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Miss Ellie



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Freitagabend

Geschrieben von Miss Ellie , 11 April 2008 · 171 Aufrufe

Meine Strickwerke werden auch eine weitere Woche vor sich hin modern, ich bin beschäftigt bis zum 20.4., danach ist erst mal Ruhe. Kaufte gestern mit meinem Konfirmandenkind einen Anzug mit Hemd, Schlips, Schuhen und Socken UND!!!! einem Hut, wie ihn Roger Cicero trägt. Den wird er zwar nicht in der Kirche aufsetzen, aber ich freue mich auf die Gesichter der Verwandtschaft, wenn die Kopfbedeckung auf dem Heimweg zum Einsatz kommt. Man glaubt es nicht, in den letzten Wochen habe ich nur beim Kauf von Männersachen beraten, nichts für mich erworben, auch keine Schuhe anprobiert, nada. Ich war mit dem besten LAGva Jacke und Hosen und Pullover und hemden und Krawatte kaufen, mit dem älteren Sohn Jacke und Hose und Mütze, mit dem jüngeren Sohn Anzug kaufen .... selbst begnügte ich mich mit dem Aussortieren meiner überflüssigen Plünten.


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Musik, 2, 3, 4

Geschrieben von Miss Ellie , 09 April 2008 · 159 Aufrufe

Mit der gestrigen Dienstagsfrage konnte ich nix anfangen bzw hätte sie nur mit "eigentlich nicht" beantworten können. Mit der Musikfrage schon eher. Da wären also die hier:

sprich, die letzte von mir gekaufte CD. Das war vor ca 14 Tagen. Zuvor hatte ich bestimmt 20 Jahre lang nicht mehr an die Gruppe gedacht.
Mein Gestrick kommt nur seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr langsam voran.


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Sünde/ Ich wäre gern 1 glückliche Schlampe

Geschrieben von Miss Ellie , 07 April 2008 · 140 Aufrufe

Am Freitag musste ich leider wieder Probeknäule kaufen, oder sagen wir mal, es war ein Fehler, das Büro so früh zu verlassen - klüger ists, erst dann zu gehen, wenn Plaetzsch schon geschlossen hat. Also kaufte ich ein ganz dickes wollweißes Garn, ein ganz dünnes wollweißes Garn, und ein Mischgarn aus Baumwolle mit Glitzer, ebenfalls in Cremeweiß. Mit dem dicken Garn probierte ich meine Besprechungsmuster, gefielen mir aber nicht besonders, mir schwebte da was sehr viel Voluminöseres vor, werde also die Probe wieder aufribbeln. Wenn ich das optimale Muster gefunden habe, stricke ich einen sehrsehr dicken Pullover, aber erst dann. Zwischendurch kam mir die Idee, ein Spitzenmuster in dem superdicken Garn auszuprobieren, mache ich auch irgendwann, aber nicht jetzt. Abgesehen von diesem einsamen Stündchen des nutzlosen Ausprobierens war das Wochenende wieder voll mit vielzuviel Nützlichem Haushaltlichem Wohnungsgestalterischem ... ganz ehrlich, die Leute, denen es piepe ist, wie vollgerödelt, unzusammenpassend, schäbbig ihr trautes Heim ist, sind die glücklicheren Menschen zumindest insofern, als ihnen viel mehr Zeit bleibt. Ja, womöglich schröbe ich den epischen Jahrhundertroman, wenn ich nicht ewig so am kleingeistigen Alltagseinerlei klebte.
Am Sonntag hat sich mein Jüngster den Finger gebrochen, nimmt das aber mit großem Gleichmut hin. Am meisten stört ihn, dass er zwei Wochen mit dem Gitarre/ Bass-Spielen aussetzen muss.


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nix gestrickt wegen weil

Geschrieben von Miss Ellie , 04 April 2008 · 126 Aufrufe

Der olivgrüne Pullover kommt einfach nicht vom Fleck, weil ich alle Abende was anderes zu tun habe. Gestern wars die elementare Pflege des äußeren Menschen. Haare, Hände, Füße, je älter der Mensch wird, desto mehr Maintenance braucht der Körper. *seufz*


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*schnarch*

Geschrieben von Miss Ellie , 03 April 2008 · 235 Aufrufe

Heute hatten wir eine LAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANGE und LAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANGWEILIGE Besprechung, in der sich die diversen Herren in gehabter Weise aufplusterten und zerfaselten, während es später und später wurde und mir der Magen knurrte. Das Einzig Positive waren die beiden Strickschriften, die ich währenddessen gezeichnet habe, zu einem Muster, das ich so Ähnlich mal vor ewigen zeiten in einem Musterbuch gesehen hatte und das den Namen "Luchsauge" trug.


