Der
Pulli von Kim Hargreaves in Berlinkas Blog hat mir so gut gefallen, dass ich den auch stricken wollte.
Jetzt ist der Pulli fertig und gefällt mir weder insgesamt noch an mir

Gestrickt habe ich aus der Cotton Plus von Wolle Rödel, 60 % BW und 40 % Acryl.
Nadelstärke 3 1/2, Materialverbrauch 500 g.
Ich kann mich nicht erinnern, jemals die rechten Maschen so häßlich gestrickt zu haben, wie hier.
Entweder liegt es an mir oder an der Wolle, keine Ahnung

Dann die helle Farbe. Die verzeiht ja überhaupt keine Unregelmäßigkeit.
In einer dunkleren Farbe wäre der Pulli vielleicht nicht ganz so schlimm ausgefallen.
Aber fast alle meine selbstgestrickten Sommerpulli sind schwarz oder irgendwie sonst dunkel,
deshalb wollte ich einmal etwas anderes.

Und dann dieses "Schößchen"

Hier kommen verkürzte Reihen zum Einsatz, um dem quer gestrickten Bund diese Schößchenform zu geben.
Meine Püppi hat zwar "meinen" Hüftumfang, aber nicht meine kleinen Speckrollen auf den Hüftknochen.
(Vermutlich werde ich Püppi jetzt aufpolstern, damit sie mir wirklich richtig ähnlich wird.)
Diese Speckrollen wirken wie ein Petticoat und stellen das Schößchen schön auf; wie ein Tütü.
Meine Quintessenz aus diesem Drama-Pulli:
Keine hellen Farben mehr stricken,
keine Muster mehr stricken, die glatt-rechte Flächen beinhalten.
Sowas nennt man dann wohl neudeutsch: learning by doing

Bevor ich wieder etwas Strickiges in Angriff nehme, muss ich diesen Fehlgriff verdauen
und werde die nächste Zeit erstmal nähen.
LG, Inge