neue Nadeln, Teil zwei
Geschrieben von
Miss Ellie
,
30 November 2011
·
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Und so geht es mir selber mit dem Stricknadelmarkt:
So etwa im April 2007 hatte ich wieder mal Probeknäuelchen bestellt, unter anderem ein Effektgarn in bunten Farben, so eins, das genug Pastik enthielt, um einem beim Anziehen einen Schlag zu verpassen, aber bunt war es, und ich brauchte Buntes. Weil mir die 6-er-Metallnadel zu schwer war, kaufte ich mir eine Bambusnadel und fand sie prima. Sie rutschte nicht so leicht aus dem Gestrick heraus wie es Metallnadeln tun, also schaffte ich auch Nadelspiele in Bambus an - ich brauche solche für Ärmel, nicht für Socken. Nach und nach hatte ich Bambusnadeln in Stärken von sechs bis dreikommafünf. Als es dann allerdings an die Bambusnadel in Stärke drei ging, wurde mir bange, dass ich sie durch zu festes Anfassen zerbrechen könnte - was die Dreiernadel angíng, war mir bei Metall einfach wohler. Zumal, wenn ich unelastische Baumwolle strickte. - Damit war mein Nadelrepertoire von I*** auf Bambus von Wem-auch-immer erweitert. Dann las ich als Abonnentin diverser Strickzeitschriften die Anzeigen der Firma A*** und bestellte beim nächsten Garnkauf im www gleich eine Nadel in 3,5 mit. Weil die Spitze speziell besonders gut gleitet und die Nadel, und der Übergang von der Nadel zum Seil, undsoweiter ... all diese Sätze eben, die ganz laut KAUF MICH schreien. Die Nadel kam, und das Seil hatte eine schadhafte Stelle - unfern der Übergangsstelle war es nicht rund, sondern flach, der Faden hakte ständig daran fest. Weil ich das aber nicht gleich merkte, sondern die neue Nadel erstmal ordentlich weggepackt hatte, kam es mir komisch vor, sie nach umzig Wochen zu reklamieren, also ließ ich es. Lust auf ausgedehnte Brief- und Mailwechsel hatte ich auch keine. Ich feilte die platte Stelle zurecht, strickte mit der guten teuren A***-Nadel, und es machte leise rupfrupfrupf bei jedem Maschenweiterschieben (Lace-Mohair, was auch sonst). Danach war ich etwas zurückhaltender was den Nadelkonsum betraf. Aber eines schönen Sonntagmorgens las ich wieder eine Anzeige, diesmal ging es um ein ganzes Nadelset, von Stärke 3,5 bis 6, auswechselbare Spitzen und Seile, alle Spitzen blitzeblank, also dachte ich mir: na, das wärs ja, da stricke ich den Lace-Schal mit einem langen Seil, und danach die Borte drumherum mit einem kurzen, aber derselben Spitze! - Eine Woche später hatte ich mein Set, Geschenk meines besten LAG von allen.
Die Spitzen waren blitzeblank, stimmt. Die Seile fügten sich glatt an, stimmt. So gesehen hätten wir beide sehr glücklich miteinander werden müssen. Leider aber waren (und sind) die blitzeblanken A***-Nadelspitzen kurz, viel kürzer als normale Rundnadeln, was mich beim Greifen ganz wuschig machte. Ich bin groß. Ich habe große Füße. Ich habe Hände wie Klodeckel. Tüchtige, breite, arbeitsame Hände. Für den Umgang mit streichholzformatigen Nädelchen sind sie nicht geschaffen. Ich hielt lange durch. Aber eines Abends sagte ich mir: was zum Teufel! und nahm meine Bambusnadel mit der langen Spitze und packte das teure Set weg. Ohne darüber zu reden.
So etwa im April 2007 hatte ich wieder mal Probeknäuelchen bestellt, unter anderem ein Effektgarn in bunten Farben, so eins, das genug Pastik enthielt, um einem beim Anziehen einen Schlag zu verpassen, aber bunt war es, und ich brauchte Buntes. Weil mir die 6-er-Metallnadel zu schwer war, kaufte ich mir eine Bambusnadel und fand sie prima. Sie rutschte nicht so leicht aus dem Gestrick heraus wie es Metallnadeln tun, also schaffte ich auch Nadelspiele in Bambus an - ich brauche solche für Ärmel, nicht für Socken. Nach und nach hatte ich Bambusnadeln in Stärken von sechs bis dreikommafünf. Als es dann allerdings an die Bambusnadel in Stärke drei ging, wurde mir bange, dass ich sie durch zu festes Anfassen zerbrechen könnte - was die Dreiernadel angíng, war mir bei Metall einfach wohler. Zumal, wenn ich unelastische Baumwolle strickte. - Damit war mein Nadelrepertoire von I*** auf Bambus von Wem-auch-immer erweitert. Dann las ich als Abonnentin diverser Strickzeitschriften die Anzeigen der Firma A*** und bestellte beim nächsten Garnkauf im www gleich eine Nadel in 3,5 mit. Weil die Spitze speziell besonders gut gleitet und die Nadel, und der Übergang von der Nadel zum Seil, undsoweiter ... all diese Sätze eben, die ganz laut KAUF MICH schreien. Die Nadel kam, und das Seil hatte eine schadhafte Stelle - unfern der Übergangsstelle war es nicht rund, sondern flach, der Faden hakte ständig daran fest. Weil ich das aber nicht gleich merkte, sondern die neue Nadel erstmal ordentlich weggepackt hatte, kam es mir komisch vor, sie nach umzig Wochen zu reklamieren, also ließ ich es. Lust auf ausgedehnte Brief- und Mailwechsel hatte ich auch keine. Ich feilte die platte Stelle zurecht, strickte mit der guten teuren A***-Nadel, und es machte leise rupfrupfrupf bei jedem Maschenweiterschieben (Lace-Mohair, was auch sonst). Danach war ich etwas zurückhaltender was den Nadelkonsum betraf. Aber eines schönen Sonntagmorgens las ich wieder eine Anzeige, diesmal ging es um ein ganzes Nadelset, von Stärke 3,5 bis 6, auswechselbare Spitzen und Seile, alle Spitzen blitzeblank, also dachte ich mir: na, das wärs ja, da stricke ich den Lace-Schal mit einem langen Seil, und danach die Borte drumherum mit einem kurzen, aber derselben Spitze! - Eine Woche später hatte ich mein Set, Geschenk meines besten LAG von allen.
Die Spitzen waren blitzeblank, stimmt. Die Seile fügten sich glatt an, stimmt. So gesehen hätten wir beide sehr glücklich miteinander werden müssen. Leider aber waren (und sind) die blitzeblanken A***-Nadelspitzen kurz, viel kürzer als normale Rundnadeln, was mich beim Greifen ganz wuschig machte. Ich bin groß. Ich habe große Füße. Ich habe Hände wie Klodeckel. Tüchtige, breite, arbeitsame Hände. Für den Umgang mit streichholzformatigen Nädelchen sind sie nicht geschaffen. Ich hielt lange durch. Aber eines Abends sagte ich mir: was zum Teufel! und nahm meine Bambusnadel mit der langen Spitze und packte das teure Set weg. Ohne darüber zu reden.








