Teddy’s Enkel Oder: Nichts Gesponnen, Kaum Gehäkelt, Aber Wolle Gewaschen
Posted by
wollpoldi
,
12 March 2007
·
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Freitag
Wir warten aufs Christkind
Unser letztes noch hochschwangeres Schaf Carmen (letzte Tochter meiner unvergessenen Teddy), sieht mittlerweile aus wie ein Flugzeug. Dünne Beinchen, ein Riesenbauch, der sich nach unten gesenkt hat und flach zur Seite wegsteht (eigentlich ein Zeichen dafür, dass das Lammen kurz bevorsteht) und eine formvollendete Milchbar. Jeder Schritt fällt ihr schwer. Sie frisst kaum noch; steht mit den Vorderbeinen hoch.
Sie lässt uns weiter warten. Bei ihr ist äußerste Aufmerksamkeit geboten, weil sie grundsätzlich von ihren Zwillingen nur einen versorgt. Unser Butzi vom letzten Jahr ist auch so ein Flaschenkind.
Samstag
morgens im Stall: NICHTS.
Carmen geht mit raus, aber eigentlich nur, um nicht alleine im Stall bleiben zu müssen. Den ganzen Tag über passiert nichts. Mittags geht Peter zum Dienst und ich sag ihm noch, er soll in der Nacht, wenn er nach Hause kommt, gleich in den Stall sehen.
Es wird Nachmittag, es wird Abend. Es passiert NICHTS.
Nach dem Samstagabend-Sperling geh ich noch mal hinter in den Stall und höre ein heiseres Stimmchen und ein zufriedenes Brummen von Carmen! Ein Blick in den Stall. Die Erwartung von Zwillingen wird zu meiner Erleichterung nicht erfüllt. Es ist ein Böckchen, stramm, lange Beinchen und weißrotbraun gescheckt. Ein Prachtkerl, aber leider halt ein Bub, den wir wegen Inzucht auf keinen Fall behalten können. Er ist vollkommen saubergeschleckt, steht felsenfest auf seinen Beinen und hat die Milchbar schon entdeckt. Mich wundert’s zwar noch, wie in diesem Riesenbauch nur ein Lamm sein kann – aber na gut, sie hat auch ein ziemlich dickes Fell und sah jetzt schon irgendwie schlank aus. Normalerweise kommen bei Mehrlingsgeburten die Kleinen max. im Halbstundentakt.
Versichere mich, dass alles in bester Ordnung ist und geh wieder rein. Überlege noch, ob ich meinen Männe anrufen soll, weil er sich auch immerwieder nach Carmen erkundigt, lass das dann aber sein, weil ich ihm die Überraschung nicht nehmen wollte. Auch nach so vielen Jahren Schafhaltung freuen wir uns noch immer wie kleine Kinder über die süßen Lämmchen und das Wunder der Natur.
Geh ins Bett, wache so gegen 2.00 Uhr auf, weil drei Katzen auf einmal durchstarten. Mein lieber Mann kommt vom Dienst nach Hause. Dass es für mich ein Rätsel ist, wie sie sein Auto aus 100.000en raushören, indem sie noch nie mitgefahren sind, habe ich ja schon einmal beschrieben. Normalerweise zieht er sich unten um. Kommt in voller „Montur“ ins Schlafzimmer.
Ich sag noch: Hübsch, der Kleine, gell?
Er: Wieso DER Kleine? Es sind DREI!!!
Ich raus aus den Federn und hinter. Tatsächlich, es krähen zwei so gescheckte kleine Wollköpfe (Mädchen!!!) um die Wette.
Der dritte und erstgeborene hütet seine Milchbar und Mama Carmen schaut mich an: Ich bin fertig, jetzt mach Du mal! Wir haben dann zugesehen, dass auch die beiden Mädchen etwas von der Kolostralmilch abbekommen. Überlegenswichtig! Ohne die ist jeder weitere Versuch, die kleinen mit Flasche großzuziehen, zum Scheitern verurteilt. Den gestrigen Tag haben alle gut überstanden. Seitdem befinde ich mich irgendwo auf dem Weg zwischen Bett, Arbeitsstelle, Wohnzimmer, Waschpötten und Stall, meist bewaffnet mit Milchfläschchen und Knäckebrot (dieses zum Einschleimen bei meinem stinkeeifersüchtigen Butzi vom letzten Jahr) und oft im Schlepptau mehrere kleine Wollköpfe *winke*.
Damit ist meine Außerhauszeit für die nächsten Wochen sehr begrenzt. Aber Annies Geburtstagsspinntreff ist ja erst in 5, 6, 7 Wochen und es sind nur 218 km
Ich hoffe doch sehr, dass unser Nachwuchs bis dahin Selbstversorger sind.
