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Schottland die Sechste

Posted by Miss Ellie , 20 September 2011 · 110 Aufrufe


21.8.2011
Am anderen Morgen verschliefen wir, jedenfalls dauerte es mit dem Aufstehen und Duschen so lange, dass die Zimmerwirtin an die Tür hämmerte („klopfte“ wäre untertrieben). Auch dieses Zimmer war übrigens sehr britisch mit weißen Möbeln und rosa gemustertem Chintz ausgestattet. Wir befanden uns in einem schönen Landstrick, keine frage. Am Loch Ewe hielten wir an, um die Aussicht zu genießen. Eine Infotafel setzte uns in Kenntnis, dass hier in kriegszeiten die halbe Flotte vor Anker gelegen hatte. Wir fuhren nach Gairloch, zur Tourist Information, um ein Zimmer auf Skye zu buchen. Gairloch liegt an einer netten, aber ziemlich windigen, Bucht. Wir standen vor der Tourist Info und warteten, bis um elf Uhr geöffnet wurde. Die junge Frau hatte dann fast eine Stunde lang damit zu tun, ein Zimmer für uns zu finden, es war alles so gut wie ausgebucht. Kein en suite Bad mehr zu bekommen, nur ein schlichtes Zimmer draußen auf dem Land in Torrin, an der Straße nach Elgol. Dafür war es billig.

Wir fuhren los, zunächst nach Plockton, das wir empfohlen bekommen hatten. Der Weg dorthin war teilweise abenteuerlich, eine einspurige Straße, die sich kilometerweit durch dichtes Gebüsch und Wäldchen wand – nur am Gegenverkehr war zu merken, dass dieser Weg irgendwohin führen musste, sehen konnte man nichts. Plockton selbst war eine Überraschung. Zwar machten sie auf der Webseite Reklame mit einer Palme vorn an der Bucht, ich hielt das aber für ein reines Marketingmanöver. War es nicht! Es gab Palmen überall in den Gärten und an der Bucht, an der sich die Gebäude entlang reihten. Es gab Blumen, die Sonne schien, kein Wind ging, in der Bucht lagen malerisch ein paar Boote. Mengen von Leuten schoben sich über die Wege. Restaurants machten einen ausgesprochen einladenden Eindruck. Ganz im Gegensatz zum gar nicht so weit entfernten Gairloch wirkte dieser Ort mediterran. Wir tranken Kaffee und fuhren weiter nach Kyle of Lochalsh und hinüber nach Skye. Die Fahrt über die lange Brücke war zwar schön, aber die Insel selbst präsentierte sich eher unattraktiv. Frittenbuden, hässliche und nicht sonderlich gut instand gehaltene Gebäude. Schließlich kamen wir nach Broadford und bogen ab Richtung Torrin.

Unser B&B hieß „Slapin View“ nach der Bucht, auf die man von dort aus blicken konnte. Leider nicht von unserem Zimmer aus. Das war klein und dunkel, lag unterm Dach und war möbliert wie das haus eminer Großmutter früher, mit sehr alten Holzmöbeln. Das Bett fühlte sich kalt und ein wenig feucht an. Unterwegs kamen wir an einem Friedhof und einer Kirche vorbei, offenbar das einzige Überbleibsel des einstigen Ortes und eine Attraktion für Fotografen … selbst nachts standen dort noch Autos davor, und man fragte sich lieber nicht, was die Leute dort auf dem Kirchhof anstellten.

Zum Essen mussten wir zurück nach Broadford, ins ???-Hotel. Viel Betrieb dort, und wieder sehr junge Mädchen, die bedienten.






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