Jump to content


Photo

So schlage ich die Maschen beim Sockenstricken an


  • Please log in to reply
2 replies to this topic

#1 Hummelbrummel

Hummelbrummel

    Profi

  • Mitglieder
  • 194 posts

Posted 06.06.2009 - 20:55

Hallo zusammen,

Bin ja noch neu hier im Forum und habe gerade so querbeet gelesen. Dabei stieß ich auf eine Frage von jemanden zum Sockenanschlag, allerdings finde ich den Beitrag jetzt irgendwie nicht mehr (war auch schon älter, der Beitrag.)
Jedenfalls habe ich mir Eure Anleitung angesehen und festgestellt, dass ich dazu vielleicht noch einen Tipp als Ergänzung hätte.

Ich mache es so:

Wenn ich 64 Maschen brauche, schlage ich 16 auf zwei Nadeln an. Dann ziehe ich die eine Nadel raus und schlage die nächsten 16 mit den gleichen beiden Nadeln an.
Dann schlage ich 16 auf zwei anderen Nadeln zusammen an, ziehe eine heraus und schlage auf diesen beiden Nadeln die letzten 16 an. Noch hängt alles fest zusammen.
Jetzt ziehe ich von dem ertsen Doppelpack die Nadel, auf der 32 Maschen sind soweit raus, dass auf jeder Nadel 16 Maschen sind (hier muss man sehr aufpassen, dass man nicht die falsche erwischt), schließe zur Runde und stricke die beiden Nadeln ab. Auf den anderen beiden klemmen die restlichen Nadeln dabei noch fest, so dass sie nicht leicht herausrutschen können, es ist dann eher ein Dreieck. Erst dann ziehe ich auch bei diesen die eine Nadel soweit heraus, dass auf jeder 16 Maschen sind und stricke beide ab.

Früher sind mir oft nach dem Maschen anschlagen einzelne Nadeln rausgerutscht. Das passiert auf diese Weise nicht mehr.
Außerdem muss ich nur noch einmal beim Maschen anschlagen zählen, nicht noch mal beim Aufteilen.

Warum wird in Eurer Anleitung empfohlen, auf die erste Nadel eine Masche mehr und auf die letzte eine weniger zu legen? (Habe ich noch nie gemacht.)

Eure Seiten, Anleitung etc. finde ich sehr gelungen!

Viele Grüße, Hummelbrummel

#2 Saskia137

Saskia137

    Profi

  • Mitglieder
  • 110 posts

Posted 10.06.2009 - 09:34

Hallo Hummelbrummel,

in dem Thread ging es bzgl. dem Anschlagen z.B. auch darum, wann man den Anschlag zur Runde schließt. Manche schlagen die volle Maschenzahl an, stricken die Rückreihe und schließen dann erst zur Runde, andere schließen sofort zur Runde und wieder andere fangen mit einem Hilfsfaden/Kontrastfaden an (z.B. beim elastischen-italienischen Anschlag mit halber Maschenanzahl) und haben dann schon zur Runde geschlossen, wenn die erste Reihe überhaupt erst anfängt.

Warum wird in Eurer Anleitung empfohlen, auf die erste Nadel eine Masche mehr und auf die letzte eine weniger zu legen? (Habe ich noch nie gemacht.)

Warum bei der 1. und der 4. Nadel die Maschen ungleich aufteilen?
Ganz einfach, meistens wird wenn man sehr fest strickt das Gestricksel am Übergang von einer Nadel zur Anderen "irgendwie" bei der letzten und der ersten Masche einer Nadel immer minimal lockerer (durch den Abstand den einen die Nadeln eben aufzwingen). Wenn man am Anfang noch zur Runde schließen muß, wo ja eh noch alles ganz locker ist, dann kann der Übergang zwischen der 1. und der 4. Nadel zu locker werden und es eben einige Reihe dauern, bis man den festeren oder gleichmäßigeren Übergang von einer zur nächsten Nadel auch zwischen den Nadeln 4 und 1 hat.
Um dies zu verhindern hat man zwei Möglichkeiten:
  • in der 1. Reihe Tausch der 1. Masche von der 1. Nadel mit der letzten Masche von der letzten Nadel (also einmal verkreuzen um den Übergang stabiler zu gestalten)
  • einfach eine Masche von der 1. auf die letzte Nadel oder umgekehrt "verschieben", dann hat man zwischen den Übergängen der Nadeln nämlich auch "keine Luft" sondern von der Anschlagreihe schon den Faden dazwischen und der Übergang wird nicht so labbelig.
Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Frage einigermaßen beantworten.
Liebe Grüßle
Saskia

#3 Hummelbrummel

Hummelbrummel

    Profi

  • Mitglieder
  • 194 posts

Posted 11.06.2009 - 14:58

Hallo Saskia!

Ja, danke, ich glaub, ich habe es verstanden.
Allerdings empfinde ich es so, dass sich diese "Lücke", die beim Schließen der ersten Runde entsteht, eigentlich von selbst wieder gibt, wenn man einfach weiter strickt und sie nicht beachtet.

Ich habe als Jugendliche vor ungefähr 27 Jahren angefangen, Socken zu stricken. Tatsächlich erinnere ich mich, dass bei den damaligen fertigen Socken immer die vier Stellen, an denen die Nadeln wechselten, als senkrechte Linien irgendwie im Gestrick zu erkennen waren. Ich versuchte, dem entgegenzuwirken, indem ich am Übergang zwischen den Nadeln immer die Maschen besonders stramm anzog. Völlig erfolglos.
Mittlerweile ignoriere ich die Nadelübergänge einfach und stricke entspannt und ohne besondere Vorkehrungen weiter, auch wenn ich zum Beispiel Ärmel rundstricke (was ich auch immer auf 4 (5) Nadeln mache).

Und seltsam, seltsam - jetzt sieht man die Stellen nicht mehr und alles wird gleichmäßig. Also bei mir entstand die optische "Lücke" nicht durch den Übergang von einer Nadel zur anderen, sondern durch meine Panik davor und die entsprechende Sonderbehandlung....

Aber vermutlich hat da jeder so seine eigenen Erfahrungen und Tricks usw...

Viele Grüße, Hummelbrummel




Impressum  |  Datenschutzerklärung