Zopfmuster
#1
Geschrieben 17.08.2011 - 14:50
ich habe eine singer doppelbett und muß jetzt ein zopfmuster stricken, weis aber nicht wie das geht. kann mir jemand weiterhelfen? gibt es vll. video?
vielen dank schon im voraus.
lbg. aus dem ruhrgebiet
kaffeemuehle
#2
Geschrieben 17.08.2011 - 19:10
hallo und guten tag,
ich habe eine singer doppelbett und muß jetzt ein zopfmuster stricken, weis aber nicht wie das geht. kann mir jemand weiterhelfen? gibt es vll. video?
vielen dank schon im voraus.
lbg. aus dem ruhrgebiet
kaffeemuehle
Rechts-links-stricken kannst du? Zöpfe funktionieren im Prinzip gleich wie beim Handstricken. Es werden die Maschen mittels eines Deckerkammes umgehängt.
lG
Susanne
#3
Geschrieben 17.08.2011 - 21:05
hallo susanne,
hallo und guten tag,
ich habe eine singer doppelbett und muß jetzt ein zopfmuster stricken, weis aber nicht wie das geht. kann mir jemand weiterhelfen? gibt es vll. video?
vielen dank schon im voraus.
lbg. aus dem ruhrgebiet
kaffeemuehle
Rechts-links-stricken kannst du? Zöpfe funktionieren im Prinzip gleich wie beim Handstricken. Es werden die Maschen mittels eines Deckerkammes umgehängt.
lG
Susanne
ich habe mich schon beim handstricken nicht an zöpfe getraut. wie geht das umhängen mit dem deckerkamm?
lg
ulla
#4
Geschrieben 17.08.2011 - 21:17
Man verkreuzt beispielsweise zwei Gruppen à 2 Maschen miteinander. Diese insgesamt 4 Maschen müssen natürlich direkt nebeneinander liegen. Du hast also 2 M auf der linken Seite und 2 M auf der rechten Seite. Außerdem brauchst Du zwei Zweifach-Decker. (Die Decker-Nadeln sollten genau so viele Ösen haben, wie eine Maschengruppe Maschen hat. Für einen Zopf mit 3 + 3 Maschen brauchst Du also zwei Dreifachdecker.)ich habe mich schon beim handstricken nicht an zöpfe getraut. wie geht das umhängen mit dem deckerkamm?
Mit dem einen Zweifachdecker die Maschen von den Nadeln heben, die hinter den anderen liegen sollen. Die Nadeln dabei in Arbeitsposition lassen. Mit dem zweiten Zweifachdecker die Maschen abheben, die vor den zuerst abgehobenen liegen sollen. Du balancierst jetzt zwei Gruppen à 2 Maschen, jede auf einem Zweifachdecker. Die zuletzt abgehobene Gruppe nun auf die zuerst freigewordenen Nadeln hängen, danach die zuerst abgehobenen Maschen auf die zuletzt freigewordenen Nadeln hängen.
Mehr Infos über Zopfmuster an der Strickmaschine gibt es hier:
http://strickmoden.d...ster/index.html
Und nicht vergessen: Übung macht den Meister. Probier zuerst mal an einem Probestück, bevor Du Dich an einen ganzen Pullover wagst. Je nachdem, welche Gruppe Du zuerst abhebst, die auf der rechten oder der linken Seite, dreht sich Dein Zopf in die eine oder in die andere Richtung. Wenn Du die Verkreuz-Richtung nicht durchgängig beibehältst, bekommst Du ein anderes Muster als einen "regulären" Zopf.
Zahlreiche Grüße
Kerstin
#5
Geschrieben 18.08.2011 - 07:29
ich hätte noch ein paar Ergänzungen:
1. nach dem "Verzopfen" die Nadeln des Zopfes und auch die Nachbarnadeln links und rechts vom Zopf in D-Position (Empisal) schieben. Also ganz nach vorne zu Dir hin.
2. rechts und links vom Zopf eine Masche auslassen, dadurch hebt sich der Zopf besser vom Rest ab.
3. wer es ganz genau machen will - nach ca. 10 Reihen die Nachbarmaschen des Zopfes fallen lassen (ja ehrlich) und als rechte Maschen mit dem Haken hochhäkeln. Sieht besser aus als ausgelassene Maschen.
