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Was sagt die Familie? - Die Wollschaffrage

Posted by Reni , 03 May 2011 · 378 Aufrufe

Wollschaffrage
Das Wollschaf fragt:

Wie schafft Ihr es, dass Eure nichtstrickenden Familienmitglieder, also sicher speziell die Ehemänner, das ständige Gestricke mit seinem Nadelgeklapper, der herumliegenden Wolle, den Stapeln von Anleitungen, das Suchen nach denselben, die Wollsucht an sich und das Maschenzählen fast bis in den Schlaf aushalten? Habt Ihr "Tricks", gibt es interessante Kompromisse oder nehmen die besseren Hälften das einfach so hin oder bemerkt Ihr gar ab und an etwa Anzeichen des Abgleitens in Frust und Verzweiflung? Vielen Dank an Froggie für die heutige Frage!


Da gehen wir doch mal systematisch an die Frage ran.
1. Meine Nadeln klappern nicht, höchstens rattert mal die Strickmaschine
2. Ich habe wegen der Katze keine Wolle rumliegen. So eine Katze erzieht mehr, als ein Ehemann, und erfolgreicher
3. Meine Anleitungen sind in Stehsammlern im Bücherregal und gelten daher als Lektüre, wie Bücher. Suchen muss ich da nichts, was ich brauche, habe ich mit einem Griff. Bei uns liegen höchstens Hefte herum, die nicht zum Thema Stricken gehören, wie Ct, und anderes, das aber nicht ich angeschafft und abonniert habe.
4. Ich bin nicht wollsüchtig, meine Garn-Mengen sind immer gleich hoch, und in diesem Jahr hat es sogar Schwund und ich musste eine geleerte Kiste einem anderen Zweck zuführen.
5. Maschenzählen bis in den Schlaf geschieht lautlos, ich könnte in der gleichen Zeit auch an was anderes denken.


Nun zum "Aushalten"
Das Stricken gehört zu mir, wie bei anderen Leuten das Rauchen oder Nägelkauen. Wie Jogging, Briefmarkensammeln, am Computer spielen, Bücher lesen, Musik hören oder welche Freizeittätigkeit man auch immer ausübt.
Es ist eine Tätigkeit, die ich mir nicht erst in der Ehe angewöhnt habe, mein Mann wusste darüber schon vorher Bescheid. Von "Hinnehmen" will ich nicht sprechen, denn in einer Familie ist es - vielleicht liege ich ja falsch - üblich, dass man Handlungen der Familienmitglieder toleriert, wenn sie nicht gerade neurotische Formen annehmen. Jeder hat da doch Eigenheiten, die der andere vielleicht nicht gerade prickelnd findet, aber gerade beim Stricken kann ich nun keine Ursachen finden, die bei der Familie für "Frust und Verzweiflung" sorgen könnten. Es sei denn, Kinder, Haustiere und Lebensgefährte werden bis zur Verwahrlosung vernachlässigt. Aber dann stimmt auch was mit der Familie nicht. Meine weitere Familie und meine Freunde können sich mich ohne Strickzeug gar nicht vorstellen.














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