Hallo zzusammen,
ich habe mal eine Frage an alle. Ich habe immer das "Problem", dass mir Modelle gefallen, aber meistens nicht die Wolle die dafür angegeben wurde. Wenn ich nun das Modell nachstricken möchte und eine andere Wolle verwende hat die meistens auch eine andere Lauflänge. Da man nicht immer die Möglichkeit hat Wolle die zuviel war zurück zu geben (z.b. bei Angeboten oder Versand) wollte ich mich mal erkundigen, ob man die Möglichkeit hat da evtl. eine Umrechnung mit der Lauflänge vorzunehmen, damit man weiß wieviel Wolle man benötigt. Hat da jemand Erfahrung?
Wäre schön, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilt oder wie ihr das handhabt.
Viele liebe Grüße aus der sehr nebligen Eifel
Petra
Umrechnung der Lauflänge bei Wolle
Erstellt von
bmwpetra
, 14.02.2008 - 11:57
5 Antworten in diesem Thema
#1
Geschrieben 14.02.2008 - 11:57
#2
Geschrieben 14.02.2008 - 15:19
Hallo, Petra,
ich taste mich da mal ran.
Angenommen, ein Garn hat eine Lauflänge von 100m/50g , dann sind das 200m/100g (des einfacheren Rechnens wegen nehme ich 100g)
Angenommen, in der Anleitung sind 550g von diesem Garn angegeben, dann bräuchte man insgesamt 200m x 5,5 = 1100m Garn insgesamt.
Nun hast du beispielsweise ein Garn mit einer LL von 180m/100g. Der Verstand sagt einem schon, dass man mehr Garn benötigt. Lasset uns rechnen:
Wir dividieren die 1100g durch 180m und bekommen 6,111... heraus, was etwas mehr als 610 g wären, die du benötigtest.
Umgekehrt: die Lauflänge ist 228m/100g, dann ist der Rechenprozess immer noch derselbe: du dividierst die 1100m durch 228 und erhältst 4,82, also 482g.
Solltest du das Garn 50g-weise kaufen, würdest du bei der Originalwolle 11 Knäuel kaufen, bei der dickeren 13 Knäuel und bei der dünneren 10 Knäuel. OK, ich weiß nicht, wie du es machen würdest, aber ich täte es.
Ciao
Michaela, aus dem Kalifornien Deutschlands
ich taste mich da mal ran.
Angenommen, ein Garn hat eine Lauflänge von 100m/50g , dann sind das 200m/100g (des einfacheren Rechnens wegen nehme ich 100g)
Angenommen, in der Anleitung sind 550g von diesem Garn angegeben, dann bräuchte man insgesamt 200m x 5,5 = 1100m Garn insgesamt.
Nun hast du beispielsweise ein Garn mit einer LL von 180m/100g. Der Verstand sagt einem schon, dass man mehr Garn benötigt. Lasset uns rechnen:
Wir dividieren die 1100g durch 180m und bekommen 6,111... heraus, was etwas mehr als 610 g wären, die du benötigtest.
Umgekehrt: die Lauflänge ist 228m/100g, dann ist der Rechenprozess immer noch derselbe: du dividierst die 1100m durch 228 und erhältst 4,82, also 482g.
Solltest du das Garn 50g-weise kaufen, würdest du bei der Originalwolle 11 Knäuel kaufen, bei der dickeren 13 Knäuel und bei der dünneren 10 Knäuel. OK, ich weiß nicht, wie du es machen würdest, aber ich täte es.
Ciao
Michaela, aus dem Kalifornien Deutschlands
#3
Geschrieben 14.02.2008 - 18:39
Danke, dass das so einfach ist hätte ich nicht gedacht. hast du das schon mal praktiziert? Denn ich habe schon bei Wolle Hartmuth nachgefragt und die meinten man müßte schon bei der LL bleiben.
Das ist ja dann super einfach!
Ich danke dir vielmals und wünsche bei alles dingen gutes gelingen.
Petra
Das ist ja dann super einfach!
Ich danke dir vielmals und wünsche bei alles dingen gutes gelingen.
Petra
#4
Geschrieben 15.02.2008 - 07:12
Hey,
bei der LL bleiben ist gut. Für Leute wie mich, die in den seltensten Fällen mit dem Originalgarn stricken wäre das ja fast nur katastrophal
Nee, nach der Methode von Michaela sollte das schon hinkommen.
Bestrickende Grüße
Annie
bei der LL bleiben ist gut. Für Leute wie mich, die in den seltensten Fällen mit dem Originalgarn stricken wäre das ja fast nur katastrophal
Nee, nach der Methode von Michaela sollte das schon hinkommen.
Bestrickende Grüße
Annie
#5
Geschrieben 15.02.2008 - 12:29
hast du das schon mal praktiziert? Denn ich habe schon bei Wolle Hartmuth nachgefragt und die meinten man müßte schon bei der LL bleiben.
Wie Annie praktiziere ich das ständig.
Ich weiß nicht, warum Wolle-Hartmuth diese Aussage macht. *Ironie ein* Die könnte glatt auch von einer Mitarbeiterin von Wolle-Rödel stammen, zumindest von den mir bekannten und erlebten *Ironie aus*.
Was natürlich problematisch werden kann - und das könnte Hartmuth vielleicht meinen-, ist, dass sich die Maschenprobe dann ändert und du möglicherweise die Angaben aus der Anleitung für eine andere Größe nehmen musst.
Dir ist klar, was ich meine? Bei dickerem Garn mit weniger Maschen auf 10 cm könntest du die Anleitung für die kleinere Größe verwenden, bei dünnerem Garn die von der größeren Größe. Das musst du im Einzelfall testen.
Ciao
Michaela
Bearbeitet von _Michaela_, 15.02.2008 - 12:31.
#6
Geschrieben 15.02.2008 - 20:18
Hallo Michaela,
ja ich habe verstanden was du meinst. Aber eine Maschenprobe muß man ja sowieso machen, weil jeder anders strickt, da ist ja dann nichts besonderes. Und es heißt ja auch nicht immer(!!!!) das eine längere LL auch eine dünner Nadelstärke hat.
Jedenfalls weiß ich nun Bescheid und kann nach Lust und Laune andere Wolle für die Modelle auswählen.
Ich danke euch für eure Unterstützung.
vlg
Petra
ja ich habe verstanden was du meinst. Aber eine Maschenprobe muß man ja sowieso machen, weil jeder anders strickt, da ist ja dann nichts besonderes. Und es heißt ja auch nicht immer(!!!!) das eine längere LL auch eine dünner Nadelstärke hat.
Jedenfalls weiß ich nun Bescheid und kann nach Lust und Laune andere Wolle für die Modelle auswählen.
Ich danke euch für eure Unterstützung.
vlg
Petra