Viele Grüße
Ritschie
#6
Geschrieben 18.08.2011 - 08:41
hallo und guten morgen,Man verkreuzt beispielsweise zwei Gruppen à 2 Maschen miteinander. Diese insgesamt 4 Maschen müssen natürlich direkt nebeneinander liegen. Du hast also 2 M auf der linken Seite und 2 M auf der rechten Seite. Außerdem brauchst Du zwei Zweifach-Decker. (Die Decker-Nadeln sollten genau so viele Ösen haben, wie eine Maschengruppe Maschen hat. Für einen Zopf mit 3 + 3 Maschen brauchst Du also zwei Dreifachdecker.)ich habe mich schon beim handstricken nicht an zöpfe getraut. wie geht das umhängen mit dem deckerkamm?
Mit dem einen Zweifachdecker die Maschen von den Nadeln heben, die hinter den anderen liegen sollen. Die Nadeln dabei in Arbeitsposition lassen. Mit dem zweiten Zweifachdecker die Maschen abheben, die vor den zuerst abgehobenen liegen sollen. Du balancierst jetzt zwei Gruppen à 2 Maschen, jede auf einem Zweifachdecker. Die zuletzt abgehobene Gruppe nun auf die zuerst freigewordenen Nadeln hängen, danach die zuerst abgehobenen Maschen auf die zuletzt freigewordenen Nadeln hängen.
Mehr Infos über Zopfmuster an der Strickmaschine gibt es hier:
http://strickmoden.d...ster/index.html
Und nicht vergessen: Übung macht den Meister. Probier zuerst mal an einem Probestück, bevor Du Dich an einen ganzen Pullover wagst. Je nachdem, welche Gruppe Du zuerst abhebst, die auf der rechten oder der linken Seite, dreht sich Dein Zopf in die eine oder in die andere Richtung. Wenn Du die Verkreuz-Richtung nicht durchgängig beibehältst, bekommst Du ein anderes Muster als einen "regulären" Zopf.
Zahlreiche Grüße
Kerstin
mir wird jetzt duch deine darstellung vieles klarer, ich muß es halt ausprobieren. wieviel reihen können zwischen jedem zopf sein (damit es gut aussieht)? aber vll. ergibt das ja meine probe. vielen dank für deine mühe.
Moin Moin,
ich hätte noch ein paar Ergänzungen:
1. nach dem "Verzopfen" die Nadeln des Zopfes und auch die Nachbarnadeln links und rechts vom Zopf in D-Position (Empisal) schieben. Also ganz nach vorne zu Dir hin.
2. rechts und links vom Zopf eine Masche auslassen, dadurch hebt sich der Zopf besser vom Rest ab.
3. wer es ganz genau machen will - nach ca. 10 Reihen die Nachbarmaschen des Zopfes fallen lassen (ja ehrlich) und als rechte Maschen mit dem Haken hochhäkeln. Sieht besser aus als ausgelassene Maschen.
Viele Grüße
Ritschie
hallo und guten morgen, vielen dank für deine ergänzung. ich werde n´mich hinsetzen und es ausprobieren.
lbg. ulla
#7
Geschrieben 19.08.2011 - 12:27
Faustregel: Mindestens viele Reihen, wie man Maschen miteinander verkreuzt. Bei einem 2+2-Zopf also vier bis fünf Reihen zwischen den Verkreuzungen, bei einem 3+3-Zopf sechs bis acht Reihen.mir wird jetzt duch deine darstellung vieles klarer, ich muß es halt ausprobieren. wieviel reihen können zwischen jedem zopf sein (damit es gut aussieht)?
Ich mache übrigens gern "Sparzöpfe", bei denen z.B. zwei oder drei Verkreuzungen im Abstand von 4-6 R sind, und dann eine Pause von 10-12 R, bis die nächste Verkreuzungsrunde kommt. Die Nachbarzöpfe links dann versetzt. Hat einen schönen Flächen-Effekt, benötigt aber erheblich weniger Zeit.
Und noch an ritsch-ratsch: Ich stricke Zopfmuster meistens mit Doppelbett, da sind die Linksmaschen bereits vorhanden. Man muss weder Maschen fallen lassen noch außer Arbeit stellen. Man muss aber am vorderen Nadelbett die Maschenweite deutlich heruntersetzen, wenn da nur einzelne Maschen sind.
Zahlreiche Grüße
Kerstin
#8
Geschrieben 19.08.2011 - 18:01
ich habe gerade interessiert Deine Beschreibungen gelesen, ich möchte mich nämlich auch an einen Zopfpullover wagen.
