Familienstellen
Posted by
wollpoldi
,
22 November 2009
·
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Heute halte ich hier ein paar Zeilen (für mich) fest.
Vor einigen Monaten hörte ich das erste Mal von Familienstellen.
Familienstellen?
- Eine Stelle für die Familie.
- Ställe für Familien.
Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutete.
Nachgefragt, habe ich in groben Zügen erfahren, worum es geht.
Jemand hat ein „Problem“ mit der Familie. Und sucht sich Personen aus, die diese Familienmitglieder spielen. So hab ich das verstanden.
Vor ein paar Wochen bekam ich eine Einladung zu so einem Familienstellen. Ich nahm dankbar an und betonte, dass ich mir das nur ansehen möchte – bloß nicht mitmachen! – um zu sehen, was passiert.
Dieses Familienstellen fand gestern statt. Eigentlich waren es drei. Voller Neugier, Aufregung und was weiß ich noch allem bin ich gestern hingefahren.
Die Räumlichkeiten kannte ich schon.
Anna
Empfangen wurden wir von einer sehr netten, jungen, agilen Dame. Wir – ca. 16 Personen/bunt gemischt – stellten uns mit dem Vornamen einander vor und setzten uns im Kreis auf kuscheligen Kissen und Fellen auf den Fußboden.
Regina begrüßte uns dann zusammen und erklärte den Neulingen worum es geht:
Wie gesagt, jemand hat ein „Problem“, mit dem er selber nicht fertig wird oder macht immer wieder aus unerfindlichen Gründen die gleichen Fehler.
Diese Person sucht sich Vertreter für die Personen aus, mit denen sie das Problem hat und stellt diese im Raum so auf, wie sie meint, dass sie im richtigen Leben zueinander stehen.
Von dem Problem weiß nur die „Leiterin“. In dem Fall Regina. Alle anderen kennen sich nicht, wissen nichts über das Problem. Regina fragt dann die einzelnen Personen wie und was sie fühlen, denken etc.
Klingt wie ein Rollenspiel, dachte ich auch gestern Abend zu hause noch.
Je tiefer das Problem angegangen wird, umso heftiger sind die Gefühlsausbrüche der Stellvertreter. Das geht von Weinen bis zu Schreikrämpfen. Unvorstellbar!!! Unwirklich ...
Da ich ja nur zusehen wollte, bekam ich dann doch eine kleine Stellvertreterrolle. Einmal war ich der evtl. neue Arbeitgeber und einmal die Standfestigkeit. Gut, habe mitgemacht. Fiel mir leicht! Wer mich näher kennt, weiß was das für mich bedeutet.
So wurden 3 Probleme „besprochen“. Ob gelöst, kann nur der Betroffene für sich selber entscheiden.
Regina meinte auch noch, dass man als Stellvertreter „etwas“ mit nach Hause nimmt.
Bin dann mit diesen für mich vollkommen neuen Eindrücken heimgefahren. Peter konnte ich gar nicht viel davon erzählen. Eigentlich nur, dass es für mich wie eine Art Rollenspiel war. Man kann dran glauben oder nicht. Wie mit vielen anderen Dingen halt auch. Muss aber auch sagen, dass ich noch nie an so einem Punkt war. Dass ich selber nicht mehr weiterkonnte und Hilfe brauchte. Und absolut bodenständig bin.
Bin dann auch mit diesem Gefühl ins Bett und:
habe die ganze Nacht geträumt. Mindestens 6 Träume, an die ich mich noch erinnern kann.
Ich war in allen Träumen „Opfer“. Entweder auf der Flucht vor Unwetter oder sonst immer irgendwie „angepasst“. Bis auf den letzten Traum.
Wurde auch hier ständig gegängelt, unterdrückt. Und habe zum Schluss Küchenstühle zerschlagen! Das komische dran war, dass die Leute, die mich so unterdrückt haben, zugesehen und mich nicht davon abgehalten haben, die Küchenstühle an die Wand zu schlagen
Vor einigen Monaten hörte ich das erste Mal von Familienstellen.
Familienstellen?
- Eine Stelle für die Familie.
- Ställe für Familien.
Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutete.
