Wie schon erwähnt bemerken manche Leute am Telefon etwas und wenn das dann bis zu meinem Siebhirn durchgedrungen ist und dieses dann auch noch anfängt die Information zu verarbeiten und zu verwerten, dann kann es sein, dass alle Pläne, die gemacht waren über den Haufen geworfen werden, um etwas anderes vorzuziehen. Wie schon wieder kryptisch? Mitnichten!
Sie hatte angerufen und im Lauf des Gespräches bemerkt, dass sie auf den Herbst hin noch ein paar Tücher mit Löchern braucht, gerade recht zum über die Jacke werfen wenn's noch nicht so ganz kalt, aber auch nimmer ganz warm ist. Ein bestimmter Anlass hat sowieso nach einem Geschenk gerufen und so wurde der bereits geplante Gutschein kurzerhand verworfen und ich habe mich hinter Gisela vergraben. Erst so, dann anders und alles war nix, bis mir eingefallen ist, mönsch, ein Fangpatent mit ausgelassenen Nadeln, das ist die Lösung. Garn gesucht, ausprobiert

das isses!
Was mich fast zum Wahnsinn getrieben hat ist, dass es beim Probelauf einwandfrei geklappt hat und als ich dann endlich die 192 Maschen aufgeschlagen hatte und mit dem Muster anfing alles auf der rechten Seite schief ging. Ich sollte vielleicht mal wieder üben auf 6 zu zählen
Entstanden ist auf alle Fälle dieses Tuch
1201 Reihen habe ich gebraucht bis es auserkorene Größe hatte, 500 g eines sehr gut abgelagerten Garnes sind darin verschwunden, eine Nadel, einen Fingernagel und einiges an Zeit und Geduld hat es gekostet. Aber ich finde es hat sich gelohnt

Ich hoffe nur, die Empfängerin ist auch damit zufrieden