Schottland die Dritte
Geschrieben von
Miss Ellie
,
06 September 2011
·
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Der Ort, in dem wir unterkamen, schrieb sich Avoch und sprach sich Och, und falls jemand nicht ad hoc parat hat, wo das liegt, es ist nicht weit und Fortrose und Rosemarkie. Vom Fenster aus sahen wir Felder und ein kleines Stück Nordsee bzw Schlick. Seemöwen kreischten. Es gab einen kleinen Hafen, es gab auch ein Hotel, wo früher mal der Bahnhof gewesen war und wo man essen konnte. Unser Zimmer war puderblau und chamois dekoriert, mit Rüschen und Blumenranken. Am anderen Morgen begrüßte uns ein sehr aufgekratzter Amerikaner, erzählte uns, dass er in Inverness an der Weltmeisterschaft im Dudelsackspielen teilnehmen wolle, packte auch gleich den Dudelsack aus, marschierte draußen auf dem Rasen auf und ab und spielte, während wir uns drinnen das wunderbarste und leckerste Frühstück einverleibten, das man sich vorstellen kann. Frischen Räucherlachs! Frische Eier! Dicken brauenen Toast, gegrillte Tomaten, Joghurt, Früchte, Kaffee ... Der Dudelsackspieler war erst spät abends eingetroffen, er hatte das Quartier gewechselt, weil sie ihn dort nicht spielen lassen wollten. Tsstsstss, das bisschen Dudelsackpfeifen, man hört es kaum drei Häuserblocks weit, wie kann man sich so anstellen. Wir blieben noch eine weitere nacht, es war einfach zu schön. Fuhren von der Insel herunter an Inverness vorbei zum Urquhart Castle. Auch dort stand ein Dudelsackspieler, packte aber sofort ein und verschwand, als mal drei Tropfen fielen. Dieses kleine Prinzesschen, hat man Töne. Wenn man die Pfeifen ordentlich ölt, kann man auch im dicksten Regen spielen, das hätte unser amerikanischer Mitbewohner ihm sofort erklärt.
Von Urquhart Castle aus hat man den allerschönsten Blick auf den Loch Ness, das stand im Reiseführer. Man geht über die teilweise moosbewachsenen Ruinen, klettert auf den noch vorhandenen Turm, macht Faxen für den unten stehenden Fotografen und sieht Landschaft und Wasser, aber natürlich keine Nessie. Die gibts in Andenkenläden. Auch in dem Lokal, das der Reiseführer empfahl und in dem wir Kaffee trinken wollten. Oben: ein wunderbares Restaurant mit Tartanmusterteppichen, weißbeschürzten Kellnern und bezauberndem Blick auf den See. Nur leider servierten sie dort keinen Kaffee und Kuchen, sondern verwiesen stattdessen auf ihr Café im unteren Stockwerk. Um dieses zu erreichen, musste man eine große Halle voller Whisky- Tartan- Postkarten-Plüschnessie- Shortbread- Clanstinnef durchqueren. Und stand dann in einem trübefunlig beleuchten Zimmer mit Linoleumboden, Resopaltischen, wackligen Plastikstühlen, einer Theke, an der sich jede/r seinen Kuchen bestellen konnte, und schaute aus dem fenster auf einen japanischen Reisebus. Ach, neeeeee!
Wir fuhren nach Drumnadrochit. Wieder dasselbe. Wo es schön war, gabs keinen Kaffee. Wo es Kaffee gab, gabs Plastikfußböden, Metallstuhlbeine schrappten darüber, Resopaltischplatten wackelten und den Kaffee bestellte man an der Theke. Sehr seltsam. Aber essen muss der mensch ja. Besonders, wenn man hier und dort herumspaziert ist, an Flüssen und Wasserfällen entlang und wo nicht noch. Abends waren wir im Restaurant in Rosemarkie die einzigen Gäste und aßen Huhn mit Haggis und Whiskysoße. Schmeckte lecker!
Von Urquhart Castle aus hat man den allerschönsten Blick auf den Loch Ness, das stand im Reiseführer. Man geht über die teilweise moosbewachsenen Ruinen, klettert auf den noch vorhandenen Turm, macht Faxen für den unten stehenden Fotografen und sieht Landschaft und Wasser, aber natürlich keine Nessie. Die gibts in Andenkenläden. Auch in dem Lokal, das der Reiseführer empfahl und in dem wir Kaffee trinken wollten. Oben: ein wunderbares Restaurant mit Tartanmusterteppichen, weißbeschürzten Kellnern und bezauberndem Blick auf den See. Nur leider servierten sie dort keinen Kaffee und Kuchen, sondern verwiesen stattdessen auf ihr Café im unteren Stockwerk. Um dieses zu erreichen, musste man eine große Halle voller Whisky- Tartan- Postkarten-Plüschnessie- Shortbread- Clanstinnef durchqueren. Und stand dann in einem trübefunlig beleuchten Zimmer mit Linoleumboden, Resopaltischen, wackligen Plastikstühlen, einer Theke, an der sich jede/r seinen Kuchen bestellen konnte, und schaute aus dem fenster auf einen japanischen Reisebus. Ach, neeeeee!
Wir fuhren nach Drumnadrochit. Wieder dasselbe. Wo es schön war, gabs keinen Kaffee. Wo es Kaffee gab, gabs Plastikfußböden, Metallstuhlbeine schrappten darüber, Resopaltischplatten wackelten und den Kaffee bestellte man an der Theke. Sehr seltsam. Aber essen muss der mensch ja. Besonders, wenn man hier und dort herumspaziert ist, an Flüssen und Wasserfällen entlang und wo nicht noch. Abends waren wir im Restaurant in Rosemarkie die einzigen Gäste und aßen Huhn mit Haggis und Whiskysoße. Schmeckte lecker!