Nachgefragt, habe ich in groben Zügen erfahren, worum es geht.
Jemand hat ein „Problem“ mit der Familie. Und sucht sich Personen aus, die diese Familienmitglieder spielen. So hab ich das verstanden.
Vor ein paar Wochen bekam ich eine Einladung zu so einem Familienstellen. Ich nahm dankbar an und betonte, dass ich mir das nur ansehen möchte – bloß nicht mitmachen! – um zu sehen, was passiert.
Dieses Familienstellen fand gestern statt. Eigentlich waren es drei. Voller Neugier, Aufregung und was weiß ich noch allem bin ich gestern hingefahren.
Die Räumlichkeiten kannte ich schon.
Empfangen wurden wir von einer sehr netten, jungen, agilen Dame. Wir – ca. 16 Personen/bunt gemischt – stellten uns mit dem Vornamen einander vor und setzten uns im Kreis auf kuscheligen Kissen und Fellen auf den Fußboden.
Regina begrüßte uns dann zusammen und erklärte den Neulingen worum es geht:
Wie gesagt, jemand hat ein „Problem“, mit dem er selber nicht fertig wird oder macht immer wieder aus unerfindlichen Gründen die gleichen Fehler.
Diese Person sucht sich Vertreter für die Personen aus, mit denen sie das Problem hat und stellt diese im Raum so auf, wie sie meint, dass sie im richtigen Leben zueinander stehen.
Von dem Problem weiß nur die „Leiterin“. In dem Fall Regina. Alle anderen kennen sich nicht, wissen nichts über das Problem. Regina fragt dann die einzelnen Personen wie und was sie fühlen, denken etc.
Klingt wie ein Rollenspiel, dachte ich auch gestern Abend zu hause noch.
Je tiefer das Problem angegangen wird, umso heftiger sind die Gefühlsausbrüche der Stellvertreter. Das geht von Weinen bis zu Schreikrämpfen. Unvorstellbar!!! Unwirklich ...
Da ich ja nur zusehen wollte, bekam ich dann doch eine kleine Stellvertreterrolle. Einmal war ich der evtl. neue Arbeitgeber und einmal die Standfestigkeit. Gut, habe mitgemacht. Fiel mir leicht! Wer mich näher kennt, weiß was das für mich bedeutet.
So wurden 3 Probleme „besprochen“. Ob gelöst, kann nur der Betroffene für sich selber entscheiden.
Regina meinte auch noch, dass man als Stellvertreter „etwas“ mit nach Hause nimmt.
Bin dann mit diesen für mich vollkommen neuen Eindrücken heimgefahren. Peter konnte ich gar nicht viel davon erzählen. Eigentlich nur, dass es für mich wie eine Art Rollenspiel war. Man kann dran glauben oder nicht. Wie mit vielen anderen Dingen halt auch. Muss aber auch sagen, dass ich noch nie an so einem Punkt war. Dass ich selber nicht mehr weiterkonnte und Hilfe brauchte. Und absolut bodenständig bin.
Bin dann auch mit diesem Gefühl ins Bett und:
habe die ganze Nacht geträumt. Mindestens 6 Träume, an die ich mich noch erinnern kann.
Ich war in allen Träumen „Opfer“. Entweder auf der Flucht vor Unwetter oder sonst immer irgendwie „angepasst“. Bis auf den letzten Traum.
Wurde auch hier ständig gegängelt, unterdrückt. Und habe zum Schluss Küchenstühle zerschlagen! Das komische dran war, dass die Leute, die mich so unterdrückt haben, zugesehen und mich nicht davon abgehalten haben, die Küchenstühle an die Wand zu schlagen









ich kenne die "Sache" aus Berichten meiner Tochter und finde sie sehr interessant. Auch, weil sich dein bericht in weiten teilen mit dern Schilderungen meiner Tochter deckt.
Wenn ich je Gelegenheit dazu bekommen sollte, würde ich sowas ganz gerne mal selber erleben...nicht als Jemand, der ein Problem hat (hab ich nicht, zum Glück ! Jedenfalls bisher!), sondern als "Stellvertreter".
Ist sicher eine spannende Erfahrung!
liebe Grüße, angi