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Es ist Leben ...

Posted by wollpoldi , 26 April 2007 · 95 Aufrufe

... in den Brutkasten-Eiern. Heute morgen habe ich mir ein paar Eier ans Ohr gehalten und das erste Mal Geräusche aus den Eier vernommen. Heute Abend oder morgen werden die ersten sicher schon piepen. Das ist dann der Moment, Kontakt mit den Kleinen aufzunehmen. Die antworten wirklich! Auch die MamaHenne redet mit ihren Kleinen durch die Schale. So erkennen sie die Mutter und folgen ihr später auf Schritt und Tritt. Nicht lachen!, meine Brutapparat-Küken laufen mir hinterher. Wenn sie etwas größer sind, marschieren wir zusammen zum Misthaufen und graben nach dicken fetten Würmern. Da haben sich Nachbarn schon kaputtgelacht. Aber woher sollen sie denn sonst wissen, wo es lecker Eiweißfutter gibt? Ich hoffe nur, nie als Regenwurm wiedergeboren zu werden!

Den ersten Tag nach dem Schlupf passiert noch nicht viel. Sie haben Proviant für ca. zwei Tage dabei. Am zweiten Tage üben wir fressen und saufen, indem ich mit dem Finger in das Futter „picke“. Auf dem Speiseplan stehen Wasser mit Traubenzucker und hartgekochte kleingehackte Eier mit Brennesseln. Dazu fein gemahlenes Hühnerfutter. hmmm, ein Festmahl für kleine Annies.

Männo, ich freu mich schon! Muss unbedingt noch ein Vorherfoto machen. Und dann wieder eins, wenn die ersten aus der Schale kommen. Hoffentlich schaffen es alle. Helfen darf man da leider nicht, so groß die Versuchung auch ist. Wer nicht alleine aus der Schale kommt, hat später kaum eine Chance zu überleben. Man kann nur das Luftloch etwas größer machen, dass sie sich beim Rauspellen etwas leichter tun. Mehr ist nicht. Die feine Haut zwischen Schale und Küken klebt am Küken. Wenn man da reißt verblutet das Kleine. Auch der Dottersack muss von alleine abgeben, sonst kommen Keime und Bakterien rein. Das Ende für so ein kleines Wesen.

Ich habe die Eier jetzt über fast 30 Tage dreimal am Tag gewendet. Immer wieder für die richtige Temperatur gesorgt und die Enteneier zwischendurch gebadet, weil sich ja die MamaEnte naß auf die Eier setzt. Die EntenEier brauchen zu richtigen Entwicklung Feuchtigkeit. Deshalb das Baden der Eier in lauwarmen Wasser. Bin gespannt, ob das diesmal geklappt hat. Bisher hatte ich noch nie Enten- und Hühnereier gleichzeitig im Apparat. Hühnereier brauchen sehr viel weniger Feuchtigkeit. Für Hühnereier reicht es, ein Schüsselchen mit Wasser mit in den Apparatur zu stellen.

Puh, das war jetzt eine ganze Abhandlung über die Kunstbrut. Hoffentlich langweile ich niemanden. Die „Poldis“ beschäftigen sich halt nicht nur mit „Wolle“.




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_Michaela_
27.04.2007 - 08:34
Hallo, Gabi,

das ist ja unglaublich spannend, was du da als "künstliche" Annie-Mama schreibst. Was man alles wissen muss!
Ich verfolge immer mit Spannung dein Tun.

Liebe Grüße und gute "Geburt"

Michaela
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wollpoldi
28.04.2007 - 08:20
Huhu Michaela,
das ist nur ein Bruchteil davon, was die künstliche Brut betrifft. Aber ich will hier ja kein Lehrbuch schreiben, das könne andere viel besser.
Ich habe auch nur eine ganz einfache Brutmaschine, die gibts mit automatischer Wendung und Aufzuchtstation und allem drum und dran.
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