Du hast mir da schon sehr weiter geholfen.
Was ich nicht so ganz verstehe: was meinst Du mit "am vorderen Nadelbett die Maschenweite herunter setzen"?
Muß ich die Maschen enger stricken?
Liebe Grüße, Dörte, mit Brett vorm Kopf
#9
Geschrieben 19.08.2011 - 19:25
wenn ich mich mal einmischen darf
Da am VNB viel weniger Nadeln stricken stellt man die MW entsprechend kleiner ein. Ist was Spielerei bis man's hat aber es lohnt sich.
Bestrickende Grüße
Annie
#10
Geschrieben 19.08.2011 - 20:13
Da gab es zum Beispiel auch mal den Tipp, zwischen den beiden Zopfelementen jeweils vor den Verkreuzungen eine "Sprengmasche" am Vorderbett mitzustricken, die dann beim Verkreuzen wieder fallen gelassen wird. Das könnte man sich ja sparen, wenn man am Vorderbett große Maschen hätte.
Fragende Grüße von Anna
#11
Geschrieben 19.08.2011 - 21:34
Anna, verzopfst Du denn am VNB?
Liebe Grüße, Dörte
#12
Geschrieben 19.08.2011 - 23:55
Oder meinst Du die Sprengmaschen? Dazu schiebt man in der Reihe vorm Verkreuzen eine Nadel am VNB in Arbeitsposition, und zwar so, dass sie zwischen den Zöpfen liegt. Der Faden wird an dieser Stelle dann von der Nadel "gefangen" und wenn man ihn beim Verkreuzen wieder fallen lässt, hat man etwas mehr Spiel im Faden zum Verzopfen.
Nachtgruß von Anna
#13
Geschrieben 20.08.2011 - 09:34
Nein, aber wenn die Maschen unmittelbar neben den Zöpfen größer sind, gibt das ja auch mehr Spielraum - und man hat ja normal links und rechts der Zöpfe ein paar Maschen am VNB, damit die Zöpfe auf Linksgrund liegen, oder?
Ja, genau, so macht man das beim Handstricken ja auch.
Dann liegen die Zöpfe plastischer auf.
Aber könnte es vielleicht sein, dass, wenn man die MW am VNB größer einstellt, die Maschen nicht vernünftig abgestrickt werden?
Oder meinst Du die Sprengmaschen? Dazu schiebt man in der Reihe vorm Verkreuzen eine Nadel am VNB in Arbeitsposition, und zwar so, dass sie zwischen den Zöpfen liegt. Der Faden wird an dieser Stelle dann von der Nadel "gefangen" und wenn man ihn beim Verkreuzen wieder fallen lässt, hat man etwas mehr Spiel im Faden zum Verzopfen.
Das hab ich irgendwo schon mal gelesen.
Dann kann man aber keine linken Maschen neben den Zöpfen mehr stricken, oder?
Sobald es wieder regnet werde ich mich da mal durchprobieren.
Mal schauen, was mir besser gefällt
Liebe Grüße, Dörte
#14
Geschrieben 20.08.2011 - 09:50
Dann kann man aber keine linken Maschen neben den Zöpfen mehr stricken, oder?
Doch, das geht schon. Die Sprengmasche legt man ja in der Zopfmitte an, die vermischt sich nicht mit den Linksmaschen. (Ich gehe davon aus, dass Du die "Linksmaschen" am VNB hast, den Zopf selbst am Hauptbett.)
Meinen erster Zopfpullover, der sehr viele Verknotungen hatte, habe ich am Doppelbett gestrickt, ohne Sprengmaschen. Leider habe ich ihn nicht mehr, irgendwann hat mir die Farbe nicht mehr gefallen und ich habe ihn weggegeben, sonst würde ich ihn zeigen.
Später habe ich auch mal mit Sprengmaschen gezopft (bei meinem Svashtara-Schal), das ging wesentlich einfacher.

Das Bild ist leider sehr klein, aber man kann es hoffentlich halbwegs erkennen ... der Schal hängt an der Maschine. Ich hab ihn noch ein zweites Mal in Rot gestrickt.
Grüße von Anna
#15
Geschrieben 20.08.2011 - 10:59
Danke fürs zeigen!
Und jetzt habe ich das auch verstanden
Dann werde ich mich demnächst doch mal ans zopfen an der Maschine machen.
Danke fürs erklären
Liebe Grüße, Dörte










