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Socke "verkehrt" herum stricken


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8 Antworten in diesem Thema

#1 malika

malika

    Semi-Profi

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  • 39 Beiträge

Geschrieben 17.11.2003 - 15:53

Hallo Ihr lieben StrickerInnen,
In einem anderen Thread hat Nachtkerze etwas von einer in der anderen Richtung gestrickten Socke erwähnt. Das würd mich Irre interessieren, könnte mir dass jemand beschreiben? Ich spekulier darauf, dass zumindest Nachtkerze hier weiterhelfen kann. Dann könnteman ja wirklich das Maximale an Sockenrohr rausholen, ohne um die Spitze bangen zu müssen...
vielen Dank,
malika

#2 nachtkerze

nachtkerze

    Gerade reingestolpert

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  • 3 Beiträge

Geschrieben 19.11.2003 - 11:31

Hallo malika :wink:
Socken von der Spitze an zu stricken klingt furchtbar kompliziert, ist es aber nicht.
Ich arbeite die Sockenspitze nach der Anleitung für Regia-Wolle (www.coatsgmbh.de).
Für die Spitze schlage ich 12 Maschen an (wie zum Kunststricken um einen Fadenring) und verteile sie auf ein Nadelspiel. Zum Sichern stricke ich eine Reihe darüber. Jetzt beginnen die Zuhnahmen und zwar ausgehend von der Größentabelle für Regia vun unten, also für Socken in Größe 37 bedeutet das:
6 mal in jeder Reihe eine Masche aus dem Querfaden verschänkt aufnehmen (=> 9 Maschen auf jeder Nadel)
dann 3 mal in jeder 2. Reihe eine Masche aufnehmen (=> 12 Maschen)
dann 2 mal in jeder 3. Reihe eine Masche aufnehmen (=> 14 Maschen) und schließlich 1 mal in jeder 4. Reihe eine Masche aufnehmen (=> 15 Maschen). Jetzt habe ich die 60 Maschen für meinen Socken auf dem Nadelspiel und stricke die erforderliche Fußlänge.
Dann arbeite ich eine Ferse nach der Anleitung für "Ferse mit verkürzten Reihen", und schließlich geht der Rest der Wolle in den Sockenschaft.
Ich hoffe meine Anleitung ist halbwegs verständlich, ansonsten stehe ich für weitere Fragen gerne zur Verfügung.
Viel Spaß beim Stricken :P
Ellen

#3

  • Guests

Geschrieben 19.11.2003 - 18:00

Hallo Nachtkerze!!

Sag mal, ist das jetzt einfacher von unten zu stricken?

Irgendwie sehe ich da momentan keinen Vorteil.
Ich gebe zu, dass ich einfach lieber Maschen abnehme als zunehme :D
Finde ich irgendwie einfacher.

Meike

#4

  • Guests

Geschrieben 20.11.2003 - 08:07

Hallo Meike,

der größte (vielleicht einzige) Vorteil ist, daß man keine Angst haben muß, die Wolle würde nicht reichen. Man strickt den Schaft einfach nach oben, bis das Knäuel zu Ende ist. Damit sammeln sich dann auch keine Reste an.
Bei einem 100g-Opal-Knäuel funktioniert der Trick aber nicht, da muß man dann doch irgendwie die Hälfte übrigbehalten. ;-)

Allerdings habe ich bislang noch nie Probleme mit zuwenig Sockengarn gehabt, sogar ein Paar Riesensocken Größe 48 bekam ich problemlos aus 100 g Regia Stretch heraus.

Zahlreiche Grüße
Kerstin

#5 malika

malika

    Semi-Profi

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  • 39 Beiträge

Geschrieben 20.11.2003 - 17:53

Hallo,
vielen Dank für die Anleitung, werde es bestimmt probieren. Ja, wie das mit der Ferse abhaut konnt ich mir nicht ganz vorstellen, aber mit verkürzten Reihen- da bin ich nicht draufgekommen.
Die Ideereizt mich immens, ich mag es wenn Socken einen superlangen Schaft haben.
Vielen Dank, bei Problemen melde ich mich wieder,
malika

#6

  • Guests

Geschrieben 21.11.2003 - 13:30

Ich habe das mit den rundgestrickten Socken probiert - einfach Klasse, die Steigerung wäre nun noch mit der Spitze anzufangen wegen der optimalen Wollausnutzung, dürfte nicht so schwierig sein.
Ich hatte auch nur mit einem Knäuel Wolle gestrickt - 1x von außen 1x von innen - es gab ertaunlich wenig Fitz.

Viele Grüße und danke für die Anregungen :D

#7 nachtkerze

nachtkerze

    Gerade reingestolpert

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  • 3 Beiträge

Geschrieben 21.11.2003 - 14:46

Hallo Meike!
Um auf Deine Frage zu antworten, wo der Vorteil für das Rückwärtsstricken ist, kann ich nur sagen er liegt an meinen Füßen.
Ich habe schmale 37er Füße.
Nach einer Sockentabelle (welche auch immer) oder Sockenanleitungen in Zeitschiften habe ich auf herkömmliche Art Socken gestrickt, die zwar hübsch aussahen, aber hinten und vorne nicht passten, zu weit, zu lang und der Schaft zu kurz. Das hat mich regelmäßig geärgert.
So bin ich der Methode der Rückwärtsstrickens verfallen, egal mit welcher Wolle nehme ich die Maschen auf bis ich meine Fußweite erreicht habe.
Stricke solange glatt rechts oder in Muster bis ich ungefähr zum Knöchekübergang gelange, damit habe ich die optimale Strumpflänge für meine Füße unabhängig von Wolle und Nadelstärke. Schließlich kann ich den Schaft so lang stricken wie ich ihn will, was oft ziehmlich lang ist, da ich ihn gerne über Stiefeletten krempel.
Einen winzigen persönlichen Vorteil hat diese Methode noch, die Spitze (ich hasse das Stricken der Sockenspitze) ist schon erledigt.
Bis bald
Ellen

#8

  • Guests

Geschrieben 27.11.2003 - 13:19

Hallo Ellen!!

Ok - das mit dem Knäul komplett verstricken und so leuchtet mir ein!
Auch das mit der Fußweite!

Ich habe auch Schuhgröße 37 und so ganz passen die Socken in der Breite nach den üblichen Sockentabellen nie.

Wobei - ich nehme grundsätzlich 4 bis 8 Maschen weniger auf als angegeben - im Laufe eines Tages weitet sich so ein Socken ja auch wieder!!

Spitzenstricken macht mit nichts aus :wink:

Meike

#9

  • Guests

Geschrieben 27.11.2003 - 13:19

Hallo Ellen!!

Ok - das mit dem Knäul komplett verstricken und so leuchtet mir ein!
Auch das mit der Fußweite!

Ich habe auch Schuhgröße 37 und so ganz passen die Socken in der Breite nach den üblichen Sockentabellen nie.

Wobei - ich nehme grundsätzlich 4 bis 8 Maschen weniger auf als angegeben - im Laufe eines Tages weitet sich so ein Socken ja auch wieder!!

Spitzenstricken macht mit nichts aus :wink:

Meike




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