Lieblingspullover, philosophisch
Geschrieben von
Miss Ellie
,
29 Januar 2008
·
152 Aufrufe
Die verstrickte Dienstagsfrage 5/2008
Wie sieht für dich der ideale Lieblingspullover aus? Welche Ausschnittform bevorzugst du, welche Ärmelform, was für ein Material, wie würdest du Farbe(n) und Muster wählen?
Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Das ist schon eine Frage, die dem Logiker einiges zu rätseln gibt. Geht es doch nicht nur um den Lieblingspullover, sondern um den IDEALEN Lieblingspullover, was wiederum die Frage aufwirft, wie denn der NICHT IDEALE Lieblingspullover beschaffen wäre. Oder ob in meinem Gemüt etwas, das von nicht idealer Wesensart ist, überhaupt eine Chance hätte, es zu Lieblingsehren zu bringen. Wahrscheinlich nicht. Das Auge der Liebe findet Perfektion auch dort, wo andere Unvollkommenheiten sehen. Oder geht es hier nicht um den wirklichen Pullover, sondern nur um seine Idee im platonischen Sinne?
Zu den wirklichen Lieblingspullovern. Was ich am liebsten stricke und was ich am liebsten trage ist nicht ein- und dasselbe. Was ich am liebsten stricke, ist einfarbig, aber um Himmels willen nicht zu dunkel und schon gar nicht schwarz. Es ist aus Wolle, Nadelstärke zweieinhalb bis drei, denn Wolle ist schön elastisch und man muss sich bei verschränkten und zusammengestrickten Maschen nicht so schrecklich abplagen; es hat Muster, die mich angenehm unterhalten und keine Langeweile aufkommen lassen. Es hat keine oder nur sehr wenige Nähte. Der Ausschnitt ist rund oder geht gleich bis an die Ohren hoch. Wenns ein V-Ausschnitt ist, wird die Ausschnittblende gleich mit hoch gestrickt, denn Maschen entlang eines V-Ausschnitts aufnehmen tue ich nur sehr, sehr ungern. Die Ärmel sind eng anliegend bis zum Ellbogen, darunter können sie schon mal Trompetenform haben. Was mich im übrigen, wenn ichs tragen sollte, unheimlich nervt, rumschlabbernde Ärmelenden. Aber zu stricken sind sie nett. Das Lieblingsgestrick zeigt Körperform, denn gerade runter- bzw hoch stricken ist langweilig, und Formlösungen unterhalten die Strickerin. Größer/ kleiner werdende Muster. Zöpfe aus Rippen. Dazwischen gesetzte Rippenmuster. Betonte Ab- und Zunahmen, solche Sachen. Muster mag ich fast alle, gestehe aber, dass bei mir Verdruss einsetzt, wenn ich in jeder oder jeder zweiten Reihe mit der Zopfnadel hantieren muss. Daher bin ich mit irischen verkreuzten Mustern und mit Gezopftem sparsam. Ist ja auch edler im Stil, ne. Ich mag Borten. Ich stricke auch Rüschen an Kanten. Allovermuster versehe ich aber lieber mit glatten Borten. Soviel zum Lieblingsgestrick.
Was ich am liebsten trage? Dünne schwarze Wollcardigans und V-Pullis und Rollis.
Wie sieht für dich der ideale Lieblingspullover aus? Welche Ausschnittform bevorzugst du, welche Ärmelform, was für ein Material, wie würdest du Farbe(n) und Muster wählen?
Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Das ist schon eine Frage, die dem Logiker einiges zu rätseln gibt. Geht es doch nicht nur um den Lieblingspullover, sondern um den IDEALEN Lieblingspullover, was wiederum die Frage aufwirft, wie denn der NICHT IDEALE Lieblingspullover beschaffen wäre. Oder ob in meinem Gemüt etwas, das von nicht idealer Wesensart ist, überhaupt eine Chance hätte, es zu Lieblingsehren zu bringen. Wahrscheinlich nicht. Das Auge der Liebe findet Perfektion auch dort, wo andere Unvollkommenheiten sehen. Oder geht es hier nicht um den wirklichen Pullover, sondern nur um seine Idee im platonischen Sinne?
Zu den wirklichen Lieblingspullovern. Was ich am liebsten stricke und was ich am liebsten trage ist nicht ein- und dasselbe. Was ich am liebsten stricke, ist einfarbig, aber um Himmels willen nicht zu dunkel und schon gar nicht schwarz. Es ist aus Wolle, Nadelstärke zweieinhalb bis drei, denn Wolle ist schön elastisch und man muss sich bei verschränkten und zusammengestrickten Maschen nicht so schrecklich abplagen; es hat Muster, die mich angenehm unterhalten und keine Langeweile aufkommen lassen. Es hat keine oder nur sehr wenige Nähte. Der Ausschnitt ist rund oder geht gleich bis an die Ohren hoch. Wenns ein V-Ausschnitt ist, wird die Ausschnittblende gleich mit hoch gestrickt, denn Maschen entlang eines V-Ausschnitts aufnehmen tue ich nur sehr, sehr ungern. Die Ärmel sind eng anliegend bis zum Ellbogen, darunter können sie schon mal Trompetenform haben. Was mich im übrigen, wenn ichs tragen sollte, unheimlich nervt, rumschlabbernde Ärmelenden. Aber zu stricken sind sie nett. Das Lieblingsgestrick zeigt Körperform, denn gerade runter- bzw hoch stricken ist langweilig, und Formlösungen unterhalten die Strickerin. Größer/ kleiner werdende Muster. Zöpfe aus Rippen. Dazwischen gesetzte Rippenmuster. Betonte Ab- und Zunahmen, solche Sachen. Muster mag ich fast alle, gestehe aber, dass bei mir Verdruss einsetzt, wenn ich in jeder oder jeder zweiten Reihe mit der Zopfnadel hantieren muss. Daher bin ich mit irischen verkreuzten Mustern und mit Gezopftem sparsam. Ist ja auch edler im Stil, ne. Ich mag Borten. Ich stricke auch Rüschen an Kanten. Allovermuster versehe ich aber lieber mit glatten Borten. Soviel zum Lieblingsgestrick.
Was ich am liebsten trage? Dünne schwarze Wollcardigans und V-Pullis und Rollis.








