Stricken gelernt
Geschrieben von
Miss Ellie
,
01 Juli 2008
·
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Wann, wie und durch wen hast du stricken gelernt?
Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Das muss in der Grundschule gewesen sein, und zwar sicher noch nicht in der ersten Klasse, sondern in der dritten oder vierten. Das erste Strickstück war, soweit ich mich erinnere, ein kleiner Bär. Bestand aus rechteckigen Teilen, die zusammengenäht wurden, dann mit alten Nylonstrümpfen gefüllt (für Füllwatte oder Ähnliches wäre kein Budget dagewesen, wenns denn schon überhaupt Füllwatte gab). Das Gesicht wurde bestickt. Mein Bär war rot mit weißem Mund und Augen. Das zweite Strickstück, das wir in der Schule anfertigten, war ein Schal. Meiner war hellblau, aus dicker Wolle, Muster: eins rechts, eins links. Unten Fransen dran geknüpft. Diesen Schal fand ich so wunderwunderhübsch, dass ich nachts träumte, es seien Einbrecher gekommen, die es auf mein Strickzeug abgesehen hatten. PLastik war in meiner früher Jugend noch ganz unüblich, daher bestanden alle meine frühen Arbeiten aus guter Wolle. Die für den Strickbär war von Pingouin, das weiß ich noch. Die hellblaue Wolle - kein Babyblau übrigens, sondern eine schöne, gedeckte Farbe - hieß "Schnellstrickwolle", das war das Neueste und Schickste. Die große Mode waren dicke Schipullover und Hosen mit Steg. Wurden getragen von Leuten, die nie in ihrem leben auf einer Skipiste gewesen waren und auch keine Absicht dazu hatten. Wer sich mal im TV eine alte Folge von "die Firma Hesselbach" angeschaut hat, der hat eine Ahnung, wovon ich spreche.
Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Das muss in der Grundschule gewesen sein, und zwar sicher noch nicht in der ersten Klasse, sondern in der dritten oder vierten. Das erste Strickstück war, soweit ich mich erinnere, ein kleiner Bär. Bestand aus rechteckigen Teilen, die zusammengenäht wurden, dann mit alten Nylonstrümpfen gefüllt (für Füllwatte oder Ähnliches wäre kein Budget dagewesen, wenns denn schon überhaupt Füllwatte gab). Das Gesicht wurde bestickt. Mein Bär war rot mit weißem Mund und Augen. Das zweite Strickstück, das wir in der Schule anfertigten, war ein Schal. Meiner war hellblau, aus dicker Wolle, Muster: eins rechts, eins links. Unten Fransen dran geknüpft. Diesen Schal fand ich so wunderwunderhübsch, dass ich nachts träumte, es seien Einbrecher gekommen, die es auf mein Strickzeug abgesehen hatten. PLastik war in meiner früher Jugend noch ganz unüblich, daher bestanden alle meine frühen Arbeiten aus guter Wolle. Die für den Strickbär war von Pingouin, das weiß ich noch. Die hellblaue Wolle - kein Babyblau übrigens, sondern eine schöne, gedeckte Farbe - hieß "Schnellstrickwolle", das war das Neueste und Schickste. Die große Mode waren dicke Schipullover und Hosen mit Steg. Wurden getragen von Leuten, die nie in ihrem leben auf einer Skipiste gewesen waren und auch keine Absicht dazu hatten. Wer sich mal im TV eine alte Folge von "die Firma Hesselbach" angeschaut hat, der hat eine Ahnung, wovon ich spreche.









ja, der Teddy. An die Nylonstrümpfe als Füllstoff kann ich mich auch noch erinnern. Langsam glaube ich wirklich, dass alle Handarbeitslehrerinnen in Westdeutschland diesen Teddy stricken ließen.
Die Firma Hesselbach kenne ich auch noch - war zwar vor meiner Zeit, aber meine Großeltern sahen sie sich jedes Mal an, als sie in den 80-er wiederholt wurden.
LG Birgit