden? Falls nein, warum nicht?
Herzlichen Dank an
Jinx für die heutige Frage!
Jahein...
Stricken ist mein Hobby und es macht mir Spaß. Ab und an mal einen Auftrag mache ich jetzt schon, aber meinen Lebensunterhalt damit verdienen? Ich fürchte, der Spaß würde dann auf der Strecke bleiben.
Auf der anderen Seite wäre es auch toll, wenn ich den ganzen Tag meinem Hobby nachgehen könnte ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
Ich bräuchte wohl ein gewisses Mittelmaß, um an der Sache dranzubleiben ohne die Laune zu verlieren.
Ob die Leute aber wirklich bereit sind die Arbeit anzuerkennen

Als ich z. B. auf dem Weihnachtmarkt stand, vor zwei Jahren, meinte ein Herr als erstes meine Sachen wären Billigware aus China und wollte dann, als ich ihm wohl mehr oder weniger glaubhaft versicherte, dass ich die Sachen alle selbst gemacht habe, noch groß mit mir um den Preis handeln. Seine Frau hatte sich ein Paar Socken ausgesucht für die ich die Wolle auch noch selbst gefärbt hatte (gekostet haben sie den gleichen Preis wie die andern auch). Als ich ihm eine Stundenzahl sagte, wie lange ich dafür brauche hat er nur etwas pickiert geschaut. Gekauft hat er die Socken nicht. So wie er sich angestellt hat, hätte ich sie ihm auch nicht gegeben (ich kann bockig sein

) gerade weil es mein Hobby ist. Würde ich meinen Lebensunterhalt damit verdienen könnte ich mir sowas nicht leisten.