41 km
Posted by
wollpoldi
,
07 September 2010
·
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Das Ereignis liegt schon ein paar Monate zurück. Genau am 12.06.2010
Vorgeschichte:
Über die Iller num (Baden Württemberg) – herüben ist Bayern
– wird, wenn sich 3 Leute zweimal getroffen haben, ein Club gegründet.
Man muss wissen, dass die Bayern über die Württembergern und auch umgekehrt immer irgendwie frotzeln. Das ist nicht böse gemeint, es gehört irgendwie dazu
.
Gut, so haben sich vor Jahren 6 (Ehe)paare zusammengetan und einen Knödelclub gegründet. Das bedeutet, dass sich diese 6 Paare einmal im Jahr bei einem Paar treffen und ein Knödelessen veranstalten. Ebenso dazu gehört, dass sich das Mitglied mit einem runden Geburtstag etwas wünschen darf.
Eine der Damen – wohlgemerkt alles Rentner – fährt gerne Fahrrad. Wie gerne, habe ich erst später erfahren. Da sie in der gewohnten Umgebung schon alles mit dem Rad erkundet hatte, wollte sie etwas anderes sehen. Und wünschte sich eine Radtour.
Wir waren eingeladen. Hatte aber keine große Sorge, dass ich wirklich mit muss, weil mein Fahrrad seit 13 Jahren auf dem Heuboden dahingammelte und sicher nie wieder zum Leben erweckt werden kann.
Denkste. Nach einer Behandlung mit Dampfstrahler und Schraubenzieher, etwas Farbe und Öl, sah das wieder aus wie neu.
Gerhard versuchte meine Bedenken in Punkto nicht verschnaufen etc. zu zerstreuen. Sind ja alles Rentner, leichte Radtour etc. Ich lies mich breitschlagen. Wir fuhren irgendwo ins Württembergische mit dem Auto. Dann gings los.
Kilometerlang nur leicht bergauf. War ich da schon am Ende. Wo diese sog. Rentner drauflos strampelten, bin ich hinterher gelaufen. Dann ging’s wieder ein Stückchen normal. Auch für mich zum Fahren. Aber ich war im Laufen genauso schnell wie die anderen. Was muss frau eigentlich noch ein Rad mitschleppen
Irgendwann dachte ich, es wird schon langsam zu Ende gehen. Nix. Beiläufig wurde erwähnt, dass das eine Tour von ca. 40 km wird. Und für mich keine Chance mich irgendwo ins Cafe zu setzen und zu warten, bis diese Wahnsinnigen mich auf dem Rückweg wieder einsammeln.
Die Strecke führte im Kreis.
Dann fing’s an zu regnen. Wind. Selbst den Berg runter mussten wir noch treten.
Fix und alle sind wir dann 41 km und Stunden später wieder am Auto eingetroffen. Diese Lästermäuler machten sich dann noch lustig über uns jungen – ja uns, weil meinem Süßen der Allerwerteste so weht tat, dass er nur noch im Stehen radeln konnte. Gut, wenn frau da ein bisschen weicher sitzt. Stolz, wenn auch total am Ende, gestand ich dann, dass ich seit 13 Jahren das erste Mal (und ganz bestimmt das letzte Mal) wieder auf einem Fahrrad gesessen hatte. Damit hatte ich die Hochachtung aller. Warum ich denn nichts gesagt hätte.
Aber: das letzte was die Bayern wollen, ist Mitleid von Württembergern
Vorgeschichte:
Über die Iller num (Baden Württemberg) – herüben ist Bayern
Man muss wissen, dass die Bayern über die Württembergern und auch umgekehrt immer irgendwie frotzeln. Das ist nicht böse gemeint, es gehört irgendwie dazu
Gut, so haben sich vor Jahren 6 (Ehe)paare zusammengetan und einen Knödelclub gegründet. Das bedeutet, dass sich diese 6 Paare einmal im Jahr bei einem Paar treffen und ein Knödelessen veranstalten. Ebenso dazu gehört, dass sich das Mitglied mit einem runden Geburtstag etwas wünschen darf.
Eine der Damen – wohlgemerkt alles Rentner – fährt gerne Fahrrad. Wie gerne, habe ich erst später erfahren. Da sie in der gewohnten Umgebung schon alles mit dem Rad erkundet hatte, wollte sie etwas anderes sehen. Und wünschte sich eine Radtour.
Wir waren eingeladen. Hatte aber keine große Sorge, dass ich wirklich mit muss, weil mein Fahrrad seit 13 Jahren auf dem Heuboden dahingammelte und sicher nie wieder zum Leben erweckt werden kann.
Denkste. Nach einer Behandlung mit Dampfstrahler und Schraubenzieher, etwas Farbe und Öl, sah das wieder aus wie neu.
Gerhard versuchte meine Bedenken in Punkto nicht verschnaufen etc. zu zerstreuen. Sind ja alles Rentner, leichte Radtour etc. Ich lies mich breitschlagen. Wir fuhren irgendwo ins Württembergische mit dem Auto. Dann gings los.
Kilometerlang nur leicht bergauf. War ich da schon am Ende. Wo diese sog. Rentner drauflos strampelten, bin ich hinterher gelaufen. Dann ging’s wieder ein Stückchen normal. Auch für mich zum Fahren. Aber ich war im Laufen genauso schnell wie die anderen. Was muss frau eigentlich noch ein Rad mitschleppen
Irgendwann dachte ich, es wird schon langsam zu Ende gehen. Nix. Beiläufig wurde erwähnt, dass das eine Tour von ca. 40 km wird. Und für mich keine Chance mich irgendwo ins Cafe zu setzen und zu warten, bis diese Wahnsinnigen mich auf dem Rückweg wieder einsammeln.
Die Strecke führte im Kreis.
Dann fing’s an zu regnen. Wind. Selbst den Berg runter mussten wir noch treten.
Fix und alle sind wir dann 41 km und Stunden später wieder am Auto eingetroffen. Diese Lästermäuler machten sich dann noch lustig über uns jungen – ja uns, weil meinem Süßen der Allerwerteste so weht tat, dass er nur noch im Stehen radeln konnte. Gut, wenn frau da ein bisschen weicher sitzt. Stolz, wenn auch total am Ende, gestand ich dann, dass ich seit 13 Jahren das erste Mal (und ganz bestimmt das letzte Mal) wieder auf einem Fahrrad gesessen hatte. Damit hatte ich die Hochachtung aller. Warum ich denn nichts gesagt hätte.
Aber: das letzte was die Bayern wollen, ist Mitleid von Württembergern









LG Annie