Reisevorbereitungen
Geschrieben von
Miss Ellie
,
31 Mai 2012
·
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Morgen werden meine Koffer abgeholt. Am Dienstag geht es dann mit kleinem Gepäck zum Zug und in Dagebüll aufs Schiff. So weit, so schön. Leider müssen die beiden Koffer bzw Trolleys noch gepackt werden. Bisher habe ich nur alles, das benötigt wird, aufgestapelt und die Koffer davor gestellt. Die Aussicht darauf, mich mit den Haufen auseinandersetzen zu müssen, macht mich ganz meschugge. Kofferpacken ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Aber sowas von. Vor allen Dingen habe ich noch kein Strickzeug eingepackt, nicht einen einzigen faden. Ich hatte vor, das gestern abend zu tun. Saß auf dem Sofa mit meinem Rowangarnhaufen um mich herum und verlor mich darin. Was, wenn mir nun gerade eine von den Farben fehlt, die ich daheimgelassen habe?
Im Vorfeld hatte ich bereits das Übliche getan: neues Garn gekauft. Neben einem sehrsehrkomplizierten sehrsehr anspruchsvollen Fair Isle-Gestrick brauche ich ja unterwegs und vor Ort noch ein sehrsehr einfaches Gestrick, sozusagen was für Blöde, also beschloss ich, eine krausrechts-Jacke anzufangen, aus einem hellgrauen Faden (Stash!) und einem schwarzen Faden (neu gekauft). Also waren wieder Entscheidungen zu treffen, nämlich wieviele der Knäuel kommen in den trolley und wie viele ins UNterwegsgepäck, und die passenden nadeln nicht vergessen, und die Knöpfe für die jacke. Außerdem (drei Wochen sind ja laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaang!!!!!!!!!!) musste ich zwei Zauberbälle mit passenden dünnen Nadeln mitnehmen und mir noch einen kleinen Schnitt für eine Babyjacke machen, denn ich hatte versprochen, unseren freunden eine für ihren erwarteten Sohn zu stricken.
Ja. Soweit der gestrige Abend. Es wurde dunkel, mir wurde bange, ich goss mir eine Glas Rotwein ein und sagte mir: morgen ist auch noch ein tag.
Ja. Soweit der gestrige Abend. Es wurde dunkel, mir wurde bange, ich goss mir eine Glas Rotwein ein und sagte mir: morgen ist auch noch ein tag.









gestern Abend habe ich die Freundin meiner verstorbenen Mutter besucht. Die Freundin hat in Urlaubserinnerungen geschwelgt und erzählt,
dass sie und meine Mutter ganz hektisch waren, was sie zum stricken mit in den Urlaub nehmen. Drei Wochen sind ja lang.
Beide haben Wolle und Nadeln für ein gefühltes Vierteljahr eingepackt.
Auf dem Heimweg haben sich dann beide köstlich amüsiert, da sie im Urlaub keine Nadel gestrickt hatten.
So kann's auch gehen.
Schönen Urlaub.
LG, Inge