Schottland die zweite
Geschrieben von
Miss Ellie
,
06 September 2011
·
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Wir wollten in die Highlands, erstmal Richtung Inverness. Aber unser Landlord hatte uns zwei Empfehlungen mitgegeben, die beide an der Strecke lagen, nämlich Pitlochry und Bruar. Pitlochry war gerammelt voller Andenkenläden, Strickwarenläden, Cafés, Kneipen, alle an einer Straße aufgereiht, nur leider wars zum Kaffeetrinken noch zu früh. Die Landschaft war hübsch und lieblich mit vielen Bäumen, Hügeln im Hintergrund, einem Fluss und vielen Blumenkübeln, mit denen sie den Ort ordentlich herausgeputzt hatten. In Bruar gabs einen Wasserfall, zu dem ein gut ausgeschilderter Fußweg führte. Im Tal wuchsen überall Rhododendren, wie schade, das nicht im Frühling zu sehen, wenn die ganze pracht blüht. Die Erde war torfig, das Wasser meistens auch recht braun, an den Ufern wuchsen Moose, ich dachte an Bonny Banks und Bonny Braes und wusste, was damit gemeint sein musste.
In Bruar gabs aber hauptsächlich ein riesiges Einkaufszentrum für Strickwaren und Karostoffe und -kleidung, eine Food Hall mit lokalen Spezereien, und als wir den Ort verließen, trugen wir eine Tasche mit drei Kaschmirschals in hübschen Karomustern, einem riesengroßen wollenen Männerpullover (wieder einer, den ich nicht stricken muss) und roten Schuhen - wie es eben passiert, wenn man harmlos meint, den Outletladen mal eben durchstreifen zu können.
Über die Straße nach Inverness ist hauptsächlich zu sagen, dass es dort nirgends Raststätten oder Klos gibt. Es gibt auch keine Tankstellen. Es gibt wunderbare Wälder und Hügel und Täler, und mehr davon hinter der nächsten Biegung und hinter der übernächsten erst recht. Alles sehr hübsch, und gegen den Hunger kann man ja ein Picknick für unterwegs einpacken, aber irgendwann braucht der Mensch doch mal wieder den Platz zum Händewaschen. Kurz vor Inverness endlich eine Tourist Info, wo wir eine Weile verhandelten, bis ein Quartier gefunden war, außerhalb von Inverness auf der Black Isle.
In Bruar gabs aber hauptsächlich ein riesiges Einkaufszentrum für Strickwaren und Karostoffe und -kleidung, eine Food Hall mit lokalen Spezereien, und als wir den Ort verließen, trugen wir eine Tasche mit drei Kaschmirschals in hübschen Karomustern, einem riesengroßen wollenen Männerpullover (wieder einer, den ich nicht stricken muss) und roten Schuhen - wie es eben passiert, wenn man harmlos meint, den Outletladen mal eben durchstreifen zu können.
Über die Straße nach Inverness ist hauptsächlich zu sagen, dass es dort nirgends Raststätten oder Klos gibt. Es gibt auch keine Tankstellen. Es gibt wunderbare Wälder und Hügel und Täler, und mehr davon hinter der nächsten Biegung und hinter der übernächsten erst recht. Alles sehr hübsch, und gegen den Hunger kann man ja ein Picknick für unterwegs einpacken, aber irgendwann braucht der Mensch doch mal wieder den Platz zum Händewaschen. Kurz vor Inverness endlich eine Tourist Info, wo wir eine Weile verhandelten, bis ein Quartier gefunden war, außerhalb von Inverness auf der Black Isle.








