Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie andere Leute mit unserer Zeit umgehen. Gestern z. B. hat man uns wieder eine gute Stunde geklaut

Unsere Großmutter mußte wieder für ein paar Tage ins Krankenhaus, gestern kam sie zurück ins Altersheim. Wir sind nachmittags hin, nach dem Rechten sehen, da sagt uns die Pflegerin, daß sie nur Medikamente für Samstag abend mitbekommen haben, wo doch auch der Sonntag hätte dabei sein müssen. U. A. Antibiotika. Jeder halbwegs vernünftige Mensch weiß aber nun, daß man die Gabe derer nicht unterbrechen darf. Tja und nun? Müssten sie wohl wieder den Notdienst rufen, damit der ein Rezept ausstellt, Apotheke mit Notdienst suchen und hoffen, daß die die richtigen Medis da haben. Hä

? Kann ja so nicht sein, oder? Wir als im Krankenhaus angerufen, wo man uns erst mal abwimmeln wollte, so nach dem Motto ich war's nicht, ist mir auch egal. Jetzt sind aber weder mein Mann noch ich jemand, der sich durch sowas abspeisen lässt. Nach viel hin und her wurde eine Ärztin gefunden, die uns dann auch erst abwimmeln wollte, dann aber nach einiger Zeit meinte, schicken sie doch einfach einen Angehörigen vorbei. Da uns keine andere Wahl blieb haben wir uns dann eben auf den Weg gemacht. Zack - war eine Stunde und 30 km weg

Zumindest Kilometergeld wollen wir haben. Ist günstiger, als wenn die Herrschaften hätten ein Taxi rufen müssen um die Sachen zu transportieren. Auf die Reaktion, wenn die Rechnung dort einschlägt bin ich schon gespannt
Gestrickt habe ich dann nur gestern Abend. Der Pullunder hat lediglich die Blende für den Halsausschnitt bekommen. Hätte ich vorher gewusst, was auf uns zukommt hätte ich wohl das Mindless-Knitting-Projekt mitgenommen...
Und jetzt geh ich giessen, der versprochene Regen war wohl überall, nur nicht bei uns
bei uns hat es gesprühregnet und das war auch ganz gut so.
Bei meinem Beruf komme ich mit genausolchen Pseudoprofis auch öfter in Kontakt und ärgere mich auch im Namen meiner Kunden.
Wir machten letztens einen Umzug, die Kunden kamen ins Senioren-Pflege-Domizil. Die Knallteser holten die Dame mit dem Transporter ab und brachten sie ins Heim. Der Mann durfte nicht mit im Wagen fahren, war nicht vereinbart und müsste extra beantragt und abgerechnet werden
Selbstredend fuhr ich nochmal 6 km zur Wohnung, um Medikamente, orthopädische Kissen und etliches andere zu holen, was die eigentlich Beauftragten versemmelt hatten.
War von uns ein kostenloser Service, aber ich rechne dir gern aus, Annie, was du bekommen hättest, wenn du ein Krankentransport-Unternehmen wärst.
Die Pflegedienstleiterin hat sich übrigens hernach entschuldigt.
Grüße
Michaela