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Knitta, please

Geschrieben von Miss Ellie , 01 April 2008 · 129 Aufrufe

In der neuen Glamour 08/08 ist auf Seite 186 ein Artikel über eine Gruppe des Namens "Knitta, please", die ihre Umwelt mit Gestricktem verschönt. Das scheint kein Aprilscherz zu sein, und sie arbeiten auch nicht mit Algenwolle. :lol:
http://www.knittaple...TTA_PLEASE.html


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Der Dativ ist dem Genitiv sein Feind

Geschrieben von Miss Ellie , 01 April 2008 · 158 Aufrufe

Die verstrickte Dienstagsfrage 14/2008
http://board.strickn...showentry=2382#

Wenn Ihr Eure Modelle selber entwerft, entwerft Ihr diese dann erst am Schreibtisch oder während dem Stricken?"
Vielen Dank an Mandala für die heutige Frage!

weder, noch, möchte ich meinen. Nee, Scherz. Wie irgendwann einmal in meinem bislang ungeschriebenen Artikel "A computer analyst's approach to knitting" zu lesen sein wird, sehe ich das Anfertigen eines Strickstücks als Projekt an - es hat ein definiertes Ergebnis und läuft in Teilschritten ab, und wenn ich ein Ergebnis erreichen will, muss ich zuerst wissen, wie es aussehen soll. Das setzt einen Entwurf voraus. Wäre ich ein Superhirn mit ÜBER-Vorstellungsvermögen, hätte ich mein Wunschresultat nicht nur im Kopf, sondern ich wüsste auch in allen Einzelheiten, an welcher Ecke es wie beschaffen sein muss und wie ich die Herstellung angehen muss. Dann, und nur dann, könnte ich einfach loslegen, bzw. ich dächte nicht mit dem Kopf, sondern mit den Fingern, und erstellte den Entwurf während des Strickens. Davon bin ich aber weit, weit entfernt. Ich kenne zwei Methoden des Entwerfens, erstens Top Down, zweitens Bottom Up, und für beide brauche ich Papier/ Rechner, Entwurfsskizzen, Musterproben, Strickschriften, die ganze Palette. Top down designen heißt, ich habe eine Vorstellung von dem, was ich machen will, weiß aber nicht, wie ich im Einzelnen vorgehen muss, um das Ergebnis zu erreichen. Ein Modell, das man irgendwo gesehen hat, kopieren, ist ein klassisches Beispiel von Top-Down-Designen. Das ist eine einfache Analyseaufgabe, man schaut, in wie viele Einzelteile das Modell zerlegt werden kann, wie die Form angelegt ist, wo die Ab- und Zunahmen liegen, wo die Musterwechsel sind, schließlich, wie die einzelnen Muster gestrickt werden .... Bottom Up designen bedeutet, den Entwurf von Muster aus beginnen, oder vom Material, und ihn Schritt für Schritt aufbauen. "ich möchte was aus der rotmelierten Wolle machen - welche Muster sehen bei dem Garn besonders gut aus - was kann ich sinnvollerweise aus dem Noppensträußchenmuster stricken - braucht die Jacke kurze oder lange Ärmel - soll sie weit oder eng sein - welche Art Bündchen passen dazu ..."
Ich bewundere Einfachlosstricker, die auf die Weise gute Ergebnisse erzielen. Wenn ich einfach drauflos stricke, langt es bestenfalls für Musterproben.


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grobe Arbeiten, raue Finger

Geschrieben von Miss Ellie , 31 März 2008 · 168 Aufrufe

Wenn ich mit der Umgestaltung meines Zimmers fertig bin, werden meine Hände zu nichts mehr zu brauchen sein. Vom Streichen habe ich fiese Schrunden an den Daumen, an allen Fingerkuppen bildet sich Hornhaut, die dann gern an unpassenden Stellen einreißt, und wenn ich doch mal ein paar Reihen stricke, hakt sich der Faden an den rauen Händen fest. Gar nicht schön. Ich habe wieder Regale ausgeräumt, umgestellt, eingeräumt, Schrank aufgestellt, bin auch wieder zu Ikea, eine Spiegeltür umtauschen, die einen kleinen blinden Fleck hatte. Böse Zungen behaupten ja, IKEA stünde für "Idioten kaufen einfach alles", und wenn ich mir anschaue, was sie dort in der Fundgrube noch anbieten, scheint das nicht ganz unwahr zu sein. Mich packte der Überdruss, also kaufte ich keine Pappschachteln, die sich dann doch nur wieder quasi selbständig mit Pröttel füllen (vornehm ausgedrückt heißt es "Miscellanea", oder auch quasitechnisch "MRG", wie immer auf mindestens einem meiner Ordner im Büro steht - Kurzform von "Mümpel, Rödel und Gedöns"). Als ich dann heimkam und Wolltüten aus Schrankfächern räumte, tat es mir dann wieder leid. Aber trennen kann ich mich trotzdem noch nicht, nicht von der Merinowolle. Alles meins! Meins! Meins! Wozu auch immer.
Am Samstag mochte ich nicht so schnell aus dem Bett, sondern saß, trank Kaffee, aß Schokoriegel und machte einen Entwurf für eine dunkelrote Jacke, für die es immerhin außer einem Kilo Mein!Meins!Meins!-Merino auch eine halbe Musterprobe gibt. Und irgendwann strickte ich den langweiligen Halbpatentpullover weiter, vorn in Richtung Halsausschnitt.


