a pro pos
Geschrieben von
Miss Ellie
,
21 Juni 2011
·
164 Aufrufe
Vielen Dank für die Anteilnahme anlässlich meiner Litanei über lange Arbeitstage und müde Augen!
Êine Bildschirmbrille habe ich, vom Arbeitgeber bezahlt, insofern muss ich mich nicht beklagen. Der Bildschirm steht neben dem fenster, die Beleuchtung von außen ist aber eher gedämpft, da ich zum überdachten Atrium hinausblicke. Der Bildschirm ist ein schöner HP LP2465 Widescreen. Nur freitags, beim Home Office, muss ich mich mit dem kleinen Laptopdisplay begnügen.
Tatsache ist: ich brauche mehr Schlaf als früher (=vor dem Krebs). Ich werde schneller müde, oder aber ich drücke die Müdigkeit dann nicht weg und reiße mich zusammen, sondern gestatte mir, müde zu sein. Meine Kinder verdrehen schon die Augen, wenn ich meinen Standardspruch loslasse: Ich bin alt und krank, ich darf müde sein. - In der Kur, vor einem Jahr, sprachen wir in einigen Gruppen darüber, wie wichtig es ist, für ausreichend Schlaf zu sorgen. Es brauchte bei mir Monate, bis ich das einigermaßen umgesetzt hatte. Es ist ja alles um einen herum so schön bunt und interessant, die vielen Läden, das Internet, das Fernsehen, die Kinofilme und VHS-Kurse .... und das Leben ist kurz, da könnte man ja was verpassen ... ich finde es ganz schön schwierig, die bunte Umwelt zu ignorieren. Aber so gaaaaaaaaaanz allmählich komme ich wieder runter von meiner Überdosis Unterhaltung. TV nur ausgewählt, anschalten erst nach Programmauswahl, und wenn bloß Schrott läuft, dann allenfalls Nachrichten und Wetterbericht. Zeitschriften: hmtja ... sagen wir: wenige (Soll ich eigentlich The Knitter abonnieren? Nun, da ich mich von zwei anderen Abos getrennt habe? Hm?). Kino: selten. Shopping: nur gezielt. Undsoweiter.
Ich hab keine Lust mehr, in all diesen "ich-bin-so-superbeschäftigt"-Angeberrunden auf den vorderen Plätzen mitzuspielen. Ich arbeite auf den Leerlauf hin. Was ich will ist Langeweile. Die Welt dreht sich auch ohne mich.
Êine Bildschirmbrille habe ich, vom Arbeitgeber bezahlt, insofern muss ich mich nicht beklagen. Der Bildschirm steht neben dem fenster, die Beleuchtung von außen ist aber eher gedämpft, da ich zum überdachten Atrium hinausblicke. Der Bildschirm ist ein schöner HP LP2465 Widescreen. Nur freitags, beim Home Office, muss ich mich mit dem kleinen Laptopdisplay begnügen.
Tatsache ist: ich brauche mehr Schlaf als früher (=vor dem Krebs). Ich werde schneller müde, oder aber ich drücke die Müdigkeit dann nicht weg und reiße mich zusammen, sondern gestatte mir, müde zu sein. Meine Kinder verdrehen schon die Augen, wenn ich meinen Standardspruch loslasse: Ich bin alt und krank, ich darf müde sein. - In der Kur, vor einem Jahr, sprachen wir in einigen Gruppen darüber, wie wichtig es ist, für ausreichend Schlaf zu sorgen. Es brauchte bei mir Monate, bis ich das einigermaßen umgesetzt hatte. Es ist ja alles um einen herum so schön bunt und interessant, die vielen Läden, das Internet, das Fernsehen, die Kinofilme und VHS-Kurse .... und das Leben ist kurz, da könnte man ja was verpassen ... ich finde es ganz schön schwierig, die bunte Umwelt zu ignorieren. Aber so gaaaaaaaaaanz allmählich komme ich wieder runter von meiner Überdosis Unterhaltung. TV nur ausgewählt, anschalten erst nach Programmauswahl, und wenn bloß Schrott läuft, dann allenfalls Nachrichten und Wetterbericht. Zeitschriften: hmtja ... sagen wir: wenige (Soll ich eigentlich The Knitter abonnieren? Nun, da ich mich von zwei anderen Abos getrennt habe? Hm?). Kino: selten. Shopping: nur gezielt. Undsoweiter.
Ich hab keine Lust mehr, in all diesen "ich-bin-so-superbeschäftigt"-Angeberrunden auf den vorderen Plätzen mitzuspielen. Ich arbeite auf den Leerlauf hin. Was ich will ist Langeweile. Die Welt dreht sich auch ohne mich.









Aber das vermehrte Schlafbedürfnis hat nicht nur mit Deiner Erkrankung zu tun denke ich, denn ich brauche auch mehr Ruhe und Schlaf als noch vor ein paar Jahren.
LG,
Birgit