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schenkt kocht man gerne mal, was er sonst nirgends bekommt.
Saure Rädle sind angefragt. Das hat meine Oma immer gemacht. Meine Mutter nie. Und ich auch noch nie. Aber da es Leute gibt, denen ich fast nichts ablehnen kann

habe ich mal angefangen Kochbücher zu wälzen, im Netz zu suchen usw. Überall war etwas, was mich gestört hat und ein paar Kleinigkeiten wusste ich auch von Oma noch. Z. b. dass das ein Resteessen war, wenn mal noch Kartoffeln übrig waren. Also sind die Rezepte, die schrieben ich solle warme Kartoffeln nehmen gleich ausgeschieden. Auch zwei drei andere. Weitergeholfen hat mir dann mal wieder mein
Kartenspiel. Allerdings musste ich erst die Verknüpfung von Saurem Kartoffelgemüse (so scheint das auf Schriftdeutsch zu heißen) erstellen

Ich gebe zu, es sieht nicht wirklich umwerfend aus, aber mmmmhhhhhhhh
Genaue Mengenangaben hab ich nicht, weil ich einfach für mich ausprobiert habe.
Man macht eine mittlere Einbrenne aus Zwiebeln, Fett und Mehl und löscht mit Fleisch- oder Gemüsebrühe ab, so viel, das man die gewünschte Konsistenz bekommt.
Ein Lorbeerblatt, eine Gewürznelke, Salz, Pfeffer, Majoran, etwas fein gehackter Knoblauch dazu und ca. 10 Min. dünsten lassen. Dann jeweils einen Schuss Essig und Sahne dazugeben. Wer's saurer will nimmt mehr, wer es nicht so sauer mag weniger. Wer sich die Kalorien der Sahne sparen mag kann sie auch weg lassen.
Derweil gekochte, geschälte Kartoffeln vom Vortag (man kann auch frisch gekochte nehmen, aber dann wird die Geschichte schon arg pampig) in Scheiben schneiden und in die Soße geben. Alles noch mal 5 Min. ziehen lassen. Nelke und Lorbeerblatt vor dem Servieren herausfischen.
Bei uns gab es immer Saiten, Rinds- oder Knack(Bock-)würstle dazu.
Und nach meinem Selbstversuch denke ich, es kann geholfen werden

und weiß jetzt auch wieder, warum ich da immer zur Oma abgetaucht bin, ausser Mutter hat Dampfnudeln gebacken