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Frau Saubermann wütet weiter

Geschrieben von Miss Ellie , 28 März 2008 · 244 Aufrufe

So ein neuer Schrank wirft Schatten aufs ganze Leben, man ribbelt gewissermaßen die gesamte Ordnung auf, wenn man anfängt, aufzuräumen. Mit Unordnung ist es wie mit Ungeziefer, man verschließt erst die Augen und hofft, dass er, sie, es von allein weggeht oder sich durch geduldiges Ignorieren selbsttätig vernichtet. Wenn man sich dann nach einer gewissen Zeit in den Gedanken gefunden hat, dass man selbst was daran tun muss, taucht er, sie, es überall auf. EINEN Schrank aufräumen? Da schreien auch alle anderen Alarm. Kommoden, Regale, Kisten und Kasten und niedliche geblümte, ordentlich wirkende Ikeapappschachteln, Zeitschriftenordner ... nichts ist unbefallen, das Kuddelmuddel ist universal. Gestern habe ich auf der Suche nach eingen kleinen stark duftenden Seifenstücken Schachteln in Bad und Gäste-WC gefilzt. Ach herrje. Wann und wozu brauchte ich wohl Kukidentgebissreiniger? Weg damit. Stilleinlagen? mein Jüngster ist 14 geworden. Schwimmringe mit Schlümpfen und Entchen? Eine Plastikperlenkette mit goldbepinseltem Bakelitverschluss? Drei halbe Packungen dauerhafter Lippenfarbe, jeweils ohne den Glanzoberlack, in Dunkelaubergine, Grellrot und Zyklampink, sieben Jahre alt mindestens, Farben mit denen ich damals schauderhaft aussah und heute sicher auch nicht besser aussähe, wären die Farben nicht eingetrocknet? Eine große Flasche Noname-Billigparfüms, das selbst zum Klogerüche-Überdecken zu grässlich riecht, das ich aber getreulich aufhob? Eine zweite, 20 Jahre alte, Flasche Magnolia von Yves Rocher, das mittlerweile nur noch nach Seife müffelt? Herrschaftszeiten. Gelt, wenn einer eine Reportage über die durchgeknalltesten Konsumentinnen dreht, ich bin dabei. - Zum Parfum fällt mir unser ehemaliger Bürobote ein. Es war Weihnachten, alle kauften Duftwasser, bei Douglas kriegte man kaum ein Bein an die Erde. Unser Bote ging hin und suchte nach einem Parfum. Die herbeigeeilte Douglasmitarbeiterin musterte ihn rauf und runter, das karierte Hemd, die speckige Kordhose, die ausgeblichene Windjacke, zog die dezent betonten schöngestrichelten Brauen hoch und fragte, ob sie ihm helfen könne. "Ich suche ein Parfum." - "Ah, ja. Hatten Sie da an etwas Spezielles gedacht? Was soll es denn sein, ein Damenparfum oder ein Herrenparfum?" Unser Bote kratzte sich hinter den schütteren Schläfen. "Das kann man so nicht sagen." Die Douglasverkäuferin ging nicht so weit, die Loriot'sch Zipfelfrage zu stellen, sie schaute nur fragend. "Für wen soll es denn sein?" - "Ja, ich brauche nur was, das gut riecht. " - "Für Damen UND Herren?" - "Ja, ich will das für die Scheibenwaschanlage in meinem Auto. Damit es nicht mehr so chemisch riecht, wenn ich die Scheiben sauber mache."


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Glück gehabt

Geschrieben von Miss Ellie , 27 März 2008 · 204 Aufrufe

Was sah ich heute morgen zwischen den ausländischen Zeitschriften? Die "Interweave Knits", Ausgabe Spring 2008. So viele schöne Modelle! Gefällt mir eigentlich besser als die VK, nur dass ich dieselbe bereits abonniert habe. Und sie ist auch pünktlich gekommen, großes Lob. In VK gibt es Hochzeitsmodelle, ein Kleid, einen Bolero, einen Cardi und noch dies und das. Sollte meine Lieblingstochter heiraten, werde ich ihr eins davon antragen ... nicht dass dergleichen bevorstünde. Aber Freunde von ihr/uns heiraten, und mein Nennschwager heiratet ebenfalls. Aber meine Nennschwippschwägerin will nichts Weißes. Ich habe sie gewarnt. Kein weißes Hochzeitskleid tragen erzeugt Defizite, die einen das gesamte weitere Leben lang verfolgen. Ich weiß das. Zweimal geheiratet, jedes Mal in nüchternem Anzug oder Kostüm, nie hatte ich eines dieser weißen Schlagsahnetortenkleider, zweimal die Chance verschenkt, einen Kracher von Robe zu entwerfen, zu nähen, zu stricken, das geht mir heute noch nach. Manchmal schaue ich im Ebay nach weißen Kleidern, in denen ich mich fotografieren lassen könnte. Das Foto täte ich dann mit Sepiafarbe auf alt trimmen und behaupten, es sei von 1978, nachdem ich das Gesicht mit Weichzeichner verjüngt habe. Hachja *seufz*.






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