Jubeltanz!
Posted by
aponette
,
20 May 2009
·
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Heute mal was gänzlich unstrickerisches: gestern hat das EUHG dem "Robin Hood" der Apotheken - sprich DocMorris und Konsorten eine herbe Schlappe gepasst. ENDLICH!!! Es ist für mich unbegreiflich, wie ein DEUTSCHER Justizminister einer Apotheke entgegen geltendem deutschen Recht eine Betriebserlaubnis erteilt ohne, dass irgend ein Hahn danach kräht. Im Gegenteil, die Journaillie spricht von einem "mutigen Schritt" und findet diesen Brandstifter auch noch toll. Der Minister berief sich in einer Entscheidung auf Europarecht der Niederlassungsfreiheit, das ja Vorrang hätte, und auf ein Urteil zu griechischen Optikern (die ja auch so gleichzusetzten sind mit deutschen Apotheken, Brille = Pille??). Und nun das: das EUHG sagt: nein, die Länder dürfen sehr wohl Bestimmungen erlassen, die die Niederlassungsfreiheit einschränken, wenn sie meinen, dass so der Schutz der Gesundheit besser gewahrt wird. YES!!!!! Bei den Banken haben wir doch gesehen, wohing Profitgier und keine Kontrolle geführt haben. Und so was wollen wir für unsere Gesundheit auch?!?
Bisher konnte noch keiner dieser Kettenbefürworter beweisen, dass die Versorung durch Apothekenketten BESSER ist, als das jetzige System (und ich spreche bewusst nicht nur von BILLIGER, was übrigens auch nicht bewiesen ist). Nachdem in Norwegen Ketten zugelassen wurden, ist die Zahl der Apotheken auf dem Land zurückgegangen, die Preise eher hoch und die Arbeitsbedingungen für die Angestellten schlechter geworden.
JEdenfalls: die Abwatsche von Däinghausen und Österle hat uns gut getan.
Und zum Thema "Robin Hood": es ist nicht die Versandapotheke, die für Oma Müller, die es grad mal in die Apotheke geschafft hat mit ihrem Rollator, beim Arzt anruft, die Rezepte organisiert, die Versichertenkarte und die 10,-€ hin bringt, Rezepte mitnimmt und dann noch die Medikamente zu ihr nach Hause bringt. Es ist nicht die tolle Versandapo, die abends um sechs noch zum Grosshandel fährt um ein Antibiotikum fürs kranke Kind zu holen (und selbstverständlich der Mama nach Hause bringt). Es ist nicht DocM, der beim Rezept von Herrn O. sagt, Moment mal, das ist aber nicht das Insulin, was sie sonst haben, oder die Tabletten sollen Sie teilen?, das geht aber bei denen nicht. Es ist nicht die Versandapo-telefonistin, die sich 20min lang geduldig und mitfühlend anhört, wie schlecht es doch der Tochter von Frau Z. geht; die im Notdienst um halb drei aufsteht um ein Nasenspray zu verkaufen oder das sechs Tage alte Rezept zu beliefern (und dann muss man sich noch anhören, es wäre ja eine Frechheit dafür dann auch noch 2,50€ zu verlangen).
Das sind Sachen, dei wir tagtäglich machen, ohne es an die grosse Glocke zu hängen oder gar dafür bezahlt zu werden. Aber dafür können wir es uns aber eben nicht erlauben, die Preise zu senken - und wieso erwartet eigedlich jeder, das die Preise SINKEN! seid doch froh, dass wir sie nicht erhöhen!! (was übrigens die Sonderangebotler machen, Gegenfinanzierung nennt man sowas, Indikatorartikel werden billiger, aber anderes, was unbekannter ist, wird teuerer). Wie heisst es doch so schön: Rabatt, das lass Dir sagen, ist immer vorher draufgeschlagen.
Bisher konnte noch keiner dieser Kettenbefürworter beweisen, dass die Versorung durch Apothekenketten BESSER ist, als das jetzige System (und ich spreche bewusst nicht nur von BILLIGER, was übrigens auch nicht bewiesen ist). Nachdem in Norwegen Ketten zugelassen wurden, ist die Zahl der Apotheken auf dem Land zurückgegangen, die Preise eher hoch und die Arbeitsbedingungen für die Angestellten schlechter geworden.
JEdenfalls: die Abwatsche von Däinghausen und Österle hat uns gut getan.
Und zum Thema "Robin Hood": es ist nicht die Versandapotheke, die für Oma Müller, die es grad mal in die Apotheke geschafft hat mit ihrem Rollator, beim Arzt anruft, die Rezepte organisiert, die Versichertenkarte und die 10,-€ hin bringt, Rezepte mitnimmt und dann noch die Medikamente zu ihr nach Hause bringt. Es ist nicht die tolle Versandapo, die abends um sechs noch zum Grosshandel fährt um ein Antibiotikum fürs kranke Kind zu holen (und selbstverständlich der Mama nach Hause bringt). Es ist nicht DocM, der beim Rezept von Herrn O. sagt, Moment mal, das ist aber nicht das Insulin, was sie sonst haben, oder die Tabletten sollen Sie teilen?, das geht aber bei denen nicht. Es ist nicht die Versandapo-telefonistin, die sich 20min lang geduldig und mitfühlend anhört, wie schlecht es doch der Tochter von Frau Z. geht; die im Notdienst um halb drei aufsteht um ein Nasenspray zu verkaufen oder das sechs Tage alte Rezept zu beliefern (und dann muss man sich noch anhören, es wäre ja eine Frechheit dafür dann auch noch 2,50€ zu verlangen).
Das sind Sachen, dei wir tagtäglich machen, ohne es an die grosse Glocke zu hängen oder gar dafür bezahlt zu werden. Aber dafür können wir es uns aber eben nicht erlauben, die Preise zu senken - und wieso erwartet eigedlich jeder, das die Preise SINKEN! seid doch froh, dass wir sie nicht erhöhen!! (was übrigens die Sonderangebotler machen, Gegenfinanzierung nennt man sowas, Indikatorartikel werden billiger, aber anderes, was unbekannter ist, wird teuerer). Wie heisst es doch so schön: Rabatt, das lass Dir sagen, ist immer vorher draufgeschlagen.








