Fertig
Posted by
wollpoldi
,
13 December 2007
·
102 Aufrufe
2 der „Knäuel“ sind noch nicht gewaschen; mach ich jetzt gleich.
Jetzt wird das „Wohn“Zimmer wieder von den Fusseln der vergangenen Spinnaktion befreit, dann geht’s nahtlos weiter mit der Bobtailwolle. Im Tausch gegen Strickwolle bekomme ich von Tanja jedes Jahr die ausgekämmte Wolle von ihrer Ivy. Von der Wolle der letzten Tauschaktionen hat sich Tanja diesen Poncho
gestrickt und behauptet immer noch steif und fest: sie könne nicht
Vorhin habe ich wieder ein paar Farben ergattert. Der Färbebetrieb hier vor Ort hört nach einer monatelangen Durststrecke mangels Aufträge und Abwanderung seiner Aufträge ins Ausland zum Jahresende – oder etwas später, weil er sich jetzt kurz vor Torschluss vor Aufträgen nicht retten kann – auf.
Schade, wieder ein kleiner Textilbetrieb in Deutschland weniger, weil die „Ausländer“ ja so viel billiger arbeiten. Wenn die Abwanderer dann feststellen, dass im Ausland vielleicht doch nicht alles Gold ist, was glänzt, weil die Qualität nicht stimmt, die zugesagten Liefertermine nicht eingehalten werden, weil weil weil ... und evtl. reumütig zurückkehren möchten, ist es für den kleinen Deutschen Betrieb zu spät, weil der mittlerweile seine Maschinen – ins Ausland – verkauft und seine Räumlichkeiten aufgegeben hat. Ältere Mitarbeiter stehen auf der Straße, weil sie keinen neuen Arbeitsplatz finden.
Aber nicht nur, dass dieser Färbebetrieb aufhört; auch seine kleinen Auftraggeber, z.B. eine kleine Handweberei, die in kleinen Mengen bei ihm färben lassen konnte, hat Riesenprobleme, an bunte Wolle zu kommen. Klar, er kann auch günstig im Ausland färben lassen, weiß aber nicht, ob dort der hiesige hochwertige Standard erreicht wird und muss Mengen um 100te von Kilos je Farbe abnehmen.
Bedauerlich.
Ach männo, wäre ich nur 20 Jahre jünger, mit dem Wissen und dem finanziellen Rückhalt von heute. Ich hätte ein/zwei/drei... zuverlässige Mitarbeiterinnen, alle hecken zusammen neue Fasermischungen aus, die einen spinnen die Garne, die andere ... strickt. Wir hätten einen kleinen feinen Laden, einen kleinen transportablen Verkaufsstand. Wir würden die „ganz anderen“ Garne kreieren, die „gänzlich“ anderen Pullis und Jacken produzieren. Wir wären weltweit bekannt und steinreich. Würden uns natürlich niiieeee in die Wolle kriegen, hätten uns immer lieb
Luftschlösserbauende Grüße
Jetzt wird das „Wohn“Zimmer wieder von den Fusseln der vergangenen Spinnaktion befreit, dann geht’s nahtlos weiter mit der Bobtailwolle. Im Tausch gegen Strickwolle bekomme ich von Tanja jedes Jahr die ausgekämmte Wolle von ihrer Ivy. Von der Wolle der letzten Tauschaktionen hat sich Tanja diesen Poncho
gestrickt und behauptet immer noch steif und fest: sie könne nicht
Vorhin habe ich wieder ein paar Farben ergattert. Der Färbebetrieb hier vor Ort hört nach einer monatelangen Durststrecke mangels Aufträge und Abwanderung seiner Aufträge ins Ausland zum Jahresende – oder etwas später, weil er sich jetzt kurz vor Torschluss vor Aufträgen nicht retten kann – auf.
Schade, wieder ein kleiner Textilbetrieb in Deutschland weniger, weil die „Ausländer“ ja so viel billiger arbeiten. Wenn die Abwanderer dann feststellen, dass im Ausland vielleicht doch nicht alles Gold ist, was glänzt, weil die Qualität nicht stimmt, die zugesagten Liefertermine nicht eingehalten werden, weil weil weil ... und evtl. reumütig zurückkehren möchten, ist es für den kleinen Deutschen Betrieb zu spät, weil der mittlerweile seine Maschinen – ins Ausland – verkauft und seine Räumlichkeiten aufgegeben hat. Ältere Mitarbeiter stehen auf der Straße, weil sie keinen neuen Arbeitsplatz finden.
Aber nicht nur, dass dieser Färbebetrieb aufhört; auch seine kleinen Auftraggeber, z.B. eine kleine Handweberei, die in kleinen Mengen bei ihm färben lassen konnte, hat Riesenprobleme, an bunte Wolle zu kommen. Klar, er kann auch günstig im Ausland färben lassen, weiß aber nicht, ob dort der hiesige hochwertige Standard erreicht wird und muss Mengen um 100te von Kilos je Farbe abnehmen.
Bedauerlich.
Ach männo, wäre ich nur 20 Jahre jünger, mit dem Wissen und dem finanziellen Rückhalt von heute. Ich hätte ein/zwei/drei... zuverlässige Mitarbeiterinnen, alle hecken zusammen neue Fasermischungen aus, die einen spinnen die Garne, die andere ... strickt. Wir hätten einen kleinen feinen Laden, einen kleinen transportablen Verkaufsstand. Wir würden die „ganz anderen“ Garne kreieren, die „gänzlich“ anderen Pullis und Jacken produzieren. Wir wären weltweit bekannt und steinreich. Würden uns natürlich niiieeee in die Wolle kriegen, hätten uns immer lieb
Luftschlösserbauende Grüße








