Hamburg
Posted by
Miss Ellie
,
06 November 2012
·
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Es war unser erster Hochzeitstag, außerdem ein wochenendnaher Feiertag, da lag es nahe, zwei Tage freizunehmen und wegzufahren. Der beste Ehemann von allen wollte eh schon lange den König der Löwen anschauen, was wir dann taten. Wir bummelten durch die Straßen und aßen abends, als hätten wir 25 km durchs Hochgebirge zurückgelegt.
Ich strickte am Korpus der Tochterjacke, verbrauchte etwa 47,3 Gramm und schaffte neues Garn an, um die Lücke zu füllen. Von den vier Knäuelchen bei Mylys will ich mal nicht reden, die zählen nicht, die laufen unter "Aufbau der Shetland-Farbpalette". Von dem Knäuelchen Farbverlaufs-Rico-Namehabichvergessen bei Rödel auch nicht. Aber ich meinte, auf dem heimweg noch bei der hamburger Wollfabrik vorbeifahren zu müssen. Es regnete. Die HWF liegt Jottwedee wo keiner vorbeikommt, der dort nicht gezielt hinfährt. Es waren viele, viele Leute, vorwiegend Frauen, dort unterwegs. Unglaublich. Ich lachte und sagte zum besten Ehemann von allen:
"Mannmannmann, was die für riesen Tüten da rausschleppen!"
Er lachte noch lauter und sagte: "Und genauso siehst Du auch aus, wenn Du dort raus kommst!"
"Jajajajaja," sagte ich und dachte: Son Quatsch.
Am Ende stand der BEVA breit grinsend mit einem Korb voller schwerer Konen und zwei Paketen mit Sonderangebotknäueln in der langen Kassenschlange.
Ich habe pfauenblaues Garn mit Glitzer in Knäueln gekauft. Für einen PUllover plus Mütze. Musste sein. Und Lilablaues Lacemohair. Eine Kone davon. nein, das reicht nicht nur für einen Schal, das reicht für einen Teppich durch die ganze Wohnung, alle Treppen hoch bis zum Dach.
Chenille in blassorange. Eine große Kone davon. Eine absolut hirnrissige Anschaffung, denn erstens kriege ich die nie verbraucht schon der Menge halber, zweitens verstrickt sie sich ganz furchtbar, mit Löchern, ist null elastisch und lappig und mutmaßlich 312 Prozent Polyester mit 33 Prozent zusätzlichem Polyacryl plus 11 Prozent extra Weichmachen. Ich kann nichts dafür. Ich drehe durch, wenn ich eine Farbe sehe, die ich schön finde. Ich erwäge wahrhaftig, sie zu verhäkeln. Das füllt und braucht mehr Garn.
Das waren die Highlights. Dann gibts noch eine Kone braungraues Viskose, passend für eine Sommerjacke - naja: zwei lange Sommermäntel und ein Kleid, aber egal.
Drei Konen Kaschmir-Wolle-nochwas in Schwarz. Gut für Strickmaschinen. Aber ich? Sehe ich mich abends bei Lampenlicht dieses Garn verarbeiten? Nicht in hundert kalten Wintern.
Ach mensch. Warum bloß. Gibts da Therapien dagegen?
Jedenfalls strickte ich gestern abend Probelappen. Eins hat die riesenkonenbevorratung ja für sich: man kann Probelappen stricken, bis der Arzt kommt, und es reicht immer noch für den doppelten Zopfmusterpullover für Rainer Calmund.
Ich strickte am Korpus der Tochterjacke, verbrauchte etwa 47,3 Gramm und schaffte neues Garn an, um die Lücke zu füllen. Von den vier Knäuelchen bei Mylys will ich mal nicht reden, die zählen nicht, die laufen unter "Aufbau der Shetland-Farbpalette". Von dem Knäuelchen Farbverlaufs-Rico-Namehabichvergessen bei Rödel auch nicht. Aber ich meinte, auf dem heimweg noch bei der hamburger Wollfabrik vorbeifahren zu müssen. Es regnete. Die HWF liegt Jottwedee wo keiner vorbeikommt, der dort nicht gezielt hinfährt. Es waren viele, viele Leute, vorwiegend Frauen, dort unterwegs. Unglaublich. Ich lachte und sagte zum besten Ehemann von allen:
"Mannmannmann, was die für riesen Tüten da rausschleppen!"
Er lachte noch lauter und sagte: "Und genauso siehst Du auch aus, wenn Du dort raus kommst!"
"Jajajajaja," sagte ich und dachte: Son Quatsch.
Am Ende stand der BEVA breit grinsend mit einem Korb voller schwerer Konen und zwei Paketen mit Sonderangebotknäueln in der langen Kassenschlange.
Ich habe pfauenblaues Garn mit Glitzer in Knäueln gekauft. Für einen PUllover plus Mütze. Musste sein. Und Lilablaues Lacemohair. Eine Kone davon. nein, das reicht nicht nur für einen Schal, das reicht für einen Teppich durch die ganze Wohnung, alle Treppen hoch bis zum Dach.
Chenille in blassorange. Eine große Kone davon. Eine absolut hirnrissige Anschaffung, denn erstens kriege ich die nie verbraucht schon der Menge halber, zweitens verstrickt sie sich ganz furchtbar, mit Löchern, ist null elastisch und lappig und mutmaßlich 312 Prozent Polyester mit 33 Prozent zusätzlichem Polyacryl plus 11 Prozent extra Weichmachen. Ich kann nichts dafür. Ich drehe durch, wenn ich eine Farbe sehe, die ich schön finde. Ich erwäge wahrhaftig, sie zu verhäkeln. Das füllt und braucht mehr Garn.
Das waren die Highlights. Dann gibts noch eine Kone braungraues Viskose, passend für eine Sommerjacke - naja: zwei lange Sommermäntel und ein Kleid, aber egal.
Drei Konen Kaschmir-Wolle-nochwas in Schwarz. Gut für Strickmaschinen. Aber ich? Sehe ich mich abends bei Lampenlicht dieses Garn verarbeiten? Nicht in hundert kalten Wintern.
Ach mensch. Warum bloß. Gibts da Therapien dagegen?
Jedenfalls strickte ich gestern abend Probelappen. Eins hat die riesenkonenbevorratung ja für sich: man kann Probelappen stricken, bis der Arzt kommt, und es reicht immer noch für den doppelten Zopfmusterpullover für Rainer Calmund.









wie gut ich Dich verstehe
In meiner Wohnung "kont" es auch ganz gewaltig.
Gerade stricke ich schwarz und rot mit Hebemaschen. Jeweils 1-kg-Kone.
Vermutlich reicht diese Wolle für die nächsten Jahre