Ach, bevor ich es noch vergesse: am Donnerstag schlüpfen auch die ersten Annies dieses Jahres
Wir warten aufs Christkind
Unser letztes noch hochschwangeres Schaf Carmen (letzte Tochter meiner unvergessenen Teddy), sieht mittlerweile aus wie ein Flugzeug. Dünne Beinchen, ein Riesenbauch, der sich nach unten gesenkt hat und flach zur Seite wegsteht (eigentlich ein Zeichen dafür, dass das Lammen kurz bevorsteht) und eine formvollendete Milchbar. Jeder Schritt fällt ihr schwer. Sie frisst kaum noch; steht mit den Vorderbeinen hoch.
Sie lässt uns weiter warten. Bei ihr ist äußerste Aufmerksamkeit geboten, weil sie grundsätzlich von ihren Zwillingen nur einen versorgt. Unser Butzi vom letzten Jahr ist auch so ein Flaschenkind.
Samstag
morgens im Stall: NICHTS.
Carmen geht mit raus, aber eigentlich nur, um nicht alleine im Stall bleiben zu müssen. Den ganzen Tag über passiert nichts. Mittags geht Peter zum Dienst und ich sag ihm noch, er soll in der Nacht, wenn er nach Hause kommt, gleich in den Stall sehen.
Es wird Nachmittag, es wird Abend. Es passiert NICHTS.
Nach dem Samstagabend-Sperling geh ich noch mal hinter in den Stall und höre ein heiseres Stimmchen und ein zufriedenes Brummen von Carmen! Ein Blick in den Stall. Die Erwartung von Zwillingen wird zu meiner Erleichterung nicht erfüllt. Es ist ein Böckchen, stramm, lange Beinchen und weißrotbraun gescheckt. Ein Prachtkerl, aber leider halt ein Bub, den wir wegen Inzucht auf keinen Fall behalten können. Er ist vollkommen saubergeschleckt, steht felsenfest auf seinen Beinen und hat die Milchbar schon entdeckt. Mich wundert’s zwar noch, wie in diesem Riesenbauch nur ein Lamm sein kann – aber na gut, sie hat auch ein ziemlich dickes Fell und sah jetzt schon irgendwie schlank aus. Normalerweise kommen bei Mehrlingsgeburten die Kleinen max. im Halbstundentakt.
Versichere mich, dass alles in bester Ordnung ist und geh wieder rein. Überlege noch, ob ich meinen Männe anrufen soll, weil er sich auch immerwieder nach Carmen erkundigt, lass das dann aber sein, weil ich ihm die Überraschung nicht nehmen wollte. Auch nach so vielen Jahren Schafhaltung freuen wir uns noch immer wie kleine Kinder über die süßen Lämmchen und das Wunder der Natur.
Geh ins Bett, wache so gegen 2.00 Uhr auf, weil drei Katzen auf einmal durchstarten. Mein lieber Mann kommt vom Dienst nach Hause. Dass es für mich ein Rätsel ist, wie sie sein Auto aus 100.000en raushören, indem sie noch nie mitgefahren sind, habe ich ja schon einmal beschrieben. Normalerweise zieht er sich unten um. Kommt in voller „Montur“ ins Schlafzimmer.
Ich sag noch: Hübsch, der Kleine, gell?
Er: Wieso DER Kleine? Es sind DREI!!!
Ich raus aus den Federn und hinter. Tatsächlich, es krähen zwei so gescheckte kleine Wollköpfe (Mädchen!!!) um die Wette.
Der dritte und erstgeborene hütet seine Milchbar und Mama Carmen schaut mich an: Ich bin fertig, jetzt mach Du mal! Wir haben dann zugesehen, dass auch die beiden Mädchen etwas von der Kolostralmilch abbekommen. Überlegenswichtig! Ohne die ist jeder weitere Versuch, die kleinen mit Flasche großzuziehen, zum Scheitern verurteilt. Den gestrigen Tag haben alle gut überstanden. Seitdem befinde ich mich irgendwo auf dem Weg zwischen Bett, Arbeitsstelle, Wohnzimmer, Waschpötten und Stall, meist bewaffnet mit Milchfläschchen und Knäckebrot (dieses zum Einschleimen bei meinem stinkeeifersüchtigen Butzi vom letzten Jahr) und oft im Schlepptau mehrere kleine Wollköpfe *winke*.
Damit ist meine Außerhauszeit für die nächsten Wochen sehr begrenzt. Aber Annies Geburtstagsspinntreff ist ja erst in 5, 6, 7 Wochen und es sind nur 218 km
Ach, bevor ich es noch vergesse: am Donnerstag schlüpfen auch die ersten Annies dieses Jahres









was les ich da?
Deinen versteckten Hinweis hab ich auch entdeckt... da kommste nicht mehr aus!
Liebe Grüße
